Darum gehts
- Der EVZ schlägt die Lakers 5:2, Genoni glänzt im ersten Play-In-Duell
- Die Lakers müssen am Samstag in Rappi-Jona mit vier Toren Unterschied siegen
- Ein Genoni in Playoff-Form ist schwierig zu bezwingen
Zwischen den Lakers und ihrer ersten Playoff-Quali-Chance steht einer, den man da als Gegner nicht unbedingt haben möchte: Leonardo Genoni. Verschiedene Trainer betonen übereinstimmend, dass sie für ein wichtiges Spiel am liebsten einen Torhüter wie den dreifachen WM-Silberhelden und siebenfachen Meister zur Verfügung hätten. Wenns zählt, setzt man auf den 38-Jährigen.
Genoni ist es, der beim EVZ die Ruhe behält in den stürmischen Zeiten, die seine Mannschaft in dieser Saison durchgestanden hat. Er hält sie dabei einigermassen auf Kurs. So manche Gegner beissen sich an ihm die Zähne aus. Wie die Lakers im ersten Play-In-Duell. Das Team aus Rapperswil-Jona macht zwar einen 0:2-Rückstand wett – Genoni danach aber die Schotten dicht. Wie schon oft.
Auch Genoni hat mal einen schlechteren Abend
Die 2:5-Pleite in Zug bedeutet für die Lakers nun, dass sie im Rückspiel in Rappi-Jona am Samstag mit vier Toren Unterschied gewinnen müssen, um diesen ersten Playoff-Puck zu verwerten. Ergo: Übergoalie Genoni müssen mindestens vier Buden eingeschenkt werden. Eine Mission impossible? Nicht unbedingt für die Lakers, wenn man auf die Duelle der Regular Season blickt.
Sie wissen: Auch Genoni zieht mal einen schlechteren Abend ein. Wie beim ersten Aufeinandertreffen Ende September. Rappi gewinnt 6:0 in Zug, der Torhüter wird nach 25 Minuten und dem vierten Gegentor ausgewechselt – mit einer unterirdischen Fangquote von 75 Prozent. Zwei der drei weiteren Partien verliert der EVZ gegen den SCRJ mit Genoni im Kasten, obwohl dessen Fangquote wieder auf über 90 Prozent schnellt. Zuletzt die Hauptprobe vor den Play-Ins am Samstag mit 2:3 in der Verlängerung.
Den Lakers ist im ersten Play-In-Duell zudem nicht entgangen, dass der sonst besonnene Keeper nach den Gegentreffern auffälliger reagiert als gewohnt. Ihr Pech: Genoni wächst genau dann über sich hinaus, wenn er muss. Sehen wir am Samstag also einen Genoni in Playoff-Form, wird es für Rappi eine schwierige Mission, den Zugern noch die Playoff-Quali zu entreissen. Danach bleibt den Lakers die zweite Chance gegen Biel oder Bern.

