Darum gehts
- Team Arctic Row erreicht am 15. Juli nördlichsten Punkt mit Ruderboot
- Erstmals über 80. Breitengrad, bis zur Eiskante des Nordpols gerudert
- Rückweg nach Schottland: 3100 km in 25–30 Tagen geplant
Endlich gibt es ein Update zu den vier Mitgliedern des Teams Arctic Row. Florian Ramp (47), Frederik Jacobs (48), Roman Möckli (31) und Ben von Mitzlaff (29) machten sich auf, um während 40 bis 60 Tagen den arktischen Ozean zu überqueren. Mit einem Ruderboot.
Nun melden sie sich via Medienmitteilung und verkünden die frohe Botschaft. «Der Weltrekord ist geschafft!» Mit dem Weltrekord ist gemeint, dass noch niemand vor ihnen so weit nach Norden gerudert ist.
Bis zur Eiskante des Nordpols
«Am 15. Juli um 14.38 Uhr haben die vier Ruderer vom Team Arctic Row bei N80,4133° den nördlichsten Punkt, den je ein muskelbetriebenes Boot erreicht hat, überquert», heisst es in der Mitteilung. Noch nie war jemand über den 80. Breitengrad gerudert. Sie gelangten mit ihrer Leistung bis zur Eiskante des Nordpols. «Wir sind müde, aber super happy», sagt das Team unisono.
Auf diese Möglichkeit musste das Team aber warten. Rund eine Woche mussten die vier in Ny-Ålesund ausharren und auf ein günstiges Wetterfenster warten. Zu hoher Wellengang hätte die Gefahr erhöht, dass das Boot kentert oder vom vorgesehenen Kurs abkommt.
Heimreise Richtung Schottland
Zu starker Wind hätte sie ans Eis gedrückt und aus eigener Kraft wären sie nicht mehr dagegen angekommen, heisst es weiter. Zudem waren sie darauf angewiesen, dass vor der Abfahrt möglichst viel Schelfeis, also riesige schwimmende Eisplatten, durch den Wind und die Strömung aus ihrer Route getrieben wurde.
Nun wird es Zeit für die Heimreise. Die vier Abenteurer haben ihren Weg Richtung Süden angetreten. Zuerst müssen sie heil aus dem Eismeer herausnavigieren, vorbei an der Vulkaninsel Jan Mayen, Island, den Färöer-Inseln mit Ziel Thurso im Norden Schottlands.
In einem Monat wieder daheim
Je nach Wetterlage wird dieser Teil etwa 25 bis 30 Tage in Anspruch nehmen. Insgesamt werden es dann 3100 Kilometer gewesen sein. Ohne Segel und ohne Motor und auf engstem Raum im kalten offenen Meer. Der Gedanke an das, was sie geschafft haben, dürfte die tapfere Crew aber wenigstens von innen wärmen.