Ambri-Müller gesperrt
Die Liga eröffnet ein Verfahren gegen Miles Müller von Ambri-Piotta. Müller hat am Freitag SCB-Spieler Joël Vermin gegen das Knie gecheckt. Für Vermin war das Spiel danach vorbei. Müller wird vorsorglich für eine Partie gesperrt.
Müller hinterlässt olympische Spuren in Lausanne
Für die Schweizer Eishockey-Frauen gab es an den Olympischen Winterspielen 2026 Bronze – und das Olympische Museum in Lausanne erhält nun aufgrund dessen ein besonderes Erinnerungsstück: ein signiertes Nati-Trikot von Alina Müller mit der Nummer 25.
Die 27-Jährige erzielte im kleinen Final gegen Schweden in der Overtime den viel umjubelten helvetischen Siegtreffer zum 2:1. Bereits zwölf Jahre zuvor war Müller beim Bronze-Gewinn in Sotschi Teil des Schweizer Teams. Mit insgesamt vier Treffern im Turnier gehörte sie zu den erfolgreichsten Torschützinnen, gemeinsam mit der US-Amerikanerin Hannah Bilka und der Schwedin Thea Johansson.
Dem Olympischen Museum überlässt Müller ihr rotes Nati-Trikot – für das Museum am Genfersee ein starkes Symbol. «Alinas Spende ist mehr als ein signiertes Trikot», sagt Yasmin Meichtry, stellvertretende Direktorin des Olympischen Museums. «Sie ist ein Symbol für Exzellenz, Beständigkeit auf höchstem Niveau und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment über sich hinauszuwachsen. Mit ihrem grosszügigen Geschenk macht Alina diese Geschichten für kommende Generationen erlebbar und unterstreicht die besondere Verbundenheit zwischen Schweizer Athlet:innen und dem Olympischen Museum.»
Bader bleibt österreichischer Nationalcoach
Roger Bader (61) bleibt bis Herbst 2028 Cheftrainer des österreichischen Eishockey-Nationalteams. Das gab der ÖEHV am Montag bekannt. Der Schweizer verlängert seinen Vertrag um zwei weitere Jahre und bleibt zudem Sportdirektor. «Das österreichische Eishockey hat in den vergangenen zehn Jahren einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Mein Ziel ist es, diese Entwicklung weiterzuführen», erklärt Bader in einer Mitteilung.
Im Mai steht die Weltmeisterschaft in der Schweiz an. Österreich trifft in Gruppe A unter anderem auf den Gastgeber. «Wir wollen erneut eine starke Leistung zeigen. Oberstes Ziel bleibt jedoch der Klassenerhalt», betont der 61-Jährige. Bader ist seit 2014 beim ÖEHV tätig. Ende 2016 übernahm er das Amt des Cheftrainers, 2017 wurde er zusätzlich Sportdirektor. Im vergangenen Jahr feierte Österreich mit dem ersten Einzug in den WM-Viertelfinal seit mehr als 30 Jahren einen der grössten Erfolge der Verbandsgeschichte.
Fiala-Klub schickt Headcoach in die Wüste
Nach etwas mehr als zwei Jahren endet Jim Hillers Zeit als Headcoach der Los Angeles Kings. Der 56-Jährige muss seinen Posten 14 Stunden nach dem 2:0-Heimsieg gegen die Calgary Flames räumen.
Die Mannschaft aus dem US-Bundesstaat Kalifornien mit dem derzeit verletzten Schweizer Stürmer Kevin Fiala (29) liegt aktuell drei Punkte hinter einem Playoff-Platz. Der bisherige Assistent D.J. Smith (48) übernimmt interimistisch den frei gewordenen Headcoach-Posten bis Saisonende.
In der Nacht auf Dienstag (Schweizer Zeit) wartet das momentan punktbeste Team der gesamten NHL, die Colorado Avalanche, auf die Kings.
Liga eröffnet Verfahren gegen Rappi-Stürmer
Die Lakers gewinnen das wichtige Spiel um die Play-Ins gegen die SCL Tigers 4:3. Kurz vor dem ersten Langnauer Treffer ist Rappis Malte Strömwall (31) in Scheibenbesitz und zieht auf das gegnerische Tor los. Tigers-Verteidiger Noah Meier (23) will eingreifen, der Schwede setzt ihn jedoch mit einem Check gegen den Kopf ausser Gefecht.
Für den verletzten Meier geht die Partie anschliessend nicht weiter. Strömwall kassiert für das Vergehen fünf Strafminuten plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Der 31-Jährige dürfte den Lakers nun noch länger fehlen. Am Sonntagmorgen gab die Liga bekannt, dass gegen den Rappi-Stürmer ein ordentliches Verfahren eröffnet wird.
ZSC verlängert mit Baltisberger und Grant
Die ZSC Lions verlängern die Verträge mit ihren beiden Stürmern Chris Baltisberger und Derek Grant um jeweils eine Saison bis 2026/27.
Für Eigengewächs Chris Baltisberger ist die Organisation der ZSC Lions das zweite Zuhause. Nachdem der Stürmer in der Pyramide Stück für Stück nach oben geklettert war, erhielt er auf die Saison 2012/13 hin seinen ersten Profivertrag beim Zett. Insgesamt bestritt der 34-Jährige bereits 759 Meisterschaftsspiele für die Löwen, dabei erzielte er 133 Tore und 127 Assists, was 260 Skorerpunkte ergibt. Baltisbergers Palmares ist mit fünf Meistertiteln, einem Champions Hockey League-Sieg, einem Cupsieg und einer WM-Silbermedaille mit der Schweiz reich bestückt.
Sportchef Sven Leuenberger: «Chris ist Züribueb und unser Vorkämpfer. Physisch stark sowie im Powerplay mit viel Qualität vor dem Tor, ist er auch in seiner 14. Saison immer noch sehr wertvoll für uns.»
Der Kanadier Derek Grant stiess auf die vorletzte Saison hin aus der NHL zu den ZSC Lions. Mit dem Stadtklub gewann der 35-Jährige in beiden Saisons den Schweizer Meistertitel sowie 2025 auch die Champions Hockey League. Bisher trug Grant in total 154 Meisterschaftsspielen das ZSC-Trikot, dabei gelangen ihm 128 Skorerpunkte (62 Tore, 66 Assists).
Sportchef Sven Leuenberger: «Derek ist ein kreativer Center, der in allen Situationen einsetzbar ist und regelmässig Skorerpunkte produziert. Sein Puck-Management und seine Robustheit gehören zum Besten der Liga.»
Eingriff bei Niederreiter – Agent gibt Update zu Heim-WM
Für Nati-Stürmer Nino Niederreiter (33) ist in der NHL die Regular Season wegen einer Knieverletzung gelaufen. Dies gibt sein Agent André Rufener (54) während des National-League-Spiels zwischen Kloten und den SCL Tigers aufs Mysports bekannt.
«Er schleppt diese Verletzung schon seit Sommer mit sich rum», erklärt Rufener. «Gestern wurde eine Arthroskopie durchgeführt, diese ist sehr gut verlaufen. Es wurmt ihn grausam, kann er den Rest der Regular Season nicht mehr spielen. Aber wenn alles gut läuft, dann sollte es für die Heim-WM reichen.»
Der NHL-Star äussert sich gegenüber Blick wie folgt: «Ich hoffe, dass ich noch zwei, drei Spiele machen kann.» Voraussetzung für die Teilnahme an der Heim-WM wäre das grüne Licht der Winnipeg Jets.
Die Heim-WM beginnt am 15. Mai. Nebst dem, dass bei Niederreiter der Heilungsprozess optimal verlaufen muss, ist auch relevant, dass seine Winnipeg Jets dann nicht mehr in den NHL-Playoffs dabei sind. Derzeit fehlen den Jets neun Punkte auf einen Playoff-Platz.
Keine Playouts in Frauen-Liga
Am Samstag beginnen in der Women's Hockey League die Playoffs. In den beiden Viertelfinals treffen Ambri-Piotta (3. der Qualifikation) auf die Davos Ladies (6.) und die Fribourg-Gottéron Ladies (4.) auf die ZSC Lions (5.). Die Serien werden im Best-of-3-Modus gespielt. Direkt im Halbfinal stehen der Qualifikations- und Cupsieger Zug sowie der Titelverteidiger Bern.
Die Playouts zwischen Langenthal (7.) und Neuchâtel Academy (8.) findet hingegen nicht statt. Da die Berner ihren Rückzug aus der obersten Frauenliga angekündigt haben, wird es keinen Absteiger geben. Einziger möglicher Aufsteiger ist Lausanne HC Féminin, das dafür die Halbfinals B-Liga erreichen muss. Auch dort beginnen die Viertelfinals am Samstag, Lausanne trifft dabei auf Bassersdorf.
Ex-ZSC-Coach kassiert drei Spielsperren
Der ehemalige ZSC-Lions-Headcoach Rikard Grönborg (57) wurde von der finnischen Liga für drei Spiele suspendiert. Der Trainer von Tappara Tampere, der ab der nächsten Saison zum zweiten Mal schwedischer Nationalcoach wird, wurde beschuldigt, Schlägereien im Vorfeld angeordnet zu haben.
Der Reihe nach. Am 18. Februar kommts im Spiel zwischen Tappara Tampere und Jyp Jyväskylä in der finnischen Eishockey-Liga bereits nach 17 Sekunden zur ersten heftigen Schlägerei. Unmittelbar vor der Schlusssirene gibts erneut mehrere Prügeleien, das Spiel muss immer wieder unterbrochen werden. Am Ende gewinnt Tappara Tampere mit 4:1 – und mit 115 Strafminuten liegt das Team von Grönborg am Schluss auch in dieser Statistik vor Jyp mit 111 Strafminuten.
Doch das wars noch nicht. Nach dem Spiel sagte Jyps Assistenzcoach Santeri Heiskanen, dass Grönborg seine Spieler dazu veranlasst habe, aufgrund von Vorkommnissen in vorhergehenden Duellen einzelne Spieler gezielt hart dranzunehmen. Tappara Tampere und Grönborg bezeichneten die Vorwürfe als «unbegründet und daher unverantwortlich, schädlich, ethisch verwerflich».
Doch die Liga suspendiert den 57-Jährigen für drei Spiele und büsst den Klub mit 10'000 Euro. Wie die Liga schreibt, habe Grönborg von den geplanten Racheaktionen gewusst, sie aber nicht aktiv versucht zu verhindern, was in seiner Verantwortung als Cheftrainer läge. Die Liga betont aber auch, dass er die Schlägereien nicht angeordnet habe, wie es Heiskanen, der mit einer Verwarnung davon kommt, behauptet hat.
Sidney Crosby muss länger aussetzen
Die Pittsburgh Penguins müssen mindestens vier Wochen ohne ihren grossen Star auskommen: Sidney Crosby (38) ist von der Franchise aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania auf die Verletztenliste gesetzt worden. Damit verpasst der Kanadier einen Grossteil der noch übrig bleibenden Spiele in der Regular Season.
Die Blessur am Unterkörper hat sich Crosby in Kanadas Viertelfinal-Spiel am olympischen Eishockey-Turnier gegen Tschechien zugezogen, woraufhin er den Rest der Spiele verpasst hat. Ohne Crosby haben die Kanadier nach der Final-Niederlage gegen die USA (1:2 n.V.) die Silbermedaille gewonnen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 52 | 71 | 117 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 52 | 46 | 100 | |
3 | Genève-Servette HC | 52 | 15 | 91 | |
4 | ZSC Lions | 52 | 32 | 91 | |
5 | HC Lugano | 52 | 30 | 89 | |
6 | Lausanne HC | 52 | 18 | 85 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 52 | -4 | 81 | |
8 | EV Zug | 52 | -19 | 75 | |
9 | SC Bern | 52 | -10 | 68 | |
10 | EHC Biel | 52 | -22 | 67 | |
11 | SCL Tigers | 52 | -7 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 52 | -26 | 63 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 52 | -49 | 59 | |
14 | HC Ajoie | 52 | -75 | 42 |