Nach Jahrzehnt-Auftritt von Audrey Werro
Die zehn grössten Schweizer Leichtathletik-Momente der Geschichte

Mit ihrem Traumlauf in Stockholm schreibt Audrey Werro ein denkwürdiges Kapitel der Schweizer Leichtathletik. Das sind die zehn Momente, die den Sport in den letzten Jahrzehnten geprägt haben.
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WM-Gold in einer Sprintdisziplin: Ditaji Kambundji schafft an der Outdoor-WM 2025 den grössten Moment der Schweizer Leichtathletik-Geschichte.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audrey Werro bricht 2026 in Stockholm Schweizer Rekord über 800 Meter
  • Neue Bestzeit von 1:53,98 Minuten gilt als Weltrekord-verdächtig
  • Beste 800-Meter-Zeit seit 43 Jahren, Werro ist erst 22 Jahre alt
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Ditaji Kambundji, 2025

Mit damals 23 Jahren sorgt Ditaji Kambundji an der Freiluft-WM in Tokio für die ultimative Sternstunde der Schweizer Leichtathletik. Die Bernerin rast über 100 Meter Hürden in Schweizer Rekordzeit 12,24 Sekunden zum WM-Titel. Vor Kambundji war noch nie eine Schweizer Frau Weltmeisterin. Sie wird ein paar Monate danach zur Sportlerin des Jahres gewählt. 

Markus Ryffel, 1984

Auch wenn wir aktuell so viele Weltklasse-Athletinnen und -athleten haben wie nie zuvor – mit seiner sensationellen Silbermedaille an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles ist Markus Ryffel (71) bis heute noch immer der letzte Schweizer mit einem Olympia-Podest in einer Laufdisziplin. Mit seinem Silber-Coup über 5000 Meter sorgte er im fernen Kalifornien für einen TV-Moment, der in die Geschichte einging und die ganze Schweiz bewegte. Ryffel ist bis heute als umtriebiger Botschafter für seinen geliebten Laufsport aktiv.

Ajla Del Ponte und Mujinga Kambundji, 2021

Es ist bis heute ein surreales Bild – gleich zwei Schweizerinnen stehen bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio im 100-Meter-Final. Zwei Schweizerinnen mittendrin im grössten Rennen einer Weltsportart, eigentlich ein Wahnsinn. Del Ponte läuft auf Rang 5, Kambundji auf Rang 6.

André Bucher, 2001

Ein Schweizer als klarer Favorit auf WM-Gold? 2001 in Edmonton (Ka) ist genau das der Fall. André Bucher (heute 49) läuft über 800 Meter das perfekte Rennen und wird Weltmeister. Die bittere Enttäuschung von Olympia 2000 mit dem fünften Rang nach einem Rempler im Rennen ist vergessen. 

Werner Günthör, 1987

In Zeiten des Eisernen Vorhangs holt mit Werner Günthör (heute 65) ein Schweizer WM-Gold in der Leichtathletik, es ist ein Riesen-Coup. Am 29. August 1987 stösst der Thurgauer Koloss in Rom die Kugel auf 22,23 Meter. Erstmals überhaupt holt die Schweiz WM-Gold. Der Thurgauer wird 1991 und 1993 zwei weitere Male Weltmeister.

Audrey Werro, 2026

Die Fribourgerin ist das neueste Mitglied im Zirkel der Schweizer Weltklasse-Athletinnen. Und womöglich überholt Audrey Werro (22) bald alle Arrivierten spielend. Ihr Sieg am Diamond-League-Meeting in Stockholm ist ein Jahrzehnte-Auftritt, ihr neuer Schweizer Rekord (1:53,98) ist die beste 800-Meter-Zeit seit 43 Jahren – und kann aufgrund der dunklen Dopingwolken über den 80er Jahren mehr oder weniger als der eigentliche Weltrekord angesehen werden.

Mujinga Kambundji, 2019

Zwar ist die WM in Katars Hauptstdt Doha wegen den fehlenden Fans alles andere als ein Fest. In die Schweizer Sport-Geschichte geht sie aber dennoch ein. Weil Mujinga Kambundji (heute 33) mit WM-Bronze über 200 Meter in neue Sphären vorstösst. Für die Vorreiterin aus Bern ist es der endgültige Durchbruch an der Weltspitze.

Simon Ehammer, 2026

Was für ein Jahr bisher für Hallen-Weltmeister und Weltrekordler Simon Ehammer (26). Der Appenzeller räumt am Mehrkampf-Mekka in Götzis (Ö) ganz gross ab. Er gewinnt erstmals die Götzis-Krone auf eine Weise, die ihm den Zehnkampf-Heldenstatus einbringt – Halbzeit-Leader mit Weltrekord-Punktestand, dazu kommen die 8,51 Meter im Weitsprung, was Schweizer Rekord und Weltrekord innerhalb des Zehnkampfs bedeutet. 

Anita Weyermann, 1997

Es ist das absolute Kult-Interview. «Gring abe u vou seckle», nennt Anita Weyermann (heute 47) im TV frisch von der Leber weg ihr Rezept, das ihr an der WM in Athen die Bronzemedaille über 1500 Meter einbringt. Zwei Jahre nach ihrem grösten Erfolg wird die Emmentalerin Sportlerin des Jahres.

Kariem Hussein, 2014

Die Heim-EM in Zürich gilt als Startschuss für die erfolgreichste Leichtathletik-Ära bei Swiss Athletics, die nach wie vor anhält. Auch wenn nach 2014 Namen wie Kambundji, Moser, Ehammer, Werro und Co. prägend waren – es war der Thurgauer Hürdenläufer Kariem Hussein (heute 37) über die 400 Meter Hürden, der mit dem umjubelten EM-Gold das Goldene Zeitalter einläutete.

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