Es gab Zeiten, da stemmten der SC Bern und der EHC Biel den Pokal in die Höhe. Bei den Stadtbernern ist es schon sieben, bei den Seeländern gar 43 Jahre her. 1978, 81 und 83 kamen sie zu Meisterehren, wobei sie den ersten Titel dem SCB verdanken. Denn die Stadtberner gewannen in der letzten Runde das Derby in Langnau. So konnte Biel die Emmentaler noch abfangen. Der Helikopter, der den Pokal von der Ilfis nach Biel hätte bringen sollen, konnte nicht starten, sodass die Bieler zwei Stunden warten mussten, bis die Trophäe mit dem Auto eintraf. Als Meisterprämie gab es für die Spieler von Präsident Willy Gassmann Ferien auf den Bahamas.
Am zweiten Bieler Meistertitel hatten mit dem Kanadier Serge Martel und Giovanni Conte zwei Stürmer einen grossen Anteil, die man dank des spendablen Verlegers dem SCB abgeworben hatte.
1989 trafen der SCB und Biel erstmals in den Playoffs aufeinander. Bern gewann beide Viertelfinal-Spiele (4:1 und 5:2) und zog später in den Final ein. Auch in den drei nächsten Playoff-Duellen setzte sich der SCB durch und erreichte dann nicht nur den Final, sondern wurde 1990, 2017 und 2019 Meister.
Fliegende Fäuste und Playoff-Rekord
Der Zufall will es, dass auch Biel nach dem ersten Playoff-Sieg gegen den Kantonsrivalen im Final stand. Doch die Mannschaft von Antti Törmänen verlor 2023 die Finalissima in Genf.
Besonders heiss waren die Playoff-Duelle 2017 und 2019. Im ersten setzte sich der SCB im Viertelfinal 4:1 durch. Doch die geschlagenen Seeländer beklagten sich über die Schiedsrichter. Der damalige Präsident Andreas Blank sagte: «Im Zweifel wird in dieser Serie immer für den SCB gepfiffen!»
Im vierten Spiel flogen nach der Sirene die Fetzen. SCB-Provokateur Thomas Rüfenacht und Robbie Earl gerieten aneinander. Biel-Riese Dave Sutter schnappte sich Andrew Ebbett. Da der Kanadier von zwei Bielern bearbeitet wurde, mischte sich SCB-Goalie Leonardo Genoni ein – und kassierte dabei gleich selbst eine Abreibung. Tristan Scherwey sah von der Bank aus, wie sich Marco Pedretti am SCB-Goalie vergriff, und hechtete aufs Eis, um zu helfen. Das Resultat: 131 Strafminuten – Playoff-Rekord.
Zwei Jahre später führte Biel in der Halbfinal-Serie 2:0 und 3:2, liess sich die Butter aber vom Brot nehmen. Bitter: Im entscheidenden Spiel in Bern fiel Goalie Jonas Hiller nach einer Kollision mit Earl und Scherwey vor dem 0:2 vorübergehend verletzt aus.
Oft brachten sich der SCB und Biel Glück. Aber nicht immer. 1982 führte der Ex-Berner Martel im Entscheidungsspiel der beiden punktgleichen Teams in Olten den EHCB mit einem Doppelschlag zum 3:2-Sieg. Der SCB musste in die Relegationsrunde und stieg ab. Das kann jetzt nicht mehr passieren. Und dass eines der beiden Teams den Final erreichen wird, scheint unwahrscheinlich.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 52 | 71 | 117 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 52 | 46 | 100 | |
3 | Genève-Servette HC | 52 | 15 | 91 | |
4 | ZSC Lions | 52 | 32 | 91 | |
5 | HC Lugano | 52 | 30 | 89 | |
6 | Lausanne HC | 52 | 18 | 85 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 52 | -4 | 81 | |
8 | EV Zug | 52 | -19 | 75 | |
9 | SC Bern | 52 | -10 | 68 | |
10 | EHC Biel | 52 | -22 | 67 | |
11 | SCL Tigers | 52 | -7 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 52 | -26 | 63 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 52 | -49 | 59 | |
14 | HC Ajoie | 52 | -75 | 42 |


