Darum gehts
- Italienischer Bahnstreik am 11. Juni
- Grund für den Streik: Gewerkschaften fordern höhere Löhne und Inflationsausgleich
- Fast alle grenzüberschreitenden Züge nach Italien betroffen, Ersatzbusse verkehren
Am Donnerstag geht im Bahnverkehr in Italien nichts. Die Unternehmen Trenitalia, Italo und Trenord streiken. Der Streik beginnt am Donnerstag um 3 Uhr und soll am Freitag um 2 Uhr enden. Dem Streik hat sich auch SAD Nahverkehr, ein Anbieter in Südtirol für den gesamten Donnerstag angeschlossen, wie «Stol.it» berichtet.
Was bedeutet der Streik für Schweizer Bahnreisende? «Im Fernverkehr fallen am 11. Juni bis auf ein rundes halbes Dutzend alle grenzüberschreitenden Züge auf dem italienischen Abschnitt aus», erklärt Mediensprecherin Fabienne Thommen auf Anfrage von Blick. Innerhalb der Schweiz werden die Züge wie geplant verkehren.
Italien: Gewerkschaften fordern höhere Löhne
Die aktuellsten Informationen zum Streik erhält man auf den Websites der entsprechenden Bahnbetreiber in Italien. Wie Trenitalia mitteilte, werden gewisse Verbindungen zumindest zu den Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie 18 und 21 Uhr angeboten. Die SBB raten allen Reisenden, sich kurz vor der Reise über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und zu prüfen, ob der gewünschte Zug fährt oder nicht.
«Betroffen ist vor allem der Verkehr ab Chiasso. Die EC-Züge via Domodossola fallen wegen Bauarbeiten seit dem 7. Juni zwischen Domodossola und Milano aus. Zwischen Genf und Milano Centrale verkehren Bahnersatzbusse mit Halt in Martinach VS, welche nicht vom Streik betroffen sind», merkt SBB-Sprecherin Thommen an. Ein weiterer Tipp ihrerseits: «Reisende zwischen Stabio und Malpensa Aeroporto T2 benützen die Ersatzbusse».
Bereits Ende Mai war der italienische Bahnverkehr aufgrund eines Streiks eingeschränkt gewesen. Mehrere italienische Gewerkschaften fordern höhere Löhne und einen Inflationsausgleich. Vor knapp zwei Wochen waren auch Schulen und Spitäler von den Streiks betroffen.