Darum gehts
- Rasmus Asplund erzielt wichtiges Tor beim 5:2-Sieg des HCD in Zürich
- HCD beendet Zürcher Serie von 19 Playoff-Heimsiegen in Folge
- Der schwedische Center der Davoser giert nach seinem ersten Titel
Natürlich winkt Rasmus Asplund zunächst ab und betont, dass es in den Playoffs unwichtig sei, wer die Tore schiesse. Doch der HCD-Schwede schiebt noch hinterher, dass «der erste Treffer gutgetan hat». Der Center stempelt als letzter Davoser Ausländer als Playoff-Torschütze ein, erzielt beim 5:2-Break in Zürich das 4:2 «auf einen perfekten Pass von Klas» wie er sagt. Namentlich Dahlbeck und Verteidiger. Und Asplund ist froh, dass dieser Dahlbeck für seine unermüdliche Arbeit in seiner wichtigen Rolle «endlich auch mal mit Punkten belohnt wird».
Dass die Davoser die Zürcher Monsterserie von 19 Playoff-Heimsiegen in Folge beendet hat, davon erfährt Asplund erst nach dem Match. Ihn interessiert jedoch vielmehr der notwendige vierte Sieg seines Teams, «das ist immer der schwierigste». Warum eigentlich? «Weil sich vielleicht beim einen oder anderen der Gedanke einschleicht, dass es jetzt wirklich um den Final geht. Mental hilft es darum, einfach in der Gegenwart zu bleiben.» Laut dem 28-Jährigen hat der HCD in dieser Saison schon oft bewiesen, dass er dazu fähig ist. Trotz aller Erwartungen und trotz des Drucks, den sich der Quali-Sieger mit seiner Dominanz verdient hat – «am Spengler Cup konnten wir gut mit der Favoritenrolle umgehen und haben abgeliefert».
«Erstaunlichste Truppe, von der ich je Teil war»
Nun gehts um den nächsten Titel, die Davoser «Mission 32». Wie konsequent diese verfolgt wird, ist mit ein Grund gewesen für Asplunds Wechsel ins Bündnerland. Der Center bricht dafür letzten Sommer sein Nordamerika-Abenteuer ab und lässt die NHL hinter sich. Es hat sich gelohnt für eine Erfahrung, die er so in einer Garderobe noch nie gemacht hat: «Es ist die tollste und erstaunlichste Truppe, von der ich je Teil war. Wir sind wie Brüder.»
Viele Spieler betonen, dass ein Titel eine Bruderschaft fürs Leben formt. Das möchte Asplund auch. Denn einen Meistertitel hat der Zweitrunden-Draft (2016 von Buffalo) noch nicht in seinem Palmarès. «Ich wurde gedraftet, spielte in der NHL. Alles Dinge, wovon alle Spieler träumen», sagt der wirblige Stürmer. Aber jetzt habe er den ersten Titel vor Augen mit einem unglaublich verschworenen Team. Und jeder Sieg lasse es noch stärker zusammenwachsen. «Wir vertrauen uns und unserem Spiel.»

