Was machen Kloten und Langnau?
In den langen Ferien, ohne Ferien zu haben

Für die SCL Tigers und Kloten ist die Saison seit Montag vorbei. Sie wurden in die Ferien geschickt – fast zwei Monate vor den Playoff-Finalisten. Machen die nun wirklich einfach Ferien?
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Der EHC Kloten hat sich zwar von seinen Fans verabschiedet, aber im Gegensatz zu Steve Kellenberger (vorne), der zurücktritt, geht für die anderen die Arbeit im Frühling weiter.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Langnau und Kloten starten Exit-Meetings nach Saisonende
  • Nationalspieler haben nur halb so viel Regenerationszeit
  • Langnau startet Sommertraining Mitte April, Ferienfenster ab Montag
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Der reguläre Betrieb ist bei den SCL Tigers und Kloten zwar eingestellt, nicht aber die Arbeit. Bei beiden Teams stehen zunächst über mehrere Tage die sogenannten Exit-Meetings des Sportchefs an mit allen Spielern, Trainern und dem Staff. Das sind Saison-Austrittsgespräche, auch mit jenen, die nächste Saison nicht mehr dabei sind.

Mit Spielern, die noch keinen neuen Vertrag haben, wird ihre Situation angeschaut. Wobei sich dies beim einen oder anderen in Langnau auch noch etwas hinziehen könnte. In Kloten herrscht bei fast allen jetzt schon Klarheit. «Ich bin ein Fan davon, dies rasch zu regeln», sagt Kloten-Sportchef Ricardo Schödler.

Sommertraining-Start während Halbfinal

Die Spieler gehen auch noch auf eine Abschlussreise – was bei allen Vereinen Tradition ist. Jenen, die für einen Nati-Zusammenzug (A-Team oder U18) in Frage kommen, wird Eis zur Verfügung gestellt, damit sie im Rhythmus bleiben. In Langnau auch einem Dario Rohrbach, der zum SCB wechselt. Allein schon aus versicherungstechnischen Gründen, denn dieser steht noch bei den SCL Tigers unter Vertrag. Er wird bis Ende März auch noch die Physios und den Athletikcoach der Tigers beanspruchen. Die Jüngsten im Kader spielen derweil noch für die U21, die bei den Tigers und Kloten noch im Einsatz stehen.

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Die anderen beziehen ihr erstes von zwei Ferienfenstern. In Kloten ab Montag, in Langnau einige Tage später – für drei Wochen. Das zweite Ferienfenster in derselben Grössenordnung ist dann im Juli, bevor auch die Ausländer wieder zurück sind und das Team zum Ende des Monats wieder komplett ist. Mitte April erfolgt in Langnau und Kloten der Start des Sommertrainings. Die besten vier Teams der National League stecken dann gerade in der Endphase des Playoff-Halbfinals. 

Nati-Spieler hat nur halb so viel Zeit

Die unterschiedlichen Planungen je nach Erfolg sind krass. Ein Spieler der SCL Tigers oder von Kloten, der kein Nationalspieler ist, hat nun ein halbes Jahr Zeit, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Ein Nationalspieler eines Playoff-Finalisten, der anschliessend noch die Heim-WM bestreitet, ist bis Ende Mai auf höchstem Level gefordert. Will heissen: Die Nati-Spieler der Finalisten bekommen im Vergleich zu einem Langnauer oder Klotener nur etwas mehr als die Hälfte der Zeit, um sich zu regenerieren und neu aufzubauen.

«Qualitativ ist es für die Spieler super, für ihren Körper viel Zeit zu bekommen. Aber Freude hat trotzdem keiner daran, jeder würde lieber lange Hockey spielen», sagt Langnau-Sportchef Müller. Ein gutes Omen ist für ihn: Als Langnau letztmals vor zwei Jahren so früh fertig war, schafften sie in der darauffolgenden Saison gestärkt die Playoffs. Schödler meint zur Ausgangslage: «Hockeyspieler sind gemacht, um Hockey zu spielen. Ich weiss nicht, wie viel es effektiv bringt, wenn man bis zu acht Wochen mehr Sommertraining hat als andere.»

Nicht mehr Ferien, ein anderer Arbeitsalltag

Damit es in dieser langen Zeit nicht zu monoton wird, schaltet man bei Kloten Zwischenwochen ein, wo etwa im Rahmen eines Trainingscamps in Spanien trainiert wird oder ein individueller Block stattfindet. «Dadurch können wir einen anderen Flow ins Sommertraining reingeben», begründet Schödler. Auch Eis-Einheiten gibt es mittlerweile im Sommer regelmässig. «Im Gegensatz zu früher ist das Eis nie wirklich weg», sagt Müller.

Das musst du über den Play-in-Modus der National League wissen

Früh in die Ferien geschickt zu werden, ist demnach nicht gleichzusetzen mit langen Ferien, sondern damit, dass der Arbeitsalltag anders aussieht. Und sind die Spieler dann doch mal richtig in den Ferien, dann bedeutet dies im heutigen Profigeschäft auch nicht mehr, dass sie nur auf der faulen Haut liegen. «Es ist eine andere Generation als zu meiner Zeit», führt Ex-Spieler Müller aus. Nicht wenige packen neben der Badehose und der Sonnencreme auch ihr individuelles Trainingsprogramm ein.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
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