Darum gehts
- ZSC schlägt Lugano 3:0 im Playoff-Auftakt in Zürich
- Traumduo Andrighetto und Malgin an allen drei Toren beteiligt
- 12'000 Fans sahen nur eine Strafe in der 59. Minute
Traumduo
Dass Sven Andrighetto und Denis Malgin die Taktgeber der ZSC Lions sind, ist schon länger bekannt. Doch gegen Lugano scheinen sie sich besonders gerne auszutoben. Zusammen hat das Traumduo in den fünf bisherigen Saisonduellen (vier ZSC-Siege) bereits 16 Skorerpunkte zelebriert – beide kommen auf jeweils 4 Tore und 4 Assists. Von den bislang 18 Toren diese Saison gegen Lugano sind entweder Malgin oder Andrighetto oder beide zusammen an 12 beteiligt. Beim 3:0-Sieg am Samstag zum Playoff-Auftakt an allen: Malgin trifft beim 1:0 auf Pass von Andrighetto, dieser bereitet das 2:0 von Grant vor, das 3:0 markiert Malgin ins leere Tor. Wenn Lugano die Kreise von «Malghetto» nicht besser stören kann, werden die Tessiner in dieser Playoff-Serie auf verlorenem Posten sein.
Comeback-Motor
Über einen Monat hat Denis Malgin wegen seiner an den Olympischen Spielen in Mailand erlittenen Schulterverletzung keinen Ernstkampf mehr bestritten – und dann ging es für ihn beim Comeback gleich in die Playoffs. Doch Anlaufzeit benötigt der Edeltechniker trotzdem keine, das erste seiner zwei Tore erzielt er bereits in der 4. Minute. ZSC-Trainer Marco Bayer ist beeindruckt: «Er war unser Motor, ging voraus, es war super.» Malgin selber befindet, dass man spielerisch allgemein noch etwas rostig war: «Die Präzision im Spielaufbau hat noch etwas gefehlt.» Bayers Gesamtanalyse: «Zwei Drittel waren wir noch nicht da, wo wir sein wollen. Im dritten Drittel kamen wir dem, wie wir spielen wollen, einen Schritt näher.»
Strafenarmut
Wenn die ZSC Lions und Lugano aufeinandertreffen, dann fliegen regelmässig die Fetzen. Nicht so beim Playoff-Auftakt. Auf die erste Strafe mussten die 12'000 Zuschauer in der ausverkauften Swiss Life Arena bis zur 59. Minute (!) warten, als sich Luganos Connor Carrick und ZSC-Stürmer Juho Lammikko dazu entschieden, sich noch kurz gegenseitig die Nase zu polieren. Lugano-Verteidiger Mirco Müller kann sich nicht erinnern, schon mal einen Playoff-Match erlebt zu haben, der bis zur vorletzten Minute ohne Strafminuten ausgekommen ist, «es war ein intensives, aber faires Spiel. Die erste Partie einer Serie ist oft ein Abtasten, aber ich denke, dass es von Spiel zu Spiel intensiver wird». Und Marco Bayer, der sich als Trainer natürlich über eine disziplinierte eigene Mannschaft freuen kann, sagt dazu: «Es kommt jeweils auf die Linie der Schiedsrichter an und die Spieler versuchen, sich an diese heranzutasten.»
Verpasste Chance
Der HC Lugano ist trotz der 0:3-Niederlage in Zürich über weite Strecken die bessere und gefährlichere Mannschaft. Die ZSC Lions brauchen einen herausragenden Simon Hrubec im Tor und eine Defensive, die vor dem eigenen Tor hart arbeitet, um das Spiel und damit den Heimvorteil in der Serie nicht aus den Händen zu geben. Lugano hat eine grosse Chance verpasst, trotzdem will Mirco Müller die guten Anlagen in den Vordergrund stellen: «Wir müssen so weiterspielen, aber noch mehr Druck aufs Tor machen, um auch das Glück auf unsere Seite zu ziehen.»
Geburtstagskinder
Beim Playoff-Auftakt zwischen dem ZSC und Lugano gibt es gleich zwei prominente Geburtstagskinder, Sven Andrighetto wird 33 und Mirco Müller 31. Den schöneren Geburtstag erlebt selbstredend Andrighetto mit dem Sieg. Danach stimmen die Fans für ihn auch noch ein «Happy Birthday» an. Müller sagt derweil: «Ich hoffe, dass es auf dem Heimweg trotzdem mindestens noch ein Stück Kuchen für mich gibt.»
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