SCB-Aaltonen bricht Tor-Fluch dank Bemström-Kabinettstück
4:25
SC Bern – ZSC Lions 2:1:SCB-Aaltonen bricht Tor-Fluch dank Bemström-Kabinettstück

«Ich war überrascht»
SCB-Aaltonen erklärt erstes Liga-Tor nach 270 Tagen

Letzte Saison hatte er die Konkurrenz mit insgesamt 27 Toren zu Brei geschossen. Jetzt hat SCB-Finne Miro Aaltonen kurz nach Saisonhälfte erstmals in dieser Spielzeit getroffen.
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Miro Aaltonen gelang beim 2:1-Sieg gegen die ZSC Lions endlich das erste Saisontor.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Und plötzlich ist da eine grosse Lücke am nahen Pfosten von ZSC-Goalie Robin Zumbühl und SCB-Sorgenkind Miro Aaltonen trifft nach herrlicher Vorarbeit von Emil Bemström. Er kann es also doch noch, nachdem ihm in dieser Saison in 18 NL-Spielen kein Treffer gelungen war.

«Ich war überrascht, dass es so offen war. Aber ich glaube, Emil hat auch eine gute Täuschung gemacht und dann zu mir gepasst. Eine schöne Aktion von Emil», sagt Aaltonen nach dem 2:1-Sieg zu Blick.

Auf die Frage, wie gross der Brocken gewesen ist, der ihm von den Schultern fiel, weicht der 32-Jährige aus: «Ich hatte drei Tore in der Champions League erzielt, aber ja, es war schön, in der Liga zu treffen.»

Drei Treffer in der Champions League sind gut und recht. Doch für einen Mann, der letzte Saison inklusive Playoffs 27 Tore erzielte, ist das Tagesgeschäft entscheidend, zumal sich der SCB im Tabellenkeller befindet und sich generell mit dem Toreschiessen äusserst schwertut – nur Ajoie hat noch weniger Treffer erzielt. Da wiegt die 18-Spiele-Torflaute des Finnen besonders schwer. «Ja, das sind eine Menge Spiele», räumt er ein. «Natürlich habe ich darüber nachgedacht und an meinem Spiel gearbeitet. Ich bin froh, dass ich ein Tor erzielen und dem Team helfen konnte.»

Ehlers hatte Aaltonen den Rücken gestärkt

Zuletzt hatte ihm auch Trainer Heinz Ehlers den Rücken gestärkt und nach dem Spiel gegen Davos (0:3) vor einer Woche gesagt: «Das wird bald kommen, denke ich. Er hat unglaublich gut gekämpft.»

In der ersten Saisonhälfte hat Aaltonen zahlreiche Top-Chancen liegengelassen. Sodass sich mancher fragte, ob sein Stock verhext sei und er je wieder ein Tor schiessen würde. Weil er aber genug Chancen hatte, habe er darauf vertraut, dass es wieder klappen würde mit dem Toreschiessen, sagt Aaltonen. «Und es hat Spass gemacht, ein Tor zu schiessen.» Das war ihm auch nach seinem Treffer anzusehen. Er strahlte wie ein Maienkäfer.

Gegen die ZSC Lions hätte er gut und gerne mit einem Hattrick vom Eis gehen können. «Ja, Victor (Ejdsell, die Red. und Emil (Bemström, die Red.) haben viele gute Chancen für mich herausgespielt. Aber ich bin froh, dass ich wenigstens einen Treffer erzielt habe.» Letztmals hatte Aaltonen 270 Tage davor in der Liga getroffen, als er in der Overtime in Fribourg ein siebtes Spiel im Viertelfinal erzwungen hatte. 

«Wir müssen jetzt einfach anfangen, zu gewinnen»

In Bern hofft man nun auf einen Ketchup-Effekt, dass Aaltonen, der letzte Saison wegen einer Kokain-Eskapade einen Monat gesperrt wurde und bei Kloten vorzeitig gehen musste, Verpasstes nachholt und Tore nachliefert. Das hoffe er auch. «Ich liebe es, Tore zu schiessen und die Tore helfen der Mannschaft, also hoffe ich, dass ich der Mannschaft helfen kann, Spiele zu gewinnen.»

Wie schätzt der Olympiasieger von 2022 die enttäuschende Saison des SCB ein? «Natürlich war es keine erfolgreiche Saison für uns, aber ich vertraue diesem Team und den Jungs, die spielen, dass wir die Wende schaffen und anfangen, Spiele zu gewinnen. Es gibt keine Ausreden dafür, dass wir oft verloren haben, also müssen wir jetzt einfach anfangen, zu gewinnen.» 

Mit dem Sieg gegen den Meister beendete der SCB nicht nur eine Serie von drei Niederlagen, sondern rückte vor dem Zähringer Derby am Samstag in Fribourg bis auf vier Punkte an die SCL Tigers und einen Play-In-Platz heran.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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