Traum-Comeback für Hüberli/Brunner
«Dass wir mithalten können, ist für uns sehr überraschend»

Erfolgreiches Comeback für Tanja Hüberli und Nina Brunner: Beim Elite-16-Turnier in Brasilien holt das Schweizer Beachvolley-Duo am ersten gemeinsamen Turnier seit zwei Jahren sensationell Bronze auf Weltklasse-Niveau – und freut sich über den Triumph.
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Tanja Hüberli und Nina Brunner holen sich am Elite-16-Turnier in Saquarema Bronze.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tanja Hüberli und Nina Brunner holen Bronze in Saquarema
  • Erstmals seit Olympia 2024 steht das Duo wieder gemeinsam im Sand
  • Hüberli spielte trotz Fingerverletzung und Magenverstimmung das gesamte Turnier
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Tanja Hüberli (33) und Nina Brunner (30) erleben beim Elite-16-Turnier im brasilianischen Saquarema ein erfolgreiches Comeback. Im ersten gemeinsamen Turnier seit Paris 2024 und nach Hüberlis Verletzungspause sowie Brunners Babypause sichert sich das Beachvolleyball-Duo sensationell Bronze. Im Duell um den dritten Platz schlagen Hüberli/Brunner die Brasilianerinnen Carol Solberg/Rebecca Cavalcanti, die in der Weltrangliste aktuell auf Rang drei platziert sind.

«Ich bin unglaublich stolz auf unser Team. Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir hier einen Podestplatz holen», sagt Hüberli gegenüber Blick nach dem Triumph beim Turnier auf Weltklasse-Niveau. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb sei schwierig gewesen, da es in den Trainings nicht viele Vergleiche mit anderen Teams gegeben habe. «Dass wir gegen diese Top-Teams mithalten und einzelne Sätze gar dominieren können, ist für uns sehr überraschend. Wir sind unglaublich happy und haben Lust auf mehr», freut sich Hüberli, die nach überstandener Sprunggelenk-Operation wieder auf dem Platz stand.

«Spielte ganzes Turnier mit Schmerzen»

Die Zürcherin verrät dabei, dass sie keine einfache Woche hinter sich hatte. «Am Dienstag verletzte ich mich am Finger, ich spielte das ganze Turnier mit starken Schmerzen. Dann kam noch eine Magenverstimmung dazu», so Hüberli. Eine Herausforderung sei insbesondere auch der Viertelfinal am Samstag gegen das Duo Sara Hughes/Allysa Batenhorst aus den USA gewesen. «Am Samstag war mir gar nicht wohl, wir kämpften uns durch diese beiden Spiele. Aber wir haben das angenommen, mental durchgestanden, uns nicht beirren lassen und befreit aufgespielt – und vielleicht war genau das der Schlüssel», freut sich Hüberli über die guten Resultate.

Mit Schmerzen geht es für Hüberli und Brunner am Ende zum Bronze-Triumph. Das Topresultat hat auch Brunner überrascht. «Es ist völlig crazy, dass wir bereits wieder auf diesem Level spielen können», so Brunner gegenüber Blick. Im Training habe es sowohl positive wie auch schwächere Phasen gegeben. «Im Turnier konnten wir diese Ups und Downs viel besser ausbalancieren. Wir haben es mental geschafft, die Situation zu akzeptieren», sagt die Zugerin, die in ihrem ersten Turnier mit Hüberli nach der Geburt ihrer Tochter Mila im Juni 2025 sogleich über ein Podest jubeln darf.

«Gibt noch vieles zu verbessern»

Sie sei nervös gewesen vor dem Moment, wieder auf dem Feld zu sein. «Es fühlte sich dann aber rasch wieder sehr vertraut an. Ich habe gemerkt, dass ich das kenne und dass ich das schon sehr oft gemacht habe. Die Erfahrung ist nicht weg», sagt Brunner über den Weg zurück in den Beachvolley-Alltag nach der Schwangerschaftspause, in die sie sich im Herbst 2024 verabschiedet hatte.

Seit Anfang Jahr trainieren Hüberli und Brunner wieder zusammen im Sand. Die zweifachen Europameisterinnen (2021, 2023) holen sich nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt und dem Bronze-Gewinn an den Olympischen Spielen in Paris nun in Brasilien erneut den dritten Platz. «Es ist sehr schön, zu sehen, wo wir stehen. Aber im Wissen, dass es vieles zu verbessern gilt – wir bleiben hungrig», zeigt sich Brunner nach dem gelungenen Comeback optimistisch.

Das nächste Turnier steht bereits in wenigen Wochen an. Dafür reisen die beiden erneut nach Brasilien. Ab dem 30. April spielt das Duo am Elite-16-Turnier in der Hauptstadt Brasilia. Am Dienstag fliegen Hüberli und Brunner zunächst zurück in die Schweiz. Dann können sie den Podestplatz bei ihrem Traum-Comeback auch noch mit ihren Familien richtig feiern.

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