«Musste Schritt zurückmachen»
SCB-Fanliebling Scherwey will nach Leidensjahr wieder angreifen

In den entscheidenden Spielen der Quali sah man endlich den richtigen Tristan Scherwey wieder. Rechtzeitig vor den Play-Ins gegen Biel. Davor hatte ihn sein geschundener Körper ausgebremst.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Fast die ganze Saison war Tristan Scherwey (34) nur noch ein Schatten seiner selbst. Er hatte sehr wenig Einfluss aufs Spiel. Tempo und Power fehlten. Da konnte der Kämpfertyp das Gaspedal noch so sehr durchdrücken. 

Während fünf Monaten blieb der Stürmer ohne Treffer. Und als er nach 22 torlosen Spielen letzte Woche beim Sieg gegen Zug endlich sein zweites Saisontor erzielte, sagte er zu Mysports: «Ich komme von sehr weit her.» Was heisst das? «Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt dafür», sagt der 34-Jährige, der zuletzt zweimal krank fehlte, zu Blick.

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Endlich! Tristan Scherwey freut sich im Spiel gegen Zug darüber, dass er nach fast fünf Monaten wieder getroffen hat.
Foto: ZamirLoshi/freshfocus

Scherwey ist keiner, der Ausreden auftischt. «Ich strebe immer meine Leistung an. Wenn sie nicht da ist, suche ich nach Lösungen. Wenn es läuft, ist es schön. Und wenn nicht, bin ich umso motivierter, daran zu arbeiten», sagt er.

«Ich musste körperlich mehr investieren»

Doch sein Körper machte lange nicht mit. Im letzten Frühling sagte er wegen Schulterproblemen für die WM ab. «Ich musste körperlich mehr investieren», erklärt Scherwey, ohne ins Detail gehen zu wollen. «Es gab einige Situationen in dieser Saison, in denen ich immer wieder einen Schritt zurückmachen musste. Mein Körper war dabei ganz klar ein grosser Faktor.»

«Ich komme von weit her»
1:43
SCB-Scherwey im Interview:«Ich komme von weit her»

Sein Body ist nach all den Jahren und Kollisionen, die sein Crash-Bumm-Bang-Stil mitbringt, geschunden. «Sicher, ich werde älter. Es gibt einige Bereiche, in die ich investieren musste. Ich bin extrem zufrieden, wie ich jetzt dastehen und spielen kann. Das zeigt mir auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst
1:09
Für Fussball- und Hockey-Fans:Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst

Dass es Scherwey besser geht, war zuletzt nicht zu übersehen. Er wirkte wieder spritziger und konnte Einfluss aufs Spiel nehmen. «Ich fühle mich gesund und allgemein sehr gut. Jetzt will ich das natürlich geniessen und weiterziehen.»

Scherwey kann mit der Kritik leben

Scherwey ist das Spiegelbild des SCB. Er ist längst nicht der einzige Spieler, der sich in dieser Saison mit gesundheitlichen Schwierigkeiten herumschlagen musste. Immer wieder fielen Ausländer aus. Nati-Verteidiger Romain Loeffel verpasste die Startphase der Saison nach einer Hirnerschütterung. Marco Lehmann kämpfte mit Problemen im Beckenbereich und Benjamin Baumgartner verletzte sich in der Olympia-Pause erneut. So schwer, dass er den Rest der Saison verpassen dürfte. Simon Moser musste gar seine Karriere vorzeitig beenden.

Hat der Publikumsliebling den Eindruck, dass der SCB zu viel Prügel in der Öffentlichkeit einstecken musste? «Nein, absolut nicht. Das gehört dazu. Bern ist einer der grössten Klubs. Da muss die Performance stimmen. Wenn du hier spielst, musst du nicht erwarten, dass du immer schön davon kommst. Da muss man hinstehen, wenn es nicht läuft.» 

Haben ihn die letzten Jahre – der SCB wartet seit dem Titel 2019 auf einen Sieg in einer Playoff-Serie – abgehärtet? «Wenn es unruhig wird, ist es auch eine spannende Zeit, weil du reflektieren kannst. Was ich dabei am spannendsten finde: Du kannst als Hockeyspieler, aber auch als Privatperson wachsen», sagt der Vater einer dreijährigen Tochter.

Scherwey will noch mehr als eine Saison spielen

Im Frühling 2027 läuft Scherweys 7-Jahres-Vertrag aus. Wenn es nach ihm geht, soll dann noch nicht Schluss sein. «Wenn die Leistungen stimmen, bin ich überzeugt von mir, dass ich unbedingt weiterspielen und ganz klar hierbleiben will.» Vorausgesetzt, der Körper macht mit. «Ich habe eine riesige Motivation in mir. Ich habe erkannt, wie glücklich ich bin, diesen Sport machen zu können und mit diesen Jungs zusammenzuleben.»

Doch erst kommen die Play-Ins. «Wir sind uns bewusst, dass das Team viel Qualität hat. Es gibt eine geile Schlacht gegen Biel.»

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
52
71
117
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
52
46
100
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
52
15
91
4
ZSC Lions
ZSC Lions
52
32
91
5
HC Lugano
HC Lugano
52
30
89
6
Lausanne HC
Lausanne HC
52
18
85
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
52
-4
81
8
EV Zug
EV Zug
52
-19
75
9
SC Bern
SC Bern
52
-10
68
10
EHC Biel
EHC Biel
52
-22
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
52
-7
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
52
-26
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
52
-49
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
52
-75
42
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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