«Schwieriger, aber notwendiger Schritt»
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Verbands-Boss zur Entlassung:«Schwieriger, aber notwendiger Schritt»

Hockey-Boss zum Fischer-Knall
«Vertrauensfrage nicht abgeschlossen» – Untersuchung eingeleitet

Zwei Tage nach der Entlassung von Patrick Fischer als Trainer der Eishockey-Nati nimmt der Verband erstmals Stellung. Präsident Urs Kessler erzählt, wie der Entscheid gefällt wurde, wie Fischer informiert wurde und wieso die Spieler aktuell keine Interviews geben.
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Patrick Fischer ist seit Mittwoch nicht mehr Nati_Trainer.
Foto: imago/CTK Photo

Am Montag hat Patrick Fischer öffentlich gemacht, dass er für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 ein Covid-Zertifikat gefälscht hat. Zunächst hat der Verband trotzdem an ihm als Nati-Trainer festgehalten. Bis es am Mittwochabend zur Entlassung gekommen ist.

«Habe mich verleiten lassen, das Zertifikat zu fälschen»
1:50
Nati-Coach Fischer gesteht:«Habe mich verleiten lassen, das Zertifikat zu fälschen»

«Die öffentliche Debatte hat sehr deutlich gemacht, dass es um mehr geht als eine rein juristische Situation», sagt Verbandsboss Urs Kessler. Deswegen habe man den ersten Entscheid überdacht. «Es war ein schwieriger, aber notwendiger Schritt.» Gleichzeitig betont er, dass Fischer enorm viel für das Schweizer Eishockey geleistet hat. Aber was im Zusammenhang mit dem gefälschten Zertifikat passiert sei, «ist mit den Werten des Verbandes nicht vereinbar. Es war ein Vertrauensbruch.»

Rückblickend habe man beim Verband falsch reagiert, will aber aus diesen Fehlern lernen. Der Fall sei abgeschlossen, nicht aber die Vertrauensfrage. Eine externe Untersuchung wurde eingeleitet und soll unter anderem aufklären, ob Fischer 2022 auch zur WM mit gefälschtem Zertifikat gereist ist.

Spieler-Interviews erst nächste Woche wieder

Die Verbundenheit der Mannschaft mit Fischer ist gross. Dass die Spieler und der neue Headcoach Jan Cadieux derzeit keine Interviews geben, habe aber nichts mit einem Maulkorb zu tun. Man will die Mannschaft schützen, damit helfen, dass sie sich aufs Sportliche konzentrieren kann. Wenn sie nächste Woche in der Schweiz spielt, wird sie wieder für Interviews zur Verfügung stehen.

Kessler selber hat indes nicht an Rücktritt gedacht. «Den Verband so kurz vor der Heim-WM führungslos zu machen, wäre das Schlimmste gewesen, was man hätte tun können», begründet er.

Nun hofft er, dass dennoch Vorfreude auf das Heimturnier entfacht werden kann. Auch wenn es nach der Fischer-Entlassung weitere Dinge zu klären gibt. So hat der Ex-Nati-Coach etwa den extra für die WM kreierten, neuen Torsong eingesungen. Das ist nur eine Sache, die der Verband nun angehen muss.

Die PK im Ticker zum Nachlesen.

10:10 Uhr

Ende der PK

Damit ist die Pressekonferenz vorbei.

10:10 Uhr

Wie soll die externe Untersuchung ablaufen?

Die administrative Untersuchung sei am Donnerstag eingeleitet worden, so Kessler. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man nicht sagen, wie lange sie dauert. «Mir ist es wichtig, dass das Ganze seit 2022 sauber aufgearbeitet wird», so Kessler.

10:09 Uhr

So lief das Entlassungsgespräch

Wieso hat man Fischer nicht mit einem persönlichen Gespräch entlassen sondern als Videocall? «Der Entscheid war gefällt und wir wollten möglichst schnell und offen transparent kommunizieren», so Kessler. Er habe zuerst Weibel informiert und dann mit ihm zusammen Fischer informiert.

10:08 Uhr

So fiel der Entscheid

Der Verwaltungsrat hat eine ausserordentliche Sitzung am Mittwoch durchgeführt. Im Zuge dieser wurde der Entlassungsentscheid gefällt. Das erklärt Kessler.

10:07 Uhr

«Mir tut es extrem leid»

«Patrick Fischer ist eine riesen Persönlichkeit. Für mich ist der Mensch Patrick Fischer im Vordergrund gestanden. Für die Person Patrick Fischer tut es mir extrem leid», so Kessler. Es sei sein grosses Ziel gewesen, die Heim-WM wäre das letzte Highlight seiner Karriere als Nati-Trainer gewesen. Fischer hätte vor Olympia auch drei Wochen in Quarantäne gehen können. Wieso er das nicht gemacht habe, könne nur Fischer selber beantworten.

10:05 Uhr

Hat sich Peking 2022 gemeldet?

Kessler betont, er persönlich habe nichts von den Organisatoren der Olympischen Spiele gehört.

10:04 Uhr

Wie will man für WM-Vorfreude sorgen?

Man wolle alles dafür tun, so Kessler. Der sportliche Erfolg sei eine wichtige Voraussetzung dafür. Man habe volles Vertrauen in Cadieux.

10:02 Uhr

Dachte Kessler an Rücktritt?

Hat auch Kessler an Rücktritt gedacht? «Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst», erwidert er. «Wir haben in den letzten 48 Stunden Fehler gemacht. Aber so kurz vor der WM den Verband führungslos machen, das wäre das Schlimmste, was man in dieser Situation tun könnte.» Man wolle das Ganze sauber aufarbeiten und Cadiuex die besten Voraussetzungen schaffen für eine erfolgreiche Heim-WM.

10:01 Uhr

Auch an die WM mit gefälschtem Zertifikat?

Für die WM 2022 habe es auch ein Zertifikat gebraucht. «Damals waren zwei Voraussetzungen notwendig: Ein Impf- oder ein Genesungszertifikat», erklärt Kessler. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt nichts ausschliessen. Es ist also nicht klar, ob Fischer auch da ein gefälschtes Dokument genutzt hat.

09:59 Uhr

Was ist mit dem Torsong?

Patrick Fischer war der Posterboy der WM, hat den Torsong gesungen. Muss das nun geändert werden? Den Torsong müsse man sicher angehen, so Kessler. «Und dann die weiteren Entscheide diesbezüglich fällen.» Mit den Partnern sei man in ständigem Austausch. «Uns war wichtig, dass sie vor der offiziellen Kommunikation informiert wurden. Mehr kann ich nicht dazu sagen.»

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
0
0
0
1
Finnland
Finnland
0
0
0
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Großbritannien
Großbritannien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Lettland
Lettland
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
1
USA
USA
0
0
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Italien
Italien
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0
0
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Norwegen
Norwegen
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0
0
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Slowakei
Slowakei
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0
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Slowenien
Slowenien
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0
0
1
Schweden
Schweden
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