«Wir haben diese Kunden sehr gut gekannt»
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Ferrari-Verkäufer nach Unfall:«Wir haben diese Kunden sehr gut gekannt»

Crash in Birmensdorf ZH mit vier Verletzten – Bolide war auf einer Probefahrt
«Der Fahrer besitzt schon Ferraris, ist eigentlich sehr erfahren»

Ein 52-Jähriger prallte am Mittwochabend in Birmensdorf ZH mit einem Ferrari 296 GTS in ein Auto. Vier Personen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt. Der Sportwagen gehörte einer Ferrari-Vertretung und war auf Probefahrt.
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Am Mittwoch baute ein Mann in einem Ferrari in Birmensdorf einen schweren Unfall.
Foto: Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ferrari-Crash in Birmensdorf ZH: vier Verletzte bei Probefahrt-Unfall
  • Fahrer verlor Kontrolle über 830-PS-Wagen, geriet auf Gegenfahrbahn
  • Kantonspolizei Zürich ermittelt wegen Raserdelikts mit Staatsanwaltschaft

Am Mittwochabend kurz vor 17 Uhr krachte es auf der Waldeggstrasse in Birmensdorf ZH gewaltig. Ein 52-jähriger Mann beschleunigte laut ersten Erkenntnissen seinen 830-PS-starken Wagen massiv – und verlor dabei die Kontrolle über das Fahrzeug.

Das Auto, ein Ferrari 296 GTS, geriet auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal in ein korrekt entgegenkommendes Fahrzeug.

Die traurige Bilanz des Crashs: vier Verletzte. Denn im gerammten Auto sassen zwei Frauen (32 und 65) sowie zwei Kinder (6 und 11). Alle vier wurden verletzt und mussten mit leichten bis mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht werden. Auch der mutmassliche Unfallverursacher und seine Beifahrerin kamen zur Kontrolle ins Spital.

Fahrer war nicht Besitzer des Wagens

Einen Tag nach dem Crash wird klar: Der Fahrer des Unfallboliden ist nicht der Besitzer des Fahrzeugs. Der tragische Unfall ereignete sich auf einer Probefahrt. Der geschrottete Ferrari gehört Beat Imwinkelried (59), Inhaber einer offiziellen Ferrari-Vertretung – der B.I. Collection AG in Urdorf ZH. 

Der Crash hat Imwinkelried mitgenommen. Er sagt zu Blick: «Das Ganze macht mich sehr betroffen. Aber ich bin sehr froh, dass es bei dem Unfall nur Leichtverletzte gegeben hat. Und ich bin sehr dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist.»

Fahrer kannte sich mit Boliden aus

Was genau der Grund für den Crash war, kann der Fahrzeugbesitzer nicht sagen. Fakt ist aber: Der Fahrer kannte sich mit leistungsstarken Autos aus. Imwinkelried sagt: «In dem spezifischen Fall sind es bereits Kunden gewesen, Bestandskunden. Der Fahrer besitzt schon Ferraris, ist eigentlich sehr erfahren, hat am selben Morgen schon mal eine Probefahrt mit einem anderen Modell gemacht und am Nachmittag dann eben die besagte Probefahrt.»

Der Ferrari-Besitzer kannte den Fahrer und seine Beifahrerin gut. «Wir haben keine Veranlassung gehabt, dort besondere Vorkehrungen zu treffen», sagt er. 

Mit Beifahrerin telefoniert

Beat Imwinkelried hat natürlich versucht, sich ein genaues Bild über den Zustand seiner Kunden zu verschaffen. Er sagt: «Mit dem Fahrer selber habe ich keinen Kontakt gehabt, ich habe aber mit der Beifahrerin am Morgen telefoniert. Ich habe wissen wollen, wie es ihr geht und wie es ihrem Mann geht, weil es mich sehr betroffen gemacht hat.» 

Wie es den anderen Opfern des Unfalls geht, weiss der Autohändler nicht, seine Gedanken sind aber bei ihnen. «Es tut mir sehr leid, was passiert ist», sagt er. 

Die Kantonspolizei Zürich ermittelt derweil zusammen mit der Staatsanwaltschaft wegen eines Raserdelikts. 

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