Hier erscheint Jessica Moretti zur nächsten Anhörung
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Inferno-Wirtin Crans-Montana:Hier erscheint Jessica Moretti zur nächsten Anhörung

«Herkunft der Gelder geprüft»
Freund kauft Jacques Moretti aus der U-Haft frei!

Ein Freund Morettis hat eine Kaution von 200'000 Franken hinterlegt. Somit ist der Wirt der Inferno-Bar von Crans-Montana wieder auf freiem Fuss. Es gelten jedoch ganz bestimmte Bedingungen.
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Gegen Jacques Moretti und Jessica Moretti wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Foto: JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Darum gehts

  • Jacques Moretti (49) wurde am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen
  • Er muss täglich zur Polizei und 200'000 Franken Kaution zahlen
  • Gegen ihn und Jessica Moretti wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Er ist frei! Jacques Moretti (49) kommt aus der Untersuchungshaft raus. Das teilte das Walliser Zwangsmassnahmengericht am Freitag mit. Anstelle der Haft «wurden Ersatzmassnahmen angeordnet, um der
Fluchtgefahr des Angeklagten entgegenzuwirken», heisst es in dem Schreiben des Gerichts.

Er muss seine Ausweis- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen und sich täglich bei einer Polizeidienststelle melden. Auch eine Kaution muss der Betreiber des Le Constellation hinterlegen. Die Höhe der Sicherheit hat das Zwangsmassnahmengericht auf 200'000 Franken festgelegt.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Das Walliser Gericht begründet den Entscheid damit, dass das Fluchtrisiko erneut bewertet wurde. Ausserdem wurde die «Herkunft der Gelder sowie die Art der Beziehungen zwischen dem Angeklagten und der Person,
die diesen Betrag gezahlt hat, einem seiner engen Freunde, geprüft».

Bereits vergangene Woche gab es das Gerücht, dass ein Freund der Morettis die Kaution von 200'000 Franken hinterlegen will, um den Barbesitzer freizukaufen. Jetzt ist klar: Der Plan ging auf!

«Ein Skandal und eine Schande»

Ein Schock für die Familie von Trystan Pidoux (†17). Er starb in der Feuer-Hölle von Crans-Montana, die in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht ausbrach. «Für meinen Mandanten und die Familien der Opfer ist diese Entscheidung unerwartet und besonders schockierend . Seit dem Drama sind gerade einmal drei Wochen vergangen. Die Ermittlungen haben gerade erst begonnen», sagt Christophe de Galembert, einer der Anwälte der Familie, zu Blick. Das Gericht schliesst zwar eine Fluchtgefahr aus, dabei habe Jacques Moretti Verbindungen nach Frankreich, insbesondere nach Korsika. Jacques Moretti wurde auf Korsika geboren.

Auch ein anderer Opfer-Anwalt schimpft über die Freilassung Morettis. Jean-Luc Addor zu Blick: «Ein Skandal und eine Schande gegenüber den Opfern und ihren Familien.»

Mutter von Opfer: «Ich weiss nicht, warum er frei sein muss»

Beim französischen TV-Sender BFMTV meldet sich kurz nach Bekanntwerden von Morettis Freilassung die wütende Mutter eines Brandopfers. «Es ist ein Skandal, dass er auf freiem Fuss ist, denn er hat immer noch die Möglichkeit zu fliehen», sagt sie. Moretti könne sich gefälschte Ausweispapiere besorgen und entkommen. «Ich weiss nicht, warum er frei sein muss. Das ist eine Tragödie», ergänzt sie und behauptet: «Es gab eine Täuschung, eine echte Täuschung. Es gab keine Kontrolle.»

Die Hinterbliebene hat Fragen an die Behörden. «Warum wurden die anderen Einrichtungen kontrolliert und das Constellation nicht?» An der Tragödie seien nicht nur die Morettis Schuld, sondern auch diejenigen, die die Kontrollen nicht durchgeführt hätten. «Sie schieben einander die Schuld zu. Bis heute haben wir keine Antwort», klagt die Frau sichtlich emotional an.

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Romain Jordan, Anwalt mehrerer Opferfamilien, reagierte in einer Mitteilung zurückhaltend: «Ich kommentiere die Fragen der Untersuchungshaft nicht.» Aus Sicht seiner Mandanten werde jedoch erneut nicht auf das Risiko von Absprachen und Beweisvernichtung eingegangen – ein Risiko, das sie stark beunruhige und die Integrität der Ermittlungen gefährden könne.

Gegen Jacques Moretti und Jessica Moretti, wird nach der Feuer-Hölle von Crans-Montana mit 40 Toten und über 100 Verletzten, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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