Darum gehts
- 40 Tote und 116 Verletzte bei Feuer in Crans-Montana an Silvester
- Erste Opfer wurden panikartig mit Privatautos ins Spital gebracht
- Spital Wallis behandelte mindestens zehn Patienten weiterhin nach der Katastrophe
Insgesamt 40 Menschen sind bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana gestorben. Hinzu kommen mindestens 116 Verletzte. Viele der Opfer wurden zuerst im Spital Wallis in Sitten VS behandelt. Als Anästhesistin war Natalie Urwyler in dieser Silvesternacht für die Narkose der Opfer zuständig. Gegenüber dem «Spiegel» erzählt sie von ihren Erlebnissen aus dieser Nacht.
So wurden die ersten Brandopfer von ihren Eltern in Privatautos ins Spital gebracht, erzählt Urwyler. «Sie hatten Verbrennungen im Gesicht, am Brustkorb oder dem Rücken. Sehr viele hatten auch verbrannte Hände, meist aussen, weil sie ihr Gesicht vor den Flammen schützen wollten.» Die Opfer seien ansprechbar, aber in Panik gewesen, schildert die Anästhesistin. Dazu hätten sie grosse Schmerzen gehabt.
Katastrophenplan funktionierte gut
Auch über eine Woche nach der Brandkatastrophe lassen die Erinnerungen aus der Katastrophennacht Urwyler nicht los. «Diese Angst und die Schmerzen, die die jungen Menschen hatten. An die werde ich mich sicher noch lange erinnern», sagt sie dem «Spiegel». «Es gab auch einige, die jünger waren als 16 Jahre.»
Das Spital Wallis musste in der Silvesternacht seinen Katastrophenplan aktivieren. Die Notfallbehandlung der Opfer sei im Grossen und Ganzen gut gelungen, erzählt Urwyler. «Die Rettungskette funktionierte sehr gut, die Informationen wurden weitergeleitet. Alle verfügbaren Dienste wurden aufgeboten.» Viele der schwerer verletzten Opfer wurden noch in der Silvesternacht vom Spital in spezialisierte Kliniken verlegt. «Jetzt haben wir noch etwa zehn Patientinnen und Patienten bei uns.»
Langer Heilungsprozess
Die Opfer im Spital Wallis würden alle sehr unterschiedlich mit den traumatischen Erlebnissen der Brandkatastrophe umgehen, erzählt Urwyler dem «Spiegel». «Manche versuchen, sich zusammenzureissen, andere lassen ihren Gefühlen eher freien Lauf», sagt die Anästhesistin. «Die, die ihre nahen Menschen verloren haben, sind am Boden zerstört.»
Die Patienten, die aktuell im Spital behandelt werden, haben vor allem Verbrennungen im Bereich der Arme und Hände. «Doch auch das braucht viele Operationen. Hauttransplantationen, plastische Chirurgie», meint die Spezialistin. Die Heilung werde also noch einige Zeit dauern.
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