Seltenes Urteil in Deutschland
Raser wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Lebenslange Haft für einen 25-jährigen Raser! Das Landgericht Wuppertal verurteilte ihn am Donnerstag wegen Mordes. Mit einem 700-PS-Wagen fuhr er 2025 zwei Frauen an – eine starb, die andere überlebte schwer verletzt.
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Das Landgericht Wuppertal hat einen 25-jährigen Raser am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Foto: IMAGO/Silas Stein

Darum gehts

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  • Ein 25-jähriger Raser wurde in Wuppertal wegen Mordes verurteilt
  • Er tötete 2025 eine 19-Jährige und verletzte eine 17-Jährige schwer
  • Gericht: Angeklagter fuhr mit über 700-PS-Sportwagen, lebenslange Haftstrafe
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Mattia JutzelerRedaktor News

Das Landgericht Wuppertal hat einen 25-jährigen Raser am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde er wegen versuchten Mordes und eines illegalen Kraftfahrzeugrennens schuldig gesprochen, wie unter anderem die «Bild» berichtet.

Der 25-Jährige hatte am 30. April vergangenen Jahres in Remscheid (D) mit einem mehr als 700 PS starken Sportwagen zwei junge Frauen angefahren. Die 19-Jährige verstarb, während die 17-Jährige schwer verletzt wurde. 

Der Staatsanwalt sprach in der Verhandlung von einer «tickenden Zeitbombe». Der Verurteilte habe schon vor dem tödlichen Unfall regelmässig Raserfahrten unternommen. Es sei darum nur eine Frage der Zeit gewesen, bis jemand dabei sterbe. Das Gericht kam zu dem Schluss, der Angeklagte habe den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen, als er Vollgas gab.

Ähnliches Urteil bereits im April

Mordurteile in einem Raserprozess kommen in letzter Zeit immer häufiger vor, bleiben jedoch eher selten. In Deutschland wurde im Februar 2017 zum ersten Mal überhaupt ein Raser wegen Mordes schuldig gesprochen, wie damals SRF berichtete.

Einen ähnlichen Fall wie am Landgericht Wuppertal gab es im April in Stuttgart. Auch dieser Raserprozess endete mit einem Mordurteil. Zwei Brüder wurden nach einem tödlichen Autorennen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, wie unter anderem die deutsche Tagesschau berichtete. 

Bei dem illegalen Rennen waren im Jahr 2025 zwei unbeteiligte Frauen ums Leben gekommen. Einer der beiden verurteilten Brüder rammte das Auto der jungen Frauen mit rund 130 Kilometern pro Stunde. Beide Opfer starben noch an der Unfallstelle.

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