Darum gehts
- Im Wiener Tiergarten Schönbrunn wurde ein Jungtier erschossen, Polizei ermittelt
- Schuss kam wahrscheinlich von ausserhalb des Geheges, Täter unbekannt
- Zooleitung verstärkte Sicherheitsmassnahmen, externe Security und Nachtdienste eingesetzt
Unbekannte haben im Wiener Tiergarten Schönbrunn ein Jungtier der Hirschziegenantilopen erschossen. Der Vorfall dürfte sich in der Nacht auf den 29. März gegen 3 Uhr ereignet haben, wie der ORF berichtet. Eine Tierpflegerin entdeckte das tote Tier in der Anlage der Herde. Bei der anschliessenden Obduktion stellte der Tierarzt des Zoos eine mutmassliche Schussverletzung fest. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet.
Laut Polizeisprecher Philipp Hasslinger gibt es eine Ein- und eine Austrittswunde. «Es ist schon davon auszugehen, dass hier ein Projektil verschossen wurde», erklärte er. Trotz einer Suche mit Metalldetektoren konnte das Projektil bisher nicht gefunden werden. Auch welche Waffe verwendet wurde, ist noch unklar und Teil der laufenden Ermittlungen.
Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen
Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Tierquälerei gegen eine unbekannte Täterschaft. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Schuss von ausserhalb des Geheges abgegeben wurde. Ob sich der Täter auf dem Zoogelände befand oder von ausserhalb des Tiergartens geschossen hat, ist derzeit noch offen. Ermittler werten aktuell die Aufnahmen der Überwachungskameras aus.
Der Tiergarten Schönbrunn reagierte auf den Vorfall und verstärkte umgehend die nächtlichen Sicherheitsmassnahmen. Die Nachtdienste wurden aufgestockt und zusätzlich externe Security eingesetzt. Zudem seien weitere Präventionsmassnahmen umgesetzt worden.
«Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut. Wir tun alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten», sagte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Weitere Details wolle man aus ermittlungstaktischen Gründen und in Absprache mit den Behörden derzeit nicht bekannt geben.