SCB-Trainer Ehlers lässt Milde walten
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Nach Niederlage gegen Davos:SCB-Trainer Ehlers lässt Milde walten

«Es werden gute Sachen passieren»
Zuckerbrot statt Peitsche von SCB-Coach Ehlers

Ein Wochenende mit zwei Niederlagen für den SCB. Doch der Auftritt gegen Davos (0:3) stimmt Trainer Heinz Ehlers milde.
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SCB-Coach Heinz Ehlers gibt sich nach der 0:3-Niederlage gegen Davos optimistisch.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • SCB verliert gegen Davos 0:3, Trainer Ehlers bleibt positiv
  • Aaltonen weiterhin ohne Tor, Ehlers lobt seinen Einsatz
  • 16'000 Zuschauer sahen Prügelei zwischen Marchon und Dahlbeck
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Am Freitagabend fand SCB-Trainer Heinz Ehlers klare Worte nach der 2:4-Niederlage in Kloten. Er sprach davon, dass sein Team, das sich mit einer Fehlerorgie 0:3 in Rücklage gebracht hatte, «unglaublich schlecht» gewesen sei. 24 Stunden später muss der 59-Jährige die nächste Niederlage erklären. Diesmal verlieren die Berner daheim gegen Leader Davos 0:3, und Ehlers schlägt einen ganz anderen Ton an: «Wir haben über 40 Minuten, ja eigentlich über 60 Minuten, eine gute Leistung gezeigt. Und bezüglich Einsatz kann man sich nicht beschweren.»

Marchon und Dahlbeck gehen im Kabinengang aufeinander los
4:03
SC Bern – HC Davos 0:3:Im Kabinengang gehts zur Sache

Natürlich spielt der SCB gegen den HCD besser als am Vortag. Doch der Däne bemüht sich sichtlich, gute Stimmung zu verbreiten, die Mannschaft mit Streicheleinheiten aufzubauen. «Wir versuchen, positiv zu sein. Wir kommen nicht in die Garderobe und jammern die ganze Zeit. Das hilft keinem. Die Spieler brauchen jetzt Unterstützung und Hilfe», erklärt er und verspricht: «Wenn wir weiter so spielen und gute kämpferische Leistungen zeigen, werden gute Sachen passieren.»

Noch ist es nicht so weit. So bleibt der designierte Skorer Miro Aaltonen auch im 17. Liga-Spiel ohne Tor, obwohl Ehlers erneut versucht, ihn in einer neuen Sturmreihe (mit Marc Marchon und Emil Bemström) auf Touren zu bringen. «Das wird bald kommen, denke ich. Er hat unglaublich gut gekämpft», sagt Ehlers. Das Gros der 16‘000 Zuschauer hätte wohl weit weniger grosszügige Worte für den blassen Auftritt des Finnen gewählt. Aber vielleicht bringt Ehlers den Mann, der letzte Saison inklusive Playoffs noch 27 Treffer für Kloten und den SCB erzielte, mit Zuckerbrot auf Kurs.

Fight weckt Emotionen und den braven SCB

So richtig aus sich heraus kommt der SCB, als es zu spät ist. Marc Marchon und HCD-Haudegen Klas Dahlbeck liefern sich eine zünftige Prügelei und geraten nach ihrem Restausschluss im Kabinengang noch einmal aneinander, ehe sie von einem aufmerksamen Linesman getrennt werden können. Erinnerungen an die Auseinandersetzung zwischen Chris DiDomenico (damals SCB) und Yannick Rathgeb (damals Biel) werden wach.

SCB-DiDomenico und Biel-Rathgeb geben sich Saures
1:14
Da haben sich zwei gefunden:SCB-DiDomenico und Biel-Rathgeb geben sich Saures

Mit den geweckten Emotionen werfen die davor zu braven Berner noch einmal alles in die Waagschale. «Die Jungs haben etwas versucht. Und wenn sie kämpfen, ist es schwierig, etwas zu sagen», sagt Ehlers.

Einzig, als er auf das wegweisende 0:1 kurz nach der zweiten Pause angesprochen wird, kann er sich einige kritische Worte nicht verkneifen. «Es war ein unglaublich blödes Gegentor. Ich denke, wir haben drei Spieler an der Bande, trotzdem kommt er mit der Scheibe raus. Das darf einfach nicht passieren.»

Schon am Dienstag geht es für den SCB in Zug weiter. Passieren dann gute Sachen? Gegen den EVZ haben die Berner beim Einstand von Ehlers (3:0) am 11. Oktober ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt. 

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
39
49
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
39
30
71
3
Lausanne HC
Lausanne HC
39
26
68
4
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
39
5
67
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
38
-7
61
8
EV Zug
EV Zug
37
-8
57
9
SCL Tigers
SCL Tigers
38
2
51
10
EHC Biel
EHC Biel
38
-15
49
11
SC Bern
SC Bern
38
-12
48
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
38
-37
43
14
HC Ajoie
HC Ajoie
39
-61
29
Playoffs
Qualifikationsspiele
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