Darum gehts
- SCRJ Lakers gewinnen Play-In-Hinspiel gegen SCB mit 2:1 in Bern
- Captain Jakob Larsson beeindruckt als Abwehrstütze nach Rippen-Verletzungs-Comeback
- Der Ex-NHL-Verteidiger fordert, dass vor dem eigenen Tor aufgeräumt wird
Er spult am meisten Eiszeit ab bei den SCRJ Lakers: Jakob Larsson (28). Der Schwede ist der Verlass-Verteidiger von Trainer Johan Lundskog, schon lange, bevor er nach der Verletzung von Nico Dünner (Hand) Ende Februar zum Captain befördert worden ist.
Larsson kann erst diese Saison so richtig zeigen, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. In der letzten Spielzeit absolvierte der 28-Jährige bloss sechs Partien. Danach setzte ihn eine komplizierte Rippenverletzung für den Saisonrest ausser Gefecht.
Der Ex-NHL-Verteidiger (Ottawa, Anaheim) ist der Pfeiler der Lakers-Abwehr. Weil nicht mit grossen Namen und ausserordentlichen Qualitäten bestückt, macht sie als Einheit ihren Job. Gelingt ihr das konsequent, ist das Resultat, dass der Gegner anrennt – wie der SCB am Montag. Der kompakte Auftritt hat Rappi den 2:1-Sieg im Play-In-Hinspiel beschert.
Rappi hat die Lehren aus dem Zug-Duell gezogen
«Wir haben unsere Lehren aus den Partien gegen den EVZ gezogen», so Larsson, der damit das vergeigte Schlussdrittel in Zug anspricht. «Da entglitt uns das Spiel.» Das zu vermeiden habe man sich fürs erste Duell gegen Bern vorgenommen. Nach ihren beiden Treffern sind die Lakers in der Offensive nicht mehr omnipräsent, sondern machen hinten dicht. Sein Wunsch fürs Rückspiel: «Vor unserem Kasten aufräumen und ihre Zeit in unserer Zone möglichst kurz halten.»
Dass die Lakers Vorgaben einhalten können, haben sie in dieser Saison mehrfach bewiesen. Im glorreichen Herbst mit 13 Siegen aus den ersten 16 Partien halten sie lange Anschluss an die Tabellenspitze. Erst ein Tief spült sie nach unten. «Aber wir haben uns wieder zurückgekämpft und an uns gearbeitet. Ich denke, dieses Team hat sich den Playoff-Platz verdient.» Man habe aber nur ein Tor Vorsprung und noch viel Hockey zu spielen.
Larsson erfüllt seine Leaderrolle vorbildlich, «das ist auch ein ziemlich leichter Job», grinst er, «mit so vielen Leadern im Team». Grosse Reden in der Garderobe schwingt der 1,89 m grosse Blondschopf jedoch nicht. «Ich sorge lieber auf der Spielerbank für viel Energie.» Damit er sie am Mittwoch wieder hat, stehen am Tag dazwischen Saunagänge und Kaltwasserbäder an.

