Darum gehts
- Am Freitagabend um 20.47 Uhr scheint der Mond durchs Martinsloch
- Der Mond scheint seltener durchs Martinsloch als die Sonne
- Drei Wandertipps vor dem Spektakel
Wenn der Mond durch das Martinsloch scheint, wird die Glarner Bergwelt zur Bühne. Am Freitagabend ist es wieder so weit: Um genau 20.47 Uhr schiebt sich der fast volle Mond durch die berühmte Felsöffnung bei Elm.
Das Martinsloch ist ein 15-mal-22-Meter-grosses Felsenfenster im Grossen Tschingelhorn auf rund 2600 Metern Höhe. Um seine Entstehung ranken sich verschiedene Volkssagen. Die bekannteste erzählt von einem mutigen Hirten namens Martin, der seine Herde gegen einen mächtigen Riesen verteidigte.
Ein seltenes Schauspiel
Damit der Mond durch das natürliche Fenster sichtbar wird, müssen zwei Dinge zusammenkommen: Die Bahn des Mondes muss genau stimmen – und das Wetter muss mitspielen. Während die astronomische Konstellation lange im Voraus berechnet werden kann, bleibt eine entscheidende Frage bis zuletzt offen: freie Sicht auf das Martinsloch.
Die Sonne scheint jedes Jahr durchs Martinsloch – der Mond hingegen nur alle paar Jahre. Umso seltener ist das Spektakel, das sich am Freitagabend bietet. Dieses Mal dürfte es besonders hell werden: Der Mond nimmt zu und strahlt am Sonntag als Vollmond über Elm.
Gemeinsam in die Nacht
Treffpunkt ist um 20.15 Uhr beim Hotel Segnes in Elm. Bei der Besammlung bekommt man Hintergrundwissen zum Mondspektakel und dem Unesco-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona. Alle Infos zur Besammlung findest du auf der Website des Glarnerlands.
Eine Wanderung vor dem Spektakel?
Wer das Naturspektakel nicht einfach abwarten will, schnürt vorher die Wanderschuhe. Rund um Elm führen zahlreiche Routen durch eindrückliche Berglandschaften – perfekt, um sich vor dem grossen Moment noch einmal richtig auszupowern.
Höhenweg Elm (Obererbs–Ämpächli)
Etwas gemütlicher geht es beim Höhenweg Elm zu. Auf dieser Wanderung müssen wenige Höhenmeter bezwungen werden, weshalb sie ideal für Kinder und Senioren geeignet ist. Unterwegs laden die Feuerstellen zu Grilleinheiten ein, deshalb sollte eine Bratwurst oder ein Cervelat unbedingt in den Wanderrucksack. Obwohl die Wanderung von kurzer Dauer ist, spaziert man vorbei am Martinsloch, den Tschingelhörnern und dem ältesten Wildschutzgebiet Europas.
Dauer: 1 Stunde 40 Minuten
Schwierigkeitsstufe: Leicht
Strecke: 5,7 Kilometer
Aufstieg: 135 Höhenmeter
Abstieg: 343 Höhenmeter
Zur Wanderung
Rund um den Chüebodensee
Etwas anstrengender geht es bei der Wanderung rund um den Chüebodensee zu. Hier ist der Name Programm, denn die Route führt beim Freiberg Kärpf vorbei, dem ältesten Jagdbanngebiet von Europa. Zu Beginn verläuft die Wanderung durch den Riesenwald bis zur Alp Chunez, bevor der Chüebodensee erreicht wird.
Vom Berggipfel «Gelber Chopf» aus steigt die prächtige Tektonikarena Sardona empor. Mächtige Gipfel, schroffe Felswände und markante Gesteinsschichten zeugen hier auf einzigartige Weise von der Entstehung der Alpen.
Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeitsstufe: Mittelschwer
Strecke: 8,1 Kilometer
Aufstieg: 660 Höhenmeter
Abstieg: 650 Höhenmeter
Zur Wanderung
Die Rundwanderung um die Leglerhütte
Die Auspower-Variante gibt es bei der Rundwanderung Mettmen–Leglerhütte SAC. Diese dauert zwar nur eine Stunde länger als die mittelschwere Wanderung, geht aber in die Beine. Der Aufstieg von der Luftseilbahn Kies-Mettmen zum Stausee Garichti wird mit einem prächtigen Ausblick ins Unterland belohnt. Weiter geht es zur Kärpf-Brücke, einer eindrücklichen natürlichen Felsformation. Bei niedrigem Wasserstand lässt sie sich sogar überqueren. Erreicht man erstmals die SAC-Hütte, hat man sich die Verpflegung wirklich verdient.
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeitsstufe: Schwer
Strecke: 11,8 Kilometer
Aufstieg: 870 Höhenmeter
Abstieg: 875 Höhenmeter
Zur Wanderung