Darum gehts
- Jacob Larsson der SCRJ Lakers schubst Schiedsrichter
- Spieleragent Sven Helfenstein kritisiert Schiedsrichter
- Fans investierten 17'640 Franken in Choreografie für Julien Sprunger
Schiri-Schubser
Muss der beste Feldspieler der SCRJ Lakers mit einer Sperre rechnen? In der Endphase kassiert Jacob Larsson am Samstag eine 2-Minuten-Strafe, als er sich an Yannick Rathgeb vergreift. Die Strafe bleibt folgenlos (siehe unten unter Fribourg-Powerplay). Doch danach stellt sich Linesman Stany Gnemmi dem Schweden in den Weg und wird dann von Larsson leicht weggeschubst (siehe Video oben), worauf der Rappi-Verteidiger vorzeitig unter die Dusche geschickt wird. Tatbestand: «Physische Tätlichkeit an Offiziellen». Muss Larsson nun mit einer Sperre rechnen? Kein Verständnis dafür, dass Gnemmi Larsson auf die Pelle rückte, hatte Spieleragent und Mysports-Experte Sven Helfenstein: «Der Schiri soll da weg!»
Goalie-Schläger
Eine zweite Szene erhitzt die Gemüter. Zur Schlusssirene kommt es vor dem Tor von Lakers-Goalie Melvin Nyffeler zu Reibereien. Der Keeper fällt dabei um, steht wieder auf und legt sich dann mit Christoph Bertschy an. Der Nati-Stürmer schlägt zu, und der Keeper geht erneut zu Boden. Die Schiedsrichter sehen sich die Szene danach im Video an, weil sie die Nummer 95, Jacob De la Rose, als Übeltäter ausgemacht haben wollen und ihn mit einer 5-Minuten-Strafe belegen. Sie stellen dann ihren Irrtum fest und sprechen eine 2-Minuten-Strafe gegen Bertschy aus.
Nyffeler mit starker Reaktion
Schon bevor Melvin Nyffeler zum Spielende eine Linke von Christoph Bertschy einstecken muss, geht er den Fribourgern auf den Wecker. Nachdem er in den letzten beiden Spielen nicht mehr so spritzig und formstark gewirkt hatte wie zuvor, ist er am Samstag wieder voll da und zeigt einige starke Paraden. Nicht zuletzt jene gegen Jeremi Gerber bei einem Fribourger 2-gegen-1-Konter im Mitteldrittel. Nyffeler bedankt sich damit für den Entscheid von Trainer Johan Lundskog, auch im neunten Spiel innert 18 Tagen auf ihn zu setzen und Ivars Punnenovs auf der Bank zu lassen.
Choreo
War das der letzte Auftritt von Julien Sprunger (40) in Fribourg? Die Fans wollen jedenfalls nicht die Chance verpassen, den Captain, der seine Karriere beendet, würdig zu verabschieden. Sie ziehen eine grandiose Choreo mit Bildern aus jedem seiner 24 Saisons im Gottéron-Dress in der ganzen Arena auf. 1280 Arbeitsstunden, 610 Liter Farbe und 17'640 Franken hatten die Fans dafür investiert. «Faites-le pour Julien!», heisst es dazu auf einer Banderole. «Macht es für Julien!» Die Aufforderung wird (noch) nicht umgesetzt. Verliert Fribourg am Montag am Obersee erneut, fällt der Vorhang für Sprunger, ohne Meistertitel.
Fast-Powerplay-Tor
43 Minuten und 11 Sekunden konnte Gottéron in dieser Viertelfinal-Serie in Überzahl spielen. Ein Tor hat das Team von Roger Rönnberg noch immer nicht zustande gebracht. Immerhin ist der 1:1-Ausgleich von Lucas Wallmark fast ein Powerplay-Treffer. Denn er fällt genau, als die Strafe gegen Sandro Zangger abgelaufen ist.
Wechsel
Bei Rappi kommt erstmals seit 7. März der Kanadier Philippe Maillet anstelle seines angeschlagenen Landsmanns Tanner Fritz zum Zug. Er hat einige gelungene Offensivaktionen und holt im Schlussdrittel zwei plus zwei Strafminuten gegen Samuel Walser heraus, als bei ihm nach einem Stocktreffer am Mund Blut fliesst. Kurz nach Ablauf der Strafe erzielt der künftige Fribourg-Stürmer Jonas Taibel den Siegtreffer.
Lazarett
Bei Gottéron hofft man, dass die Saison noch lange genug dauert, dass Top-Stürmer Marcus Sörensen sein Comeback geben kann. Seit Anfang Januar fehlt er aufgrund einer Adduktorenverletzung. «Ich werde in diesen Playoffs wieder spielen. Sonst würde ich nicht so hart arbeiten, wie ich es tue. Ich hoffe, dass es bald soweit ist», sagte der Schwede den «Freiburger Nachrichten» am Tag vor der Niederlage im fünften Akt. Auch Stürmer Attilio Biasca trainiert wieder, allerdings mit einem Trikot, das signalisiert, dass noch kein Körperkontakt zulässig ist. «Es geht besser, ich nehme einen Schritt nach dem anderen, wir schauen von Tag zu Tag», sagte er der gleichen Zeitung. Mit Nati-Verteidiger Andrea Glauser ist aber vorderhand nicht zu rechnen. Bei Stürmer Sandro Schmid hat man bereits das Saisonende bekannt gegeben.


