Emotionen im Viertelfinal
Viel Frust beim EVZ – Aufräum-Ämtli für HCD-Youngster

HCD-Goalie Aeschlimann am Boden, das offene Tor vor sich. «Wie konnte ich diese Chance nicht machen?» Das fragte sich EVZ-Slowake Tomas Tatar nach der zweiten Niederlage. Und: Welchen Job HCD-Youngster Waidacher nach seiner Flugeinlage noch erledigen musste.
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Tomas Tatar kanns nicht glauben: Seine Zuger vergaben gegen den HCD viele Chancen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • EVZ vergibt Top-Chancen gegen Davos, verliert trotz starkem Spiel
  • Sklenickas harter Check lässt Waidacher spektakulär durch die Luft fliegen
  • Sechs Minuten vor Schluss erste Strafen in einst hitzigem Playoff-Duell
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Frust

Die Zuger erspielten sich gegen einen normalerweise gut organisierten HCD zahlreiche Top-Chancen – die sie allesamt versemmelten. Hat vielleicht auch damit zu tun, dass Davos-Goalie Sandro Aeschlimann einen astreinen Abend einzog und mit starken Paraden auftrumpfte. Wie vier Minuten vor Schluss, als der Keeper nach einem Tohuwabohu vor seinem Kasten ohne Stock auf dem Eis lag und Zugs Tomas Tatar aus nächster Nähe das offene Tor vor sich hatte. «Ich sah ihn so und wollte so schnell wie möglich schiessen», erzählt der Slowake, der Minuten später noch den Kopf schüttelt ob der verpassten Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich. «Dann blieb der Puck irgendwo an ihm hängen und ging nicht rein.» Vor ihm scheiterten Wingerli, Kovar, Sklenicka, Hofmann und Künzle aus bester Position. «Das ist frustrierend», so Tatar, denn man habe abgesehen von der Chancenauswertung ein gutes Spiel abgeliefert. «Aber manchmal läuft es so im Eishockey. Das müssen wir rasch abhaken.»

Aeschlimann pariert mirakulös im Liegen gegen Tatar
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Zuger können es nicht glauben:Aeschlimann pariert mirakulös im Liegen gegen Tatar

Flugshow und Aufräum-Ämtli

Auch im zweiten Duell lud EVZ-Verteidiger David Sklenicka einen Gegner auf und liess ihn durch die Luft fliegen: In der Schlussphase des Startdrittels segelte Davos-Youngster Beni Waidacher über den Tschechen und landete mit der Stilnote sechs wieder auf beiden Kufen. «Das ist Playoff-Hockey. Ich habe nicht erwartet, dass er so tief geht. Aber der Check sieht brutaler aus, als er ist, wehgetan hat das nicht», erzählt der 19-Jährige, der einer der Letzten ist, der aus der HCD-Garderobe kommt. Der Grund? Der Teenager ist der jüngste Stammspieler im Team und hat deshalb das Aufräum-Ämtli. Er sammelt allfällig liegengebliebenen Abfall auf und muss schauen, «dass wir die Garderobe so verlassen, wie wir sie angetroffen haben.» Vor Waidacher läuft Yannick Frehner zum Teambus, das Sklenickas-Opfer aus Spiel eins. «Das scheint seine Spezialität zu sein», bemerkt er, «und bei mir musste er ja noch tiefer runter».

Sklenicka lässt mit Monster-Check die Menge toben
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Waidacher macht einen Salto:Sklenicka lässt mit Monster-Check die Menge toben

Disziplin ging doch noch flöten

Die Duelle zwischen Zug und Davos sind bekannt für hochkochende Emotionen. Doch in Spiel zwei blieb lange alles ruhig. Die Zuger konnten ihren Frust über die Ladehemmung kontrollieren, der eingesetzte Daniel Vozenilek zeigte seine gezähmte Seite. Bei den Davosern fehlte Heissmacher Brendan Lemieux (bewusst?) überzählig, und auch die Bündner liessen sich lange zu keinen Schandtaten hinreissen. Bis in die Schlussminuten blieb das Strafenblatt leer. Erst im letzten Zuger Ansturm mussten sich die Davoser noch vehementer zur Wehr setzen, sechs Minuten vor Ende setzte es die ersten Strafen ab.

Mit Ausländerwahl verpokert?

Apropos Vozenilek. EVZ-Trainer Benoît Groulx nahm eine Änderung vor bei den Söldnern. Er setzte auf Vozenilek (für mehr Emotionen?) und liess Ex-NHL-Stürmer Dominik Kubalik auf der Tribüne. Klar, der Tscheche hatte in Spiel eins nicht übermässig geglänzt, weder offensiv noch defensiv. Er ist aber doch eher mal gut für einen Treffer als sein Landsmann. Hat sich Groulx bei seiner Ausländerwahl verpokert und das Spiel – sowie die Serie – so aus der Hand gegeben?

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