So sieht Ayverdis Vision für die Geisterraststätte aus
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Verlassener Ort am Walensee:So sieht Ayverdis Vision für die Geisterraststätte aus

Zürcher lancieren Gag-Idee
Geister-Raststätte am Walensee soll zum Edel-Kebab werden

Die Gebrüder Ayverdi verkaufen in ihren edlen Lokalen in Zürich den teuersten Kebab der Schweiz. Jetzt haben sie grosse Pläne mit der Geister-Raststätte an der A3. Sie träumen von einer Tankstelle samt Restaurant und Hotel.
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Seit 2003 steht die Raststätte an der A3 am Walensee leer.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Geister-Raststätte am Walensee bleibt wegen Sicherheitsmängeln unzugänglich für Autos
  • Ayverdi's plant Luxus-Kebab-Filiale mit Hotel und Infinity-Pool
  • Instagram-Video begeistert 24'000 User mit visionären Ideen zur Umnutzung
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Über 20 Jahre lang stand die Geister-Raststätte am Walensee leer und verlotterte mehr und mehr. Kaum jemand interessierte sich für den markanten Betonkoloss an der Autobahn A3 in Obstalden GL. Bis sich der schwer krebskranke Besitzer Heinz Peter Moravcik (86) im Dezember 2025 mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) anlegte. Er sucht verzweifelt nach einer Lösung für seine Raststätte – und zwar noch zu Lebzeiten. «Das Astra spekuliert nur auf meinen Tod, das ist schäbig», sagt er zu Blick. Er fordert 1,5 Millionen Franken vom Astra. Dieses winkt aber ab.

Nach diesem Hilferuf des verzweifelten Besitzers kommt plötzlich Bewegung in die Sache. Eine Idee nach der anderen poppt auf! So wurde die Geister-Raststätte plötzlich heiss als neuer Standort eines Superchargers von Tesla gehandelt. Auf den Visualisierungen, die auf X kursieren, ist zu sehen, was sich Tesla-Fahrer wünschen: ein Dutzend Ladestationen direkt an der Autobahn. Dazu ein Tesla-Diner, also ein Burgerrestaurant im US-Style, auf dem Dach der Raststätte – mit bestem Blick auf den Walensee und die Churfirsten.

Luxus-Zimmer und Mega-Pool

Jetzt bringt sich der Zürcher Nobel-Kebabverkäufer Ayverdi's ins Spiel. In den sozialen Medien sorgt ein Video für Furore, das zeigt, was die Gebrüder Ayverdi mit der Geister-Raststätte vorhaben. Eine Tankstelle samt Kebab-Laden soll es werden, darüber ein edles Restaurant. In den obersten zwei Stockwerken luxuriöse Hotelzimmer und ein grosser Infinity-Pool mit bester Sicht auf den Walensee – samt einer spektakulären Rutschbahn direkt in den Walensee hinunter.

Das kommt gut an in der Fastfood-Community: Innert weniger Stunden liken 24'000 User den Beitrag auf Instagram und kommentieren ihn eifrig. Im Video wollen die erfolgreichen Kebab-Unternehmer aus Zürich – sie verkaufen den teuersten Kebab der Schweiz für fast 100 Franken – wissen: «Die Frage ist nicht, ob das cool ist, sondern warum das noch niemand gebaut hat.»

Die Antwort ist simpel: Projekte wie der Tesla-Supercharger oder die Mega-Kebabfiliale am Walensee sind kaum realisierbar. Denn das Astra hat den Parkplatz der Raststätte schon 2017 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Zu kurz ist der Streifen zum Einspuren, zu gross der Verkehr auf der A3. Mit dem Auto kommt man seither nicht mehr zum Gebäude. Nur noch zu Fuss über einen Wanderweg oder mit dem Velo.

«Erhebliche bauliche Hürden»

«Eine Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Raststätte wäre mit erheblichen rechtlichen, verkehrssicherheitsrelevanten und baulichen Hürden verbunden», sagt ein Astra-Sprecher zu Blick. Die heutige Situation entspreche nicht den Anforderungen an eine «sichere und normkonforme Erschliessung» über die A3. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine künftige Nutzung überhaupt möglich wäre, müsste geprüft werden. «Nach heutigem Kenntnisstand schätzen wir dies jedoch als sehr anspruchsvoll ein», so der Sprecher weiter.

Diese bürokratischen Hürden muss Rudolf Hilti (36) aus Schaan (FL) nicht überwinden. «Die autofreie Autobahnraststätte reizt mich. Wäre sie mit dem Auto erreichbar, würde sie mich nicht interessieren», sagt er zu Blick. «Das Potenzial ist gross, die Kulisse einzigartig.» Hilti will die Raststätte zu einem besonderen Begegnungsort machen.

Im Herbst plant Hilti die ersten öffentlichen Veranstaltungen. Mit dabei sind die Musikorganisation «Bridges for Music» und Star-DJ Andrea Oliva (45), der bereits am Coachella-Festival in den USA und auf Ibiza auflegte. Langfristig sollen Velofahrer und Wanderer in einem Café einkehren können. Im Obergeschoss könnten Seminare, Ausstellungen oder Workshops stattfinden. Gäste sollen künftig auch per Shuttle-Boot zur Raststätte kommen.

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