Darum gehts
- Julien G. (43) schoss am vergangenen Sonntag auf Aarauer Rave-Besucher
- Eine Frau (†22) starb, sechs weitere wurden teils schwer verletzt
- Gegen G. laufen Ermittlungen – Gemeindepräsident äussert sich
Mittlerweile ist klar: Julien G.* (43), wohnhaft im jurassischen Dorf Montsevelier, schoss am vergangenen Sonntag auf die Besucher des Aarauer Raves. Maria S. (†22) starb im Kugelhagel, sechs weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.
Montsevelier gehört zur Gemeinde Val Terbi. Das Drama lässt deren Präsidenten Claude-Alain Chapette fassungslos zurück. So etwas habe die Gemeinde noch nie erlebt, sagt er am Donnerstag zu Blick. «Ich habe in den vergangenen Tagen zahlreiche Telefonate mit Leuten aus Montsevelier geführt, die das Bedürfnis hatten, über die Tat zu sprechen.» Und weiter: «Das ist eine völlig aussergewöhnliche Situation. Wenn es bei einem selbst passiert, sind die Gefühle noch mal anders. Sie sind grösser, sie sind stärker. Was geschehen ist, hat mich sehr berührt.»
Ist Julien G. psychisch gestört?
Er ergänzt: «Im Namen der Gemeindeverwaltung, im Namen der gesamten Bevölkerung von Val Terbi, bin ich von ganzem Herzen bei diesen Menschen, die trauern, und spreche ihnen mein Beileid aus.» Den Verletzten wünscht er zudem viel Kraft für ihre Genesung.
Chapette kennt die Menschen aus dem Umfeld des Schützen. Wie Staatsanwalt Christoph Rüedi am Mittwoch bekannt gab, bestehen bei Julien G. Anhaltspunkte für eine psychische Störung. Deshalb sei er in Gedanken auch bei allen Menschen, die G. kennen – «insbesondere bei den Eltern und der Familie dieser Person, die dieser ziemlich schrecklichen Tat verdächtigt wird.» Chapette fasst zusammen: «Diese Tat hat uns alle getroffen.»
G. werden vorsätzliche Tötung (teilweise versucht), Mord (teilweise versucht), mehrfache Gefährdung des Lebens und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Bis zum Abschluss des Strafverfahrens wird es noch dauern.
*Name bekannt