Das sind die Top-Transfers der National League
Wer den Volltreffer landete – und wer ein Märchen schreibt

Der erste Eindruck zählt doppelt. Blick zieht eine erste Bilanz – das sind die Top 10 der Transfers in der National League.
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Darum gehts

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Marcel AllemannReporter Eishockey

1. Kristian Tanus (26, Ajoie)

Der Volltreffer. Eingewöhnungszeit? Brauchen nur andere. Der nur 1,70 Meter kleine Finne, der viermal mit Tappara Tampere Meister wurde, führt die Skorerliste der Liga souverän an – und im Block mit seinen Landsleuten Regie. Dabei hatte man seinen Eltern einst gesagt, dass sie froh sein können, wenn er einst laufen könne, weil er mit zwei Klumpfüssen zur Welt gekommen war.

Kristian Tanus ist ein Volltreffer.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

2. Simon Knak (24, ZSC Lions)

Der neue Trainer Claude Julien sah im Powerflügel sogleich den perfekten Kronprinzen für Andrighetto/Malgin. Knak packte die Chance an der Seite des Zauberduos am Schopf: Schon sieben Tore und vier Assists – der von Davos verpflichtete Nati-Stürmer dürfte seine bisherige Saisonbestmarke (23 Skorerpunkte) pulverisieren.

Simon Knak hat schon sieben Tore erzielt.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

3. Dario Rohrbach (28, Bern)

Es ist ein Hockey-Märchen, das Rohrbach schreibt. Als Junior fiel er in Langnau einst zwischen Stuhl und Bank, weil er rebellisch war. Doch über Basel in der dritthöchsten Liga und die Ticino Rockets in der Swiss League fand er den Weg zurück zu den SCL Tigers, wo er zum Nati-Stürmer aufstieg. Jetzt spielt er auch für den SCB locker auf.

Dario Rohrbach hat beim SCB eingeschlagen.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

4. Vinzenz Rohrer (22, Zug)

Der Österreicher mit Schweizer Lizenz, der letzte Saison noch bei den ZSC Lions spielte und dabei seine Unbeschwertheit verloren hatte, ist beim EVZ perfekt gestartet. Er hat in Zug eine grössere und offensivere Rolle bekommen und blüht wieder auf. Er macht sich auch keinen Druck mehr, den Sprung in die NHL schaffen zu müssen.

Vinzenz Rohrer blüht in Zug wieder auf.
Foto: Getty Images

5. Ludovic Waeber (30, Fribourg)

Der Heimkehrer ist der Nachfolger von Meistergoalie Reto Berra und in riesige Fussstapfen getreten. Allfällige Zweifel schiebt der von Kloten geholte Waeber locker beiseite. Mit 92,12 Prozent liefert er derzeit die beste Abwehrquote seiner National-League-Karriere, strahlt Ruhe und Sicherheit aus. Dass er unter besonderer Beobachtung liefert, stellt auch seine mentale Stärke unter Beweis.

Ludovic Waeber strahlt Ruhe und Sicherheit aus.
Foto: Pius Koller

6. Roby Järventie (24, Ambri)

Die Knieprobleme, die den talentierten Finnen in den letzten Jahren in Nordamerika zurückgeworfen und gar seine Karriere gefährdet hatten, hat er überwunden. Beschwerden hatte er nur, weil er einen Schuss geblockt hatte. Trainer Jussi Tapola will aus seinem Landsmann, der über einen grandiosen Schuss und grosse offensive Qualitäten verfügt, einen kompletteren Spieler machen.

Roby Järventie ist die torgefährliche Waffe in Ambris Offensive.
Foto: keystone-sda.ch

7. Tim Berni (26, ZSC Lions)

Gestählt durch die NHL, AHL, drei Jahre in Genf und die ersten drei grossen Turniere mit der Nati ist der verlorene Sohn nach Zürich heimgekehrt. Es ist ein perfektes Timing, der Verteidiger tritt enorm solide auf, gewinnt viele Pucks und sorgt für einen gepflegten Spielaufbau. Mit +8 hat Berni aktuell die beste Plus-Minus-Bilanz in der Liga.

Tim Berni stellt einen grossen Mehrwert für die Verteidigung der ZSC Lions dar.
Foto: keystone-sda.ch

8. Ian Mitchell (27, Bern)

Speziell für Abwehrspieler ist es nicht einfach, sich an die Verhältnisse in Europa zu gewöhnen, weil es mehr Platz gibt, den man verteidigen muss. Ein offensiv ausgerichteter, mobiler Verteidiger wie Mitchell profitiert aber auch von den grösseren Eisfeldern. So hat der Kanadier in den letzten vier Partien stets zwei Assists gebucht und ist der Topskorer beim SCB.

Ian Mitchell hat beim SCB keine Anlaufschwierigkeiten.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

9. Nando Eggenberger (27, SCL Tigers)

Nicht selten landen anderswo ausrangierte Spieler in Langnau. Und nicht selten packen sie da ihre womöglich letzte Chance. Nach Jérôme Bachofner schickt sich nun auch das ewige Talent Eggenberger an, selbiges zu tun. In der starken Linie mit Flavio und Julian Schmutz sorgt der Churer für mächtig Wirbel. Ein dickes Kompliment gab es dafür unlängst von Julian Schmutz: «Nando geht wie ein Töff!»

Nando Eggenberger wirbelt bei den SCL Tigers.
Foto: keystone-sda.ch

10. Stefan Rüegsegger (28, Lausanne)

Fünfeinhalb Jahre war die Swiss League (Langenthal, ChdF) die Heimat des Thuners und ehemaligen Langnau-Juniors. Bis er auf diese Saison in Lausanne als Spätberufener doch noch die Chance auf die National League erhielt. Rüegsegger nutzt sie, gefällt mit seiner physischen Spielweise und hat auch schon drei Tore geschossen.

Stefan Rüegsegger zeigt in Lausanne, dass er in der Swiss League keinen Rost angelegt hat.
Foto: keystone-sda.ch
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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