Müller schiesst SCB mit Doppelpack ins nächste Play-In-Duell
5:26
Bern – Biel 4:0:Müller schiesst SCB mit Doppelpack ins Play-In-Duell

Biel-Boss Steinegger nach Saisonende knallhart
«Unsere Top-Spieler haben die Leistung nicht erbracht»

Mit einer 0:4-Abfuhr in Bern ist am Samstag die Saison des EHC Biel zu Ende gegangen. Biel-Sportchef Martin Steinegger (54) ist enttäuscht, zieht schonungslos Bilanz und schaut in die Zukunft.
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Martin Steinegger ist von seiner Mannschaft schwer enttäuscht.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • EHC Biel verpasst nach enttäuschender Saison erneut die Playoffs
  • Sportchef kritisiert fehlende Konstanz der Teamleader und schwaches Powerplay
  • Realistisches Ziel: Rang 7-10, Playoff-Qualifikation bleibt unsicher
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Blick: Was für eine Bilanz ziehen Sie nach dieser komplizierten Saison?
Martin Steinegger (Sportchef EHC Biel): Wie immer bleibt das letzte Spiel in Erinnerung und dieses war sehr enttäuschend. Auf diese Weise unterzugehen, ist schwere Kost. Die zuvor gegen Bern erarbeitete Ausgangslage haben wir mit dem bislang schlechtesten Spiel unter Christian Dubé einfach weggegeben. Das Powerplay war ein Witz. Wären wir da besser gewesen, hätten wir bereits im Hinspiel auf 5:1 oder 6:1 erhöht und diese Play-In-Serie wäre vorzeitig erledigt gewesen. Da muss ich unsere Topspieler in die Pflicht nehmen. Diese haben die Leistung, die man von ihnen erwartet, nicht erbracht. Bei ihnen hat mir schon während der ganzen Saison die Konstanz gefehlt.

Ihr Handlungsspielraum ist allerdings beschränkt. Die meisten Verträge für die nächste Saison sind gemacht.
Es wird noch zwei, drei Veränderungen geben. Aber sicherlich nicht massiv, dies wollten wir nach dem Umbruch, den wir hinter uns haben, nicht. Wir hatten diese Saison offensiv gewisse Probleme und mit Dominic Zwerger kommt ein Spieler, der uns da helfen wird und auch Energie reinbringt. Dazu gibt es auf den Ausländerpositionen ein, zwei Wechsel. Aber klar ist: Unsere bestehenden Teamleader werden in der Pflicht stehen. Ich kann für den Auftritt am Samstag nicht den Jungen wie Sever, Neuenschwander oder Blessing die Schuld geben.

Müller schiesst SCB mit Doppelpack ins nächste Play-In-Duell
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Was bedeutet es für den EHC Biel, wenn man zweimal in Folge die Playoffs nicht erreicht?
Mit der Phase, als wir mehrmals die Halbfinals und einmal den Final erreichten, haben wir die Erwartungshaltung nach oben geschraubt. Entsprechend ist es eine grosse Enttäuschung, wenn die Playoffs nicht realisiert werden. In den Topjahren haben wir über unserem Potenzial performt. Ein realistisches Ziel ist für mich ein Rang zwischen 7 und 10, wo man die Playoffs aber zwischendurch auch verpassen kann.

Im Januar haben Sie Martin Filander entlassen und Christian Dubé ist gekommen. Haben Sie die Notbremse im Nachhinein zu spät gezogen?
Diese Situation werden wir nochmals zusammen anschauen. Ob es zu spät oder ob es richtig war? Ich weiss es nicht. Es war damals ein Punkt erreicht, an dem ich das Gefühl hatte, dass es etwas anderes braucht. Was zuvor noch nicht der Fall war. Ich wehre mich aber dagegen unser Scheitern in den Play-Ins jetzt Filander in die Schuhe zu schieben. Das wäre so etwas von billig – da mache ich nicht mit.

Martin Steinegger persönlich

Der Bieler Martin Steinegger (54) bestritt als Spieler zwischen 1990 und 2012 für den EHC Biel und den SC Bern 1025 Partien in der NLA. Der legendäre Verteidiger wurde dabei mit dem SCB zweimal Meister, bestritt 219 Länderspiele und nahm mit der Nati an zehn WM-Turnieren und den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City teil. Seit 2012 ist «Stoney», wie Steinegger von allen in der Eishockey-Szene genannt wird, Sportchef beim EHC Biel.

Der Bieler Martin Steinegger (54) bestritt als Spieler zwischen 1990 und 2012 für den EHC Biel und den SC Bern 1025 Partien in der NLA. Der legendäre Verteidiger wurde dabei mit dem SCB zweimal Meister, bestritt 219 Länderspiele und nahm mit der Nati an zehn WM-Turnieren und den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City teil. Seit 2012 ist «Stoney», wie Steinegger von allen in der Eishockey-Szene genannt wird, Sportchef beim EHC Biel.

Christian Dubé hat das Team zweifellos wiederbelebt. Aber im entscheidenden Play-In-Rückspiel hat er es nicht hinbekommen. Dazu war da seine verhängnisvolle Coach's Challenge im Hinspiel. Und beim Rückspiel lässt er im Schlussdrittel, als es Tore brauchte, mit Rodwin Dionicio ausgerechnet den Verteidiger mit den meisten Skorerpunkten komplett auf der Bank.
Christian hat viel Energie reingebracht und das Team wieder zum Leben erweckt. Für die Leistung in Bern mache ich, wie erwähnt, unsere Teamleader verantwortlich. Als Coach hat man begrenzten Einfluss darauf, wie viel Energie die Spieler bereit sind zu bringen. Dass die Coach's Challenge fehlschlug, ist nicht seine Schuld. Da nehme ich ihn komplett aus der Schusslinie. Die musste man nehmen, wenn man das aberkannte Tor bei Kloten – Lugano als Referenz nimmt. Das mit Rodwin ist ein einzeltaktischer Entscheid. Auch mir hat bei ihm die Sicherheit in diesem Spiel gefehlt, aber darüber, ob der Entscheid richtig war, lässt sich zweifellos streiten.

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