BERN - BIEL
2:44
SC Bern – EHC Biel 4:2:Bemström schiesst SCB mit Traumtor zum Derby-Sieg

Erster Sieg nach vier Pleiten
Bern feiert einen neuen und einen alten Helden

Da war jede Menge Druck auf dem Kessel. Mit dem Derby-Sieg gegen Biel konnte der SCB ein wenig Dampf ablassen und nach vier Niederlagen in Folge wieder einmal jubeln.
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SCB-Stürmer Tristan Scherwey bedankt sich nach dem Sieg gegen Biel bei den Fans.
Foto: keystone-sda.ch
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Tristan Scherwey (35) durchlebt eine herausfordernde und neue Phase in seiner langen Karriere. Seine Rolle im Team ist geschrumpft. Bereits zweimal – zu Hause gegen Davos und ausgerechnet in seiner Heimatstadt Freiburg – sass er überzählig auf der Tribüne und zuletzt fehlte er verletzt.

Im Derby gegen Biel ist der SCB-Publikumsliebling wieder da und zeigt eine starke Leistung. Und nachdem er mit dem 4:2 ins leere Tor den Schlusspunkt gesetzt hat, ist er der gefeierte Mann.

«Ich denke, man wusste um die Wichtigkeit dieses Spiels. Wir wollten zu Hause ein anderes Gesicht zeigen. Wir wissen, dass wir es können», sagt er. «Die Geschichte des Spiels hat dazu gepasst. Wir haben souverän 2:0 geführt und dann irgendwie kurz den Faden verloren. Und nachher hat Emil Bemström ein enorm wichtiges Tor geschossen.»

«Ich bin stolz, wie es gekommen ist»

Sein Tor habe zu seiner Leistung gepasst, so Scherwey. «Ich habe mich gut gefühlt und war gut vorbereitet. Ich war mir darüber im Klaren, was ich bringen will und bin sehr stolz, wie es gekommen ist. Es ist ein wichtiger Prozess für mich.» Und Trainer Serge Aubin sagt: «Ich habe mich für Tristan gefreut, dass er belohnt wurde.»

Ist das die Wende für den SCB? «Schwierig zu sagen», antwortet Scherwey. «Wir wollen sicher am Samstag nach Ambri fahren und die drei Punkte holen. Wir sind dort, wo wir sind. Wir können es nicht verleugnen.» Mit dem Erfolg klettert der SCB auf Platz 9.

Dass es trotz einiger Fehler und Mängel zum Sieg gegen Biel reicht, hat der SCB nicht zuletzt Goalie Christof von Burg (25) zu verdanken, der sein Team mit seinen Paraden im Spiel hält und in seinem ersten Spiel in der Postfinance-Arena keine Anzeichen von Lampenfieber verrät.

«Was letztes Jahr war, haben wir vergessen»

«Es war unglaublich, mega schön, endlich mal vor den eigenen Fans zu spielen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt und es war ein wichtiger Sieg, schön, dass wir den Fans das schenken konnten», sagt von Burg. «Ich bin äusserst dankbar, dass ich da bin, wo ich bin. Ich will es einfach geniessen.»

Letzte Woche hatte von Burg seinen Vertrag bis 2030 verlängert, obwohl er letzte Saison kein einziges Spiel für den SCB bestreiten durfte. «Grundsätzlich fühle ich mich einfach mega wohl hier und ich glaube, alles, was letztes Jahr war, haben wir vergessen», erklärt der Aargauer. «Ich spüre viel Unterstützung vom Klub und es passt einfach für mich hier in der Mannschaft wie auch in der Stadt allgemein.»

Auch für den Keeper gab es nach seinem dritten NL-Spiel und zweiten Sieg Zucker von Aubin. «Burgy hat ein paar grossartige Paraden gezeigt», sagt der Kanadier. «Ich freue mich für das Team, aber wir sind noch nicht vollkommen zufrieden – wir können es noch besser.»

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
9
17
25
2
SCL Tigers
SCL Tigers
10
8
18
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
10
3
18
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
10
10
17
5
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
9
-5
14
6
HC Ajoie
HC Ajoie
10
-4
14
7
HC Davos
HC Davos
10
-3
13
8
SC Bern
SC Bern
8
0
12
9
HC Lugano
HC Lugano
9
2
12
10
Lausanne HC
Lausanne HC
10
-7
12
11
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
10
-11
11
12
EV Zug
EV Zug
6
8
10
13
EHC Biel
EHC Biel
9
-3
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
10
-15
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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