Darum gehts
- EHC Biel verliert 2:3 gegen Zug im Strichkampf um Play-In-Platz
- 16-jähriger Jonah Neuenschwander trifft gegen Genoni mit einem Shorthander
- Nächstes Strich-Direktduell gegen SC Bern
Die 2:3-Niederlage im Strich-Direktduell gegen Zug ist für den EHC Biel höchst unglücklich und im Kampf um einen Play-In-Platz ein Rückschlag. Dabei waren die Seeländer über weite Strecken die dynamischere, kreativere und gefährlichere Mannschaft, verzweifelten aber an Nati-Goalie Leonardo Genoni (38).
«Leo ist Leo. Das haben wir zuletzt an den Olympischen Spielen gesehen und immer an Weltmeisterschaften. Immer wenn es zählt, ist er da», holt Biels Captain Gaëtan Haas (34) nach der Partie zu einer Lobeshymne aufZugs Keeper und seinen langjährigen Nati-Kollegen aus.
16-Jähriger findet die Genoni-Lücke
Haas gesteht auch: «Leo ist irgendwann in deinem Kopf. Er liest das Spiel, hat seinen eigenen Stil und das macht es so schwer, die Löcher gegen ihn zu finden. Ich weiss nicht mal, ob ich in meiner ganzen Karriere überhaupt mal ein Tor gegen ihn geschossen habe.»
Da geht es einem definitiv anders, obwohl er erst 16 Jahre alt ist. Jonah Neuenschwander erwischte Genoni bei der zwischenzeitlichen 2:1-Führung sogar mit einem Shorthander, als er allein auf ihn losstürmte. «Mir war schon bewusst, wer da im Tor steht. Aber ich sagte mir, ich versuche es mal oben links, das klappt vielleicht», erzählt er.
Neuenschwander in Überzahl und Unterzahl
Apropos Neuenschwander: Der Bieler Superteenie bekommt unter dem neuen Trainer Christian Dubé noch mehr Eiszeit als unter dessen Vorgänger und ersten Förderer Martin Filander. Neuerdings spielt der junge Stürmer, der 2027 unser nächster Erstrunden-Draft werden könnte, sowohl in Überzahl als auch Unterzahl. «Ich bin sehr dankbar, dass der Trainer mir so viel Vertrauen schenkt», betont Neuenschwander.
Dass Dubé in dieser entscheidenden Phase im Strichkampf den Youngster forciert, ist mutig. Aber Neuenschwander kann mit seiner Unbekümmertheit eben auch ein grosses Bieler Plus sein – wie sein Shorthander zeigt. «Klar weiss ich, dass viel auf dem Spiel steht. Aber es ist immer noch Eishockey», sagt er sich.
Heisses Derby gegen Bern
Nach der unnötigen Niederlage gegen Zug blickt Neuenschwander denn auch bereits wieder nach vorne – auf das nächste Strich-Direktduell am Samstag beim SC Bern: «Wir müssen mit der hohen Intensität weitermachen, die kleinen Fehler vermeiden und unsere Chancen besser ausnutzen – dann kommt es gut.» Und auch Captain Haas bleibt zuversichtlich: «Wir haben in den letzten Wochen einige grosse Schritte in die richtige Richtung gemacht und können ein gutes Hockey spielen. Aber wir müssen etwas schlauer sein.»


