Plötzlich prügen alle aufeinander ein
2:00
Jelovac provoziert Fans:Plötzlich prügen alle aufeinander ein

Kampf der grossen Brocken
Strafenrekord nach provokantem Jubel von Rappi-Jelovac

218 Strafminuten werden beim Auftakt zu den Viertelfinals zwischen Fribourg und den SCRJ Lakers (2:5) ausgesprochen.
Kommentieren
1/5
Nach seinem Emptynetter zum 5:1 provoziert Igor Jelovac die Fribourger Fans – und damit die Spieler.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_409.JPG
Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Fan-Provokation

Als das erste Spiel in Fribourg längst entschieden ist und Igor Jelovac mit dem 5:1 ins leere Tor trifft, wird es noch einmal wild. Der Grund? Jelovac gönnt sich einen provokanten Jubel gegenüber den Fribourg-Fans. Er hält sich eine Hand hinters Ohr. Kein Verständnis dafür haben die Gottéron-Spieler. Sie nutzen dies zum Frustabbau und zur Kampfansage für Spiel 2 (siehe Video).

Kevin Nicolet geht als Erster auf Jelovac zu. Dann eskaliert es. An mehreren Orten. Gottéron-Abräumer Patrik Nemeth kümmert sich dann um Jelovac. Die beiden spielen in der gleichen Gewichtsklasse. Erst sehen sich der Schwede (1,92 m/103 kg) und der Jubler (1,96 m/103 kg) lange tief in die Augen. Ehe es dann rund geht. Dabei landet Jelovac zwei Treffer. Am Ende gelingt es Nemeth, seinen Kontrahenten niederzuringen. Beide erhalten eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, ebenso Mauro Dufner (Lakers) und Jeremi Gerber (Gottéron).

Nachdem Jan Dorthe noch das 2:5 erzielt, rumpelt es noch einmal. Jamiro Reber ist dabei der Sieger des Ringkampfs mit Lakers-Verteidiger Mika Henauer. Auch sie werden noch vorzeitig unter die Dusche.

Playoff-Rekord

Insgesamt verhängen die Schiedsrichter, die wie ihre Kollegen bei Davos – Zug ziemlich kleinlich pfeifen, 218 Strafminuten. In einem eigentlich harmlosen Spiel, dem noch die richtige Playoff-Intensität fehlt. Damit stellen sie einen neuen Playoff-Strafenrekord auf. Die bisherige Bestmarke stammte aus dem Jahr 2017, als eine Prügelei zwischen Biel und Bern zu Spielende für 217 Strafminuten führte.

«Boys waren gestresst – mache mir aber keine Sorgen»
0:51
Rönnberg nach Start-Niederlage:«Boys waren gestresst – mache mir aber keine Sorgen»

Erinnerungen

Bereits im letzten Playoff-Viertelfinal hatte ein für den Fribourger Geschmack provokanter Jubel von SCB-Stürmer Waltteri Merelä in der FKB-Arena für Aufruhr gesorgt. Damals wurde der Finne mit Bierwürfen eingedeckt, worauf er mit Gesten provozierte («ich wollte mehr Bier») und sich keck einen Schluck aus einem Becher gönnte. Gottéron-Verteidiger Yannick Rathgeb («Es gefällt mir überhaupt nicht, was er gegenüber unseren Fans gemacht hat») wollte Merelä damals stellen. Doch Prügeleien und Strafen blieben aus. 

SCB-Merelä provoziert die Fribourg-Fans mit dieser Geste
0:35
Nach Schlusssirene:SCB-Merelä provoziert die Fribourg-Fans mit dieser Geste

Hexer

Melvin Nyffeler bleibt heiss. Der Rappi-Goalie liess sich erst kurz vor Schluss nach 169 Minuten und 55 Sekunden ohne Gegentor wieder bezwingen. Er hielt davor beim Stand von 0:0 einen Penalty von Henrik Borgström und zeigte kurz vor dem 3:0 in Überzahl eine spektakuläre Parade gegen Nathan Marchon. Schon gegen den SCB hatte er in der zweiten Play-In-Runde glänzend gehalten und in zwei Spielen nur einen Gegentreffer zugelassen.

Nyffeler verhindert mit Spektakel-Parade den Shorthander
1:05
Kurz vor dem dritten Tor:Nyffeler verhindert mit Spektakel-Parade den Shorthander

Ausfall

Fribourg muss mit Sandro Schmid (Saisonende) und Marcus Sörensen schon auf zwei wichtige Spieler verzichten. Gegen Rappi fiel nun auch Attilio Biasca im Mitteldrittel aus.

Wacklige Beine

Zum Auftakt des Viertelfinals zeigten sowohl bei Gottéron als auch bei den Lakers einige Spieler wenig Standfestigkeit. So wurde Fribourgs abwanderungswilliger Schwede Lucas Wallmark ebenfalls mit zwei Strafminuten belegt, als er sich bei einem Beinstellen von Igor Jelovac (schon zum zweiten Mal) theatralisch fallenliess. Bei Rappi fiel Valentin Hofer (ungestraft) durch wenig Bodenhaftung auf.

«Haben so weitergemacht, wie wir gegen Bern aufgehört haben»
0:25
Lakers-Wetter nach Sieg:«So weitergemacht, wie wir gegen Bern aufgehört haben»
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen