Darum gehts
- Lakers feiern ersten Heimsieg gegen Fribourg mit 2:1 am Sonntagabend
- 218 Strafminuten im ersten Spiel der Serie – Rekord im Playoff
- Melvin Nyffeler glänzt mit 34 Paraden, sichert den Sieg für Lakers
Heimsieg
Nach fünf Auswärtssiegen in den fünf Duellen gegen Fribourg dieser Saison landen die Lakers am Sonntagabend den ersten Heimsieg (2:1). Dabei hätten es sich die St. Galler – dank «Auswärts-Vorteil» – auch leisten können, wenn es in dieser Viertelfinal-Serie keinen Heimsieg gegeben hätte.
Strafen
Im ersten Akt der Serie hatten Gottéron und Rappi mit 218 Strafminuten einen neuen Playoff-Rekord aufgestellt. Auch in der zweiten Partie fahren die Unparteiischen lange eine strenge Linie und verteilen zwölf Zwei-Minuten-Strafen (fünf gegen Rappi, sieben gegen Fribourg). Da es aber aufgrund des engen Spielstands keine Schlägereien und grossen Strafen gibt, beträgt das Total nur 24 Minuten.
Jelovac polarisiert
Am Freitag hatte Igor Jelovac mit seinem provokanten Jubel (Hand hinters Ohr à la «ich kann euch nicht hören») nach seinem 5:1 für eine wilde Schlussphase gesorgt und sich mit Patrik Nemeth geprügelt. Als sein Name dann beim Heimspiel verlesen wird, hat er das grösste Echo. Die Rappi-Fans feiern den Strafenkönig der Quali (84 Minuten) und der bisherigen Playoffs (39), während es aus dem Gästesektor Pfiffe und Buhrufe gibt.
Powerplay-Kummer
Das Überzahlspiel bringt Fribourg in Bedrängnis. Schon im Game 1 konnten sie elf Minuten Powerplay-Zeit nicht nutzen – und mussten gar noch einen Shorthander durch Sandro Zangger (zum 0:2) hinnehmen. In Rapperswil-Jona steht die Mannschaft von Roger Rönnberg acht Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis. Wieder können sie Melvin Nyffeler nicht bezwingen. Dabei hatte Gottéron in der Quali noch das drittbeste Powerplay (nach Davos und Lausanne) gehabt. Den Lakers hingegen gelingt in Überzahl der Ausgleich zum 1:1 durch Tyler Moy.
Besserung
In der zweiten Pause gibt der verletzte Lakers-Captain Nico Dünner ein Interview im Stadion-TV. Wie es seiner Hand gehe, wird er da gefragt. «Darüber sollte man in den Playoffs nicht sprechen», antwortet er, ehe er anfügt: «Es sieht gut aus.» Als seine Verletzung, die er sich während der Olympia-Pause in Kloten zugezogen hatte, was eine Operation notwendig machte, am 24. Februar kommuniziert wurde, ging man von einer Pause von sechs Wochen aus.
Puck-Glück
Während man sich bei Gottéron über die verpassten Chancen ärgerte, sagte SCRJ-Verteidiger Mika Henauer: «Im dritten Drittel hätten sie sicher das eine oder andere Tor schiessen können. Wir hatten da sicher auch das Puck-Glück auf unserer Seite. Doch wir haben uns das verdient. Es war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Umso schöner, dass wir dann auch den Sieg holen konnten.» Einen grossen Anteil daran hat auch Goalie Melvin Nyffeler, der 34 Paraden zeigt.

