Darum gehts
- Die Cup-Achtelfinals der Frauen stehen am Sonntag an
- Die Lakers treffen auf den HC Davos
- Bei Rappi stürmt mit Daniela Wüthrich die älteste Spielerin
Als Mädchen «chneblet» sie an den schulfreien Nachmittagen auf dem Eis und spielt in Wetzikon Grümpelturniere. Hockey hat Daniela Wüthrich schon immer begeistert. «Damals wurde man als Mädchen in einem Bubenteam aber noch komisch angeschaut», erinnert sich die Zürcher Oberländerin. Eines Tages wird sie auf dem Eis angesprochen, ob sie sich nicht einem Frauen-Team anschliessen wolle bei den GCK Lions.
Beim SCRJ landet sie, weil sie ein Kollege, der sie ein paar Jahre später ins Training beim ZSC hätte fahren sollen, nicht abholt. Bei den Lakers löst sie 1993 ihre erste Spielerinnen-Lizenz. «Damals gab es zwei Frauen-Ligen in der Schweiz.» Und damals ist Wüthrich 22. 32 Jahre später ist die Stürmerin immer noch dabei – und hält mit 54 gut mit. «Natürlich wird es mit der Schnellkraft im Alter etwas schwieriger», sagt die Inhaberin eines Blumengeschäfts.
Dreimal pro Woche steht sie mit dem Team der zweithöchsten Liga SWHL B auf dem Eis, «es ist mein Ausgleich, meine Leidenschaft», sagt sie und lächelt, «wir sind wie eine Familie, obwohl alle meine Mitspielerinnen vom Alter her meine Kinder sein könnten». Ans Aufhören hat Wüthrich bisher noch nicht gedacht, «ich spiele, solange es noch reicht und das Team mich braucht».
Aufschwung im Schweizer Frauen-Hockey miterlebt
Die 54-Jährige hat in den drei Jahrzehnten den Aufschwung im Schweizer Frauen-Hockey hautnah miterlebt. Vor allem den steilen der letzten zwei Jahre. «Es kommen junge Spielerinnen hoch, deren Stocktechnik und Schüsse super sind», so Wüthrich, «ich habe mir das damals alles noch selbst beigebracht.» In Rappi hat das Frauen-Team seit 2024 eine eigene Garderobe.
Mit den SCRJ Lakers Ladies sind die Playoffs das Ziel. Am Sonntag steht nun im Cup der Achtelfinal-Kracher gegen den HCD aus der Women’s League an. Auch Wüthrich hat mit Rappi schon mal in der höchsten Liga (2010/11) gespielt, ohne Ausländerinnen sei es aber schwierig gewesen, konkurrenzfähig zu bleiben. Der Abstieg erfolgt bereits wieder nach einer Saison. Die Lakers rutschen auch mal eine Liga tiefer in die SWHL C, seit vier Saisons halten sie sich in der SWHL B. Ihr Trainer ist mit Reto Klaus (58) der Ex-Sportchef des NL-Teams.
Ob Wüthrich beim Cup-Kracher überhaupt mitstürmen kann, weiss sie noch nicht. Denn vor der Achtelfinal-Quali hat sie sich für einen sonntäglichen Einsatz an einem Marktstand gemeldet und ist noch auf der Suche nach einem Ersatz.
HC Ajoie Ladies (SWHL C) – Neuchâtel Hockey Academy (PFWL)
Bern (PFWL) – ZSC Lions (PFWL)
Brandis Juniors Ladies (SWHL B) – SC Langenthal Damen (PFWL)
SCRJ Lakers Ladies (SWHL B) – HC Davos Ladies (PFWL)
ZSC Lions Girls (SWHL C) – HC Fribourg-Gottéron (PFWL)
Dragon Queens (SWHL C) – Neuchâtel Hockey Academy 1999 (SWHL C)
GCK Lions Frauen (SWHL B) – EV Zug (PFWL)
EHC Zunzgen-Sissach (SWHL B) – Ambri (PFWL).
HC Ajoie Ladies (SWHL C) – Neuchâtel Hockey Academy (PFWL)
Bern (PFWL) – ZSC Lions (PFWL)
Brandis Juniors Ladies (SWHL B) – SC Langenthal Damen (PFWL)
SCRJ Lakers Ladies (SWHL B) – HC Davos Ladies (PFWL)
ZSC Lions Girls (SWHL C) – HC Fribourg-Gottéron (PFWL)
Dragon Queens (SWHL C) – Neuchâtel Hockey Academy 1999 (SWHL C)
GCK Lions Frauen (SWHL B) – EV Zug (PFWL)
EHC Zunzgen-Sissach (SWHL B) – Ambri (PFWL).