Mission Wiederaufstieg
U18-Nati steht an der B-WM unter Zugzwang

Letztes Jahr wurde das Schweizer Eishockey durch den Abstieg der U18-Nati erschüttert. Deshalb muss sich das Team von Patrick Schöb jetzt in Polen abmühen.
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Der Auftrag ist klar: U18-Nati-Coach Patrick Schöb und sein Assistent Andreas Götz sollen in Polen den Wiederaufstieg schaffen.
Foto: Pius Koller
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Patrick Schöb (39), der Trainer der U18-Nati, ist schon viel herumgekommen in der (Hockey-)Welt. Letztes Jahr betreute er die U17 bei den olympischen Jugendspielen in Georgien, wo die Schweiz Gold gewann, und jetzt folgt in Polen das nächste Abenteuer. «Für mich ist es Land Nummer 16», sagt der Rheintaler.

Im Kurort Krynica-Zdroj betreten die Schweizer Junioren Neuland. Die Gegner sind nach dem ersten Abstieg seit 2005 nicht mehr Kanada, Schweden, Finnland oder Tschechien, sondern zum Start am Samstag Polen und darauf Slowenien, Ungarn, Kasachstan und die Ukraine. 

Da trägt die Schweiz als Absteiger zwangsläufig die Favoritenrolle. «Das müssen wir», sagt Schöb, ohne Umschweife. «Das Ziel ist der direkte Wiederaufstieg.»

Sieg im letzten Test gegen Ungarn

Der Modus des Turniers lässt keinen Raum für Fehltritte. Es gibt keine K.o.-Spiele, das Beste der sechs Teams steigt auf. Schöb, der ansonsten als Assistenzcoach beim SC Bern tätig ist und nach der Entlassung von Jussi Tapola im Oktober für zwei Spiele das Sagen hatte, nutzt die Vorbereitungsspiele in Polen, um die unbekannte Konkurrenz zu beobachten. Zudem spielten auch die Schweizer vor Ort ein letztes Testspiel gegen Ungarn (6:3). «Es wird sicher jeder Gegner in den Spielen gegen uns parat sein und sein Bestes gegen den Absteiger geben wollen», glaubt Schöb.

Das Schweizer Aufgebot für die U18-WM in Polen

Goalies: Silvano Andri (Davos), Yannis Zambelli (Lugano), Dominic Ziegler (Bern).

Verteidiger: Lou Bächler, Joshua Brander (beide Davos), Niccolò Castiglioni (Lugano), Julian Fuhrer (Biel), Laurin Fuhrer (SCRJ Lakers), Lennox Hirt (GCK/ZSC Lions), Gian Keller (Kloten).

Stürmer: Raphaël Achermann (Fribourg), Thierry Berger (Bern), Fabrice Bouvard (GCK/ZSC Lions), Jan Daron (Zug), Janis Grossniklaus (Malmö Redhawks /Sd), Yanis Lutz (Peterborough Petes/OHL), Tim Münger (Täby/Sd), Jonah Neuenschwander (Biel), Nevio Reist, Niclas Rentsch (beide SCL Tigers), Maxime Sauthier (Cape Breton Eagles/QMJHL), Kimi Sutter (GCK/ZSC Lions), Clemens Troxler (Linköping/Sd).

Goalies: Silvano Andri (Davos), Yannis Zambelli (Lugano), Dominic Ziegler (Bern).

Verteidiger: Lou Bächler, Joshua Brander (beide Davos), Niccolò Castiglioni (Lugano), Julian Fuhrer (Biel), Laurin Fuhrer (SCRJ Lakers), Lennox Hirt (GCK/ZSC Lions), Gian Keller (Kloten).

Stürmer: Raphaël Achermann (Fribourg), Thierry Berger (Bern), Fabrice Bouvard (GCK/ZSC Lions), Jan Daron (Zug), Janis Grossniklaus (Malmö Redhawks /Sd), Yanis Lutz (Peterborough Petes/OHL), Tim Münger (Täby/Sd), Jonah Neuenschwander (Biel), Nevio Reist, Niclas Rentsch (beide SCL Tigers), Maxime Sauthier (Cape Breton Eagles/QMJHL), Kimi Sutter (GCK/ZSC Lions), Clemens Troxler (Linköping/Sd).

Unter der Saison hatten die Schweizer gegen die Grossen des Welt-Hockeys geprobt und konnten dabei meist gut mithalten. So besiegte man beim prestigeträchtigen Hlinka Gretzky Cup neben Deutschland (5:2) auch Finnland (4:3 n.V.).

Der bekannteste Spieler in Schöbs Aufgebot ist Stürmer Jonah Neuenschwander (17), der schon zwei U20-Weltmeisterschaften bestritten hat, in der National League bei Biel mit 12 Punkten (5 Tore) eine Bestmarke in seiner Altersstufe aufstellte und danach die Seeländer zum U21-Titel führte. Er ist auch der einzige Spieler im Team mit Jahrgang 2009, nachdem Kloten-Verteidiger Philip Moser (16) verletzt passen musste.

Zwei Stürmer aus den kanadischen Juniorenligen dabei

Neben Neuenschwander konnten auch EVZ-Stürmer Jan Daron (9 Spiele, 1 Tor) und Rappi-Verteidiger Laurin Fuhrer (1 Spiel) schon ein wenig NL-Erfahrung sammeln.

Um den Aufstieg zu schaffen, setzt man ansonsten auf die 2008er, die schon seit zwei Jahren zusammenspielen. So wird auch auf ZSC-Juwel Lionel Dedial (15), das die U18-Finalserie gegen Kloten fast im Alleingang entschieden hat, verzichtet. Der Stürmer sammelt derweil in der U17 gegen starke Gegner internationale Erfahrung.

Schöb kann auch auf die beiden in Nordamerika tätigen Stürmer Yanis Lutz (Peterborough Petes) und Maxime Sauthier (Cape Breton Eagles) zählen, nachdem sie in ihren Junioren-Ligen aus den Playoffs ausgeschieden sind.

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Schweiz
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Tschechische Republik
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