Darum gehts
- Verfallenes Haus in Uznach SG wechselt Besitzer, Neubauprojekt geplant
- Ehemaliger Eigentümer stoppte Bau 2020 wegen gescheitertem Konzept
- Neues Bauprojekt: Zwei Doppeleinfamilienhäuser, Einreichung nach Sommerferien 2026
Ein verfallenes Haus an der Rütihaldestrasse sorgt in Uznach SG seit Jahren für Gesprächsstoff. «Ein Schandfleck», nennt es Gemeindepräsident Diego Forrer in der «Linth-Zeitung». Das Gebäude am Dorfeingang wurde 2016 gebaut, aber nie bewohnt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Das Grundstück hat den Besitzer gewechselt.
Das von der ATR Advanced Technology AG erbaute Einfamilienhaus steht direkt an der Strasse nach Gommiswald. Lange überwucherten Sträucher das Areal. Seit diese weg sind, ist der Zerfall deutlich sichtbar: absplitternde Fensterrahmen, beschädigte Fassaden und schiefe Platten.
Baugesellschaft plant zwei Doppeleinfamilienhäuser
Das Grundstück gehörte der Firma von Franco Renzo. Er erklärte bereits 2020 den Baustopp. «Ich wollte einer befreundeten Immobilienfirma aus Italien helfen, im Schweizer Markt Fuss zu fassen mit einem neuen Konzept. Das hat nicht funktioniert», sagte er damals.
Mittlerweile ist der Verkauf laut «Linth-Zeitung» abgeschlossen. Die Baugesellschaft Rütihalde aus Jona hat das Areal übernommen und plant zwei Doppeleinfamilienhäuser. Nach den Sommerferien soll das Bauprojekt eingereicht werden. Der unschöne Rohbau gehört damit bald der Vergangenheit an.
Kurhotel rottet seit 50 Jahren vor sich hin
Ein ähnliches Schicksal teilt ein bekannter Lost Place in Stansstad NW. Das dortige Geisterhotel stand lange leer und verfiel zusehends, was im Ort für viel Frust sorgte. Doch auch hier hat das Warten ein Ende: Der unschöne, verlassene Bau verschwindet. Anstelle der Ruine entsteht ein neuer Wohnblock.
Nicht nur in der Zentral- und Ostschweiz, auch in Graubünden gibt es Hoffnung für eine berühmte Ruine. Seit einem halben Jahrhundert rottet das historische Kurhotel Tenigerbad im Val Sumvitg vor sich hin. Das Dach ist verrostet, die Balkone hängen schief. Zahlreiche Rettungsversuche scheiterten seit 1977.
Zwei Zürcher Investoren planen, das Geisterhotel wachzuküssen. Auf 1300 Metern Höhe sollen ein Hotel, Wohnungen und ein Restaurant entstehen. Die Vision der Retter: Ein Aufenthalt im Tenigerbad soll ein Gegenpol zum hektischen Alltag sein.
Und auch für die prominente Geister-Raststätte an der A3 bei Obstalden GL sieht es gut aus. Sie soll ebenfalls wiederbelebt werden. Der Liechtensteiner Rudolf Hilti plant einen autofreien Begegnungsort mit Café, Veranstaltungen und Shuttle-Booten.