«Bei einem Nein wird das zum Lost Place»
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Vorstandsmitglied Zerzuben:«Bei einem Nein wird das zum Lost Place»

Geldspritze deutlich abgelehnt – in Saas-Grund VS steht die teuerste Bauruine des Landes
Bekommt die Schweiz einen neuen Lost Place?

Nachdem die Kosten für die Saastalhalle explodiert sind, stimmten drei Gemeinden am Sonntag über das weitere Vorgehen ab – mit deutlichem Resultat. Die Gegner freuts.
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Dürfen wir vorstellen: die teuerste Bauruine der Schweiz.
Foto: Martin Meul

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Saas-Grund VS lehnt 14-Millionen-Franken-Finanzierung für Eishalle mit 385 Stimmen ab
  • Hohe Stimmbeteiligung von fast 90 Prozent brachte deutlichen Sieg für Nein-Lager
  • Baukosten stiegen wegen Unwettern, Pandemie und Inflation auf 14 Millionen Franken

14 Millionen – diese Summe setzte Saas-Grund VS am Sonntag bei der Abstimmung über die Zukunft der fast fertigen Eishalle endgültig in den Sand. Bei einer Stimmbeteiligung von knapp 90 Prozent lehnte die Stimmbevölkerung die Geldspritze mit 385 zu 246 Stimmen ab. Aus der Halle wird somit die teuerste Bauruine der Schweiz.

Gegenüber Blick-Reporter Martin Meul erklärt Diego Andenmatten (40) von der Mitte Saas-Grund, das Resultat beruhige ihn. Andenmatten machte sich im Vorfeld für ein Nein zur Vorlage stark. «Im Grossen und Ganzen muss ich sagen, dass ich beruhigt bin. Es ist schön, dass die Leute das sachlich und nicht mit zu viel Emotionen angeschaut haben.»

Hohe Stimmbeteiligung als Vorteil fürs Nein-Lager

Das überraschend deutliche Resultat erklärt sich der Mitte-Mann mit der hohen Stimmbeteiligung. «Das Nein-Lager konnte die Leute wachrütteln, dass sie abstimmen gehen. Wäre die Stimmbeteiligung tiefer gewesen, wäre das ein Vorteil für das Ja-Lager gewesen.»

Aufgrund von Unwettern im Saastal, der Corona-Pandemie und der Inflation stiegen die Kosten für die Eishalle seit Baubeginn 2019 von den erwarteten 10 Millionen auf 14 Millionen Franken. Das Dilemma: Ohne die Halle kann der EHC Saastal nicht in der 1. Liga bleiben.

«Langfristig wird sicher noch etwas aus der Halle»

Gläubiger erklärten sich bereit, das fehlende Geld in die Fertigstellung der Halle zu investieren. Problematisch blieb jedoch der Betrieb der Halle – dafür sollte die Gemeinde aufkommen. Gedeckelt war die finanzielle Unterstützung mit einem Betrag von maximal 200'000 Franken. Dazu wird es nun aber nicht kommen.

Andenmatten ist optimistisch, dass die Halle eine Zukunft hat. «Es macht keinen Sinn, sie so stehenzulassen. Langfristig wird sicher noch etwas aus der Halle.» In welche Richtung es gehen könnte, weiss er aber auch noch nicht.

Die unterlegenen Initiatoren der Halle, unter anderen der EHC Saastal, prophezeien hingegen, dass aus der halbfertigen Halle nun die teuerste Bauruine der Schweiz wird – ein Lost-Place. «Bei einem Nein gibt es momentan keinen Plan B», sagte Vorstandsmitglied Martin Zerzuben kurz vor der Abstimmung zu Blick.

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