Das sind die NL-Flop-Transfers
Welche Nati-Stars enttäuschen – und wer eine miese Quote hat

Der erste Eindruck zählt. Doch es gibt eine gute Nachricht für die Flop-Ten der Transfers: Sie haben noch viel Luft nach oben und es bleibt Zeit, um sich zu steigern.
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1

Kevin Labanc (30, SCRJ Lakers)

Als Attraktion unter den Ex-NHL-Spielern angepriesen, hat der US-Stürmer mit slowakischen Wurzeln in Rappi noch nicht begeistert. Er wirkt wie ein Fremdkörper und phasenweise dem Tempo des Spiels nicht gewachsen. Sein Offensiv-Motor stottert auch punktemässig mit nur zwei Toren und einem Assist aus zehn Partien. Labanc bleibt vieles noch schuldig.

Rappi-Stürmer Kevin Labanc (zwischen den Bernern Anton Lindholm und Waltteri Merelä) hat Anlaufschwierigkeiten.
Foto: keystone-sda.ch
2

Dominik Egli (28, Davos)

Vor zwei Jahren zog Egli seine Ausstiegsklausel, der Verteidiger wollte sich in Schweden bei Frölunda weiterentwickeln. Seine Rückkehr liess er sich mit einem Sechsjahresvertrag veredeln. Doch noch immer wartet man darauf, dass Egli in der Abwehr stärker auffällt und sie vor allem stabilisiert. Der Blueline-Spezialist mit dem gefürchteten Schuss spielt Powerplay, trotzdem steht er noch bei null Toren.

Von Nati-Verteidiger Dominik Egli muss noch mehr kommen.
Foto: keystone-sda.ch
3

Sonny Milano (30, Bern)

Blick kündigte den Mann mit den coolen Locken und dem rassigen Namen als eine der neuen Attraktionen an. Doch Milano ist noch nicht angekommen. Der Einfluss des Amerikaners aufs Spiel ist noch sehr gering. Ans grössere Feld scheint sich der ehemalige NHL-Stürmer noch gewöhnen zu müssen, auch wenn seine Skorerwerte (5 Spiele, 4 Punkte) akzeptabel sind.

Zwischen SCB-Stürmer Sonny Milano (links) und Sturmpartner Miro Aaltonen scheint es Diskussionsbedarf zu geben.
Foto: Pius Koller
4

Joël Vermin (34, Biel)

Nachdem Biel Johnny Kneubuehler vorzeitig nach Genf ziehen liess, wurde der bei Bern ausgemusterte und sich auf Klubsuche befindende ehemalige Nati-Stürmer präsentiert. Bislang ist das kein geglücktes Geschäft. Während Kneubuehler bei Servette eifrig wirbelt und skort, bleibt Vermin mehrheitlich unauffällig. Vielleicht ändert sich das noch – wegen einer Knie-OP im Frühling hatte er nicht die ideale Vorbereitung.

Nachdem Joël Vermin seine Sachen beim SCB packen musste, hat er in Biel noch keine Stricke zerrissen.
Foto: Pius Koller
5

Petr Kodytek (28, Ambri)

Es ist nicht so, dass der Tscheche im Ambri-Kollektiv abfällt. Aber nach zehn Spielen gerade mal ein Tor und ein Assist ist für einen, der zuvor in Finnland und Tschechien Jahr für Jahr beständig zwischen 34 und 37 Skorerpunkte abgeliefert hat, schon etwas mager. Kodytek hat definitiv noch viel Luft nach oben.

Der kleine Tscheche Petr Kodytek (hier bedrängt von Berns Benjamin Baumgartner) hat bei Ambri erst zwei Punkte gebucht.
Foto: Marusca Rezzonico/freshfocus
6

Fabrice Herzog (31, SCRJ Lakers)

Vorfreude und Erwartungen waren gross in Rappi – bisher erfüllte sie der Stürmer nicht. Er bleibt blass beim Kreieren von Torgefahr, und vor dem Kasten kann er sich nicht so behaupten, wie man es von einem Spieler mit seinen Massen erwarten darf. Auch in Zug blieb er letzte Saison ohne Einfluss aufs Spiel. Beim SCRJ fällt dies aber noch stärker ins Gewicht.

Fabrice Herzog konnte bei Rappi bisher noch keine Akzente setzen.
Foto: Freshfocus
7

Reto Berra (39, Kloten)

Nachdem er vorzeitig für zwei Jahre bei seinem Heimat-Klub unterschrieben hatte, erlebte er eine fantastische Zeit: Meister mit Fribourg zum Abschied, zum vierten Mal WM-Silber, Goalie des Jahres und Playoff-MVP. Doch bei Kloten geigt es noch nicht. Mit 86,01 % hat er die mieseste Abwehrquote der Liga.

Keine Seltenheit: Reto Berra ist geschlagen, der Gegner (hier die ZSC Lions) jubelt.
Foto: Keystone
8

Ken Jäger (28, Davos)

Der Rückkehrer wurde direkt mit dem Captain-Amt betraut. So gross wie die Fussstapfen von Vorgänger Stransky waren auch die Erwartungen. Der Bündner Nati-Spieler und dreifache Silberheld wird ihnen noch nicht gerecht. Auch wenn niemand auf die Idee kommt, von ihm zu verlangen, dass er so viele Tore schiesst wie sein tschechischer Vorgänger (letzte Quali 28): Ein Treffer ist wenig.

Der neue Captain beim HCD: Ken Jäger.
Foto: keystone-sda.ch
9

Ray Fust (23, Lausanne)

Nach sieben Jahren in den USA, wo er zuletzt für die Sacred Heart University im Bundesstaat Connecticut spielte, kehrte der Stürmer zu seinem Stammklub und Papa John (54), der Sportchef bei Lausanne ist, zurück. Bisher fiel der Schweiz-Kanadier mit Gardemassen (1,92 m/95 kg) nur durch eine Schlägerei mit Rappis Luca Capaul (1,78 m/83 kg) auf.

Sportchef-Sohn Ray Fust im Kampf mit Rappi-Verteidiger Luca Capaul.
Foto: keystone-sda.ch
10

Tim Wolf (34, Ajoie)

Die Jurassier holten auf diese Saison den zweifachen Aufstiegsgoalie (mit Ajoie und Kloten) zurück. Doch weshalb eigentlich? Damit er nicht bei einem aufstiegswilligen Swiss-League-Klub anheuert? Denn bis anhin wird Wolf nicht benötigt, die jungen Antoine Keller (22) und Noah Patenaude (23) teilen sich die Arbeit im Tor und machen das bis jetzt vorzüglich.

Bisher kam Tim Wolf bei Ajoie höchstens als Ersatzkeeper zum Zug.
Foto: Pius Koller
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
Lausanne HC
Lausanne HC
12
-1
18
6
HC Ajoie
HC Ajoie
12
-6
16
7
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
8
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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