Diese Coach's Challenge von Dubé wird Biel zum Verhängnis
1:04
Bern kann aufholen:Diese Coach's Challenge von Dubé wird Biel zum Verhängnis

Dubé-Poker gegen den SCB misslingt
«Manche würden vielleicht sagen, dass ich zu grosse Eier habe»

Der SCB profitiert von einer missglückten Coach's Challenge von Biel-Trainer Christian Dubé, nutzt das Powerplay zum 3:4 und bleibt so im Rennen um einen Playoff-Platz.
Kommentieren
1/5
Wird Biel-Coach Christian Dubé seine Entscheidung, die Schiedsrichter zum Videobeweis aufzufordern, noch bereuen?
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SCB verliert Play-in-Hinspiel gegen Biel 1:4 in Tissot-Arena
  • Dubés Coach's Challenge scheitert und bringt Biel das 4:3
  • Regel 69.1 sorgt erneut für Diskussionen nach Videokonsultation
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Die Saison ist für den SCB schon fast gelaufen. 1:4 liegt die Mannschaft von Heinz Ehlers im Play-in-Hinspiel in Biel zurück. Dann gibt Romain Loeffel dem Team mit seinem Treffer wieder ein wenig Hoffnung. Doch der Vorsprung der Seeländer beträgt immer noch zwei Tore. Nach einigen Sekunden des Zögerns nimmt Christian Dubé aber seine Coach's Challenge. Die Schiedsrichter müssen die Videobilder wegen einer angeblichen Behinderung an Goalie Harri Säteri konsultieren.

Sever und Sallinen tanzen SCB-Hintermannschaft aus
5:28
Biel – Bern 4:3:Sever und Sallinen tanzen SCB-Hintermannschaft aus

Ist sich Dubé sicher, dass dies der richtige Entscheid ist? Das fragen sich viele in der Tissot-Arena und halten den Atem an. Klar ist: Wenn die Unparteiischen keinen Beweis für ein Vergehen sehen, bleiben sie nicht nur beim Entscheid, den sie auf dem Eis getroffen haben, und validieren das Tor, sondern brummen dem EHCB wegen Spielverzögerung eine Bankstrafe auf. 

Hat Dubé angesichts des hohen Einsatzes nicht gezögert? «Nein», sagt er. «Manche würden vielleicht sagen, dass ich zu grosse Eier habe. Aber wenn ich es noch einmal tun müsste, würde ich nicht anders handeln.»

Merelä: «In dieser Liga weiss man nie»

Dubés Poker geht nicht auf. Und es passiert, was manche schon ahnen: Im darauffolgenden Boxplay kassiert Biel auch noch das 4:3. Dubés Challenge könnte dieses Play-in-Duell, das schon entschieden schien, kippen. «Für uns ist das eine Behinderung des Torhüters. Wir haben uns die Szene in der Kabine noch einmal angesehen. Es war die richtige Entscheidung. Und die Bilder geben uns recht.»

SCB-Coach Heinz Ehlers sieht es ganz anders. «Für mich war es ein klares Tor», sagt der Däne. «Aber dann haben die Schiedsrichter so lange gezögert und du bekommst selbst Zweifel.» Und Stürmer Waltteri Merelä sagt: «In dieser Liga weiss man nie, wie es rauskommt. Man hat schon viele Dinge gesehen. Deshalb ist man immer etwas nervös. Aber unsere Leute oben auf der Tribüne haben uns sofort gesagt, dass das Tor zählen muss.»

Es ist nicht das erste Mal und wird nicht das letzte Mal sein, dass die Regel 69.1 («Behinderung am Torhüter») für Diskussionen sorgen wird. Beim letzten Duell zwischen Bern und Biel (2:3) vor weniger als zwei Wochen hatte Dubé noch Erfolg mit einer Coach's Challenge gehabt und das vermeintliche 3:2 von Joël Vermin war wegen einer Goalie-Behinderung von Tristan Scherwey weggeputzt worden. Ein Entscheid, für den nicht jeder in Bern Verständnis hatte. 

Helfenstein versteht diese Torregel nicht
1:03
Umstrittene Szene in Biel:Helfenstein versteht diese Torregel nicht

Wer unter diesen Verhältnissen eine Coach's Challenge annimmt, spielt Roulette. Oder im Fall von Dubé könnte es gar russisches Roulette gewesen sein, wenn Biel am Samstag in Bern den knappen Vorsprung nicht über die Runden bringt.

Dubé: «Sie sind es, die unter Druck stehen»

«Ich habe den Jungs gesagt, dass sie gewonnen haben und ihnen gratuliert», sagt der Kanadier. «Ich habe ihnen nichts vorzuwerfen. Ihre Einstellung war den ganzen Abend über tadellos.» Er bedauerte nur, dass seine Mannschaft nicht das 5:1 erzielte, als sie ein zweites Mal in doppelter Überzahl spielen konnte. «Wenn wir dieses zusätzliche Tor hätten erzielen können, wäre es vorbei gewesen.»

«Das wird wie jedes andere Spiel – wir wollen gewinnen»
1:07
Biel-Sever blickt voraus:«Das wird wie jedes andere Spiel – wir wollen gewinnen»

Dies hindert Dubé jedoch nicht daran, dem Rückspiel am Samstag optimistisch entgegenzusehen. «Man darf nicht vergessen, dass sie es sind, die unter Druck stehen. Nicht wir. Wir haben zu Hause gewonnen und wenn wir mit dem gleichen Willen dorthin fahren, können wir uns dort durchsetzen. Das haben wir vor kurzem bereits getan. Ich gehe nicht mit einer negativen Einstellung aus diesem Spiel. Das habe ich den Jungs auch gesagt. Sie waren nach dem Spiel ein bisschen down, das ist normal. Aber sie dürfen nicht vergessen, dass wir gewonnen haben.»

Untersander: «Strafen haben uns aus dem Konzept geworfen»
1:00
SCB-Captain nach Niederlage:Untersander: «Strafen haben uns aus dem Konzept geworfen»
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen