Alle lieben Stadtkatze Lui
Winterthurs beliebtester Bewohner hat vier Pfoten

Lui, die bekannteste Katze Winterthurs, streift seit 2020 durch die Altstadt. Mit über 4500 Instagram-Followern und einem unverwechselbaren Charme ist der Kater längst zum Liebling der Stadt geworden.
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Der beliebteste Bewohner Winterthurs ist eine Katze namens Lui.
Foto: Instagram / lui_thecitycat

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lui ist die bekannteste Katze Winterthurs und wohnt in der Altstadt
  • Sein Instagram-Account mit 4500 Followern dient auch als Meldestelle
  • Trotz Beliebtheit gibt es auch Nachteile
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Nikolina PanticRedaktorin News

Zwischen Barstühlen und Stimmengewirr streicht ein grau-schwarzer Kater durch die Winterthurer Altstadt. Gläser klirren, jemand ruft: «Ah schau, Lui ist hier.» 

Hier kennt man ihn beim Namen. Wer neu ist in Winterthur, merkt schnell: Lui ist kein Stammgast – sondern die bekannteste Katze der Stadt. Sein Instagram-Kanal «lui_thecitycat» mit rund 4500 Followern spricht für sich. 

Seit bald sechs Jahren zieht das Tigerli seine Runden durch die Altstadt. «Wenn eine Katze in der Stadt rumläuft, dann schauen die Menschen hin», sagt sein Besitzer Jonas Reolon (39) zu Blick. Lui sei der Beweis, dass ein Tier durchaus in der Stadt zufrieden leben könne.

Eigentlich ein Landei

Doch nicht alle teilen diese Meinung. Das Stadtleben von Katzen sorgt vermehrt für Diskussionen – auch in der Politik. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und das Deutsche Tierärzteblatt weisen auf Gefahren von freilaufenden Katzen hin. Das Network for Animal Protection (NetAP) setzt sich gar für eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ein. Dennoch kümmert das Lui wenig, denn er zieht weiter durch die Stadt.

Lui ist ein Corona-Entscheid. Reolon erzählt, dass seine Wohngemeinschaft 2020 auf der Suche nach einer Katze gewesen sei. Per Zufall habe die Kollegin seiner ehemaligen Freundin einen Wurf gehabt und Katzen vergeben. So zog Lui vom Bauernhof in die Stadt. 

Obwohl der kleine Tiger ein individuelles Leben führt, war der Anfang alles andere als entspannt, erklärt Reolon lachend. Die kleine Fellnase ist neugierig, zutraulich und hat Entdeckungsdrang. So sei Lui bei einer Entdeckungstour in einem Veloanhänger im rund drei Kilometer entfernten Stadtteil Wülflingen gelandet. 

Ein Instagram-Account als Meldestelle

Reolon merkte schnell, dass Lui keine gewöhnliche Katze ist. «Er war seit Anfang sehr neugierig und hatte grosse Freude, als er nach vier Monaten das erste Mal raus durfte», erzählt er. Zu Luis Revier gehören die Steinberggasse, der Obere Graben und der Kirchenplatz. Der Kater ist aber auch ein Festivalgänger: «Er ist bei den Winterthurer Musikfestwochen bei einem Konzert über die Bühne geschlendert», sagt sein Besitzer.

Lui flaniert in Läden oder schlendert ab und zu in ein Kafi. Eine solch zutrauliche Stadtkatze macht die Menschen stutzig. «Ich habe daraufhin einen Instagram-Account erstellt, weil ich täglich um die zehn Anrufe erhalten habe, dass Lui gefunden wurde», führt Reolon aus. Der Instagram-Account ist nun ein Selbstläufer.

So finden Katze und Besitzer zusammen

Angst um Lui hat der Winterthurer keine. Seit der Instagram-Account existiert, weiss er immer, wo sich der kleine Kater befindet.

Nur Vorteile hat sein Leben als Stadtkatze nicht. «Besonders das Füttern ist nervig», sagt sein Besitzer. Reolon spricht ein Problem an, das so manche Katzenbesitzer nervt. So seien in Läden Futterschalen aufgestellt worden, sogar Kebabfleisch bekam Lui. 

Auch die beliebteste Katze Winterthurs hat Orte, an denen sie nicht willkommen ist. «Lui darf nicht in den Innenhof von der Stadtbibliothek», sagt Reolon. Dieses Gebiet wird nämlich von der Katze Luigi regiert und sorgte für manche Kämpfe zwischen den beiden. Obwohl Lui auf Festivals und Getümmel steht, ist das jährliche Albanifest tabu, zu viele «Freaks» tummeln sich dort, wie Reolon erklärt.

Klar ist: Die Katze wurde von einer ganzen Stadt ins Herz geschlossen. «Ich denke, dass Lui einen Jö-Effekt auslöst, er ist einfach, wie er ist», begründet sein Besitzer die Beliebtheit. 


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