Ehepaar in Solothurn brutal niedergeschlagen – grundlos!
«Er muss operiert werden, sonst verliert er sein Auge»

Ein Stadtfest in Solothurn endete für Sameh N. (48) und seine Frau Anna (43) in einer Tragödie: Nach einer brutalen Attacke durch zwei Männer kämpfen sie nun mit schweren Verletzungen und traumatischen Folgen.
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Das rechte Auge von Sameh N. (48) ist komplett zugeschwollen. Er ...
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ehepaar aus Solothurn beim Stadtfest brutal angegriffen und schwer verletzt
  • Sameh N. droht ohne Operation zu erblinden
  • Polizei untersucht Videoaufnahmen nach Zeugenaufruf des Paares

Sameh N.* (48) und seine Ehefrau Anna N.* (43) sind mit den Nerven am Ende. Das Ehepaar aus Obergerlafingen SO ist traumatisiert – psychisch und körperlich.

Annas Gesicht ist mit Blutergüssen übersät, sie hat eine gebrochene Nase. Ihr Ehemann Sameh hat es noch übler erwischt: Sein Auge ist komplett zugeschwollen. In den nächsten Tagen wird er sich einer Operation unterziehen müssen, um nicht zu erblinden. Was ist passiert?

«Fass mich nicht an»

Das Schweizer Paar besuchte am Stadtfest in Solothurn den Kollegiumhof in der Innenstadt. Der bekannte Nachtclub Druckerei lud dort zum Fest. Anna erzählt: «Wir haben uns so gefreut auf diesen Abend, weil unser Lieblings-DJ auftrat.»

Die beiden tanzten ganz vorne. «Hinter uns waren jüngere Männer, als auf einmal einer aus der Gruppe meinen Mann wegschieben wollte», fährt Anna fort. «Er schob mich immer mehr und hielt dann meinen Arm fest», ergänzt Sameh.

«Fass mich nicht an», sagte Sameh zu dem jungen Mann. Gegenüber Blick betont er: «Ich habe es anständig gesagt.»

«Schon einen K.o. im Gesicht»

Seine Frau wollte wissen, was hier vorgeht. «Ich drehte mich um», sagt Anna, «und hatte schon einen K.o.-Schlag im Gesicht». Der Schlag zwischen ihre Augen bricht ihr die Nase.

Sie kam erst viel später wieder zu sich, als Sanitäter sie behandelten. «Warum bin ich hier, was ist passiert?», fragte sie sich. Sie hatte eine blutende Nase und verstand in diesem Moment gar nichts mehr.

Ihr Ehemann Sameh kann sich an ein bisschen mehr erinnern: «Nachdem ich gesagt hatte, er soll mich nicht anfassen, wusste ich plötzlich nicht mehr, wie mir geschah.» Der Mann habe auf ihn eingeschlagen – wie auf eine Boxbirne. Grundlos! «Die ersten paar Schläge merkte ich noch», so Sameh. Danach habe er «Sterne vor Augen» gehabt. Sonst wisse er nichts mehr.

Als Sameh wieder zu sich kam, habe er die Beine in die Hand genommen und sich so schnell es ging aus dem Staub gemacht. Er fürchtete um sein Leben: «Ich wusste nicht, dass meine Frau dort hinten liegt. Ich hatte Angst, dass sie mich umbringen wollen.»

Gemäss Ehepaar N. waren es mindestens zwei Männer, die sie plötzlich und ohne Vorwarnung angegriffen hätten. Wer die Männer waren, wissen beide nicht, aber: «Einer hat ganz normal Schweizerdeutsch gesprochen.» Und: Einer soll eine weisse Kappe getragen haben.

Zeugenaufruf und Polizeimeldung

Es dauerte über eine Stunde, bis sich das Ehepaar wieder gefunden hatte. «Ich nehme mein Handy nie mit, wenn wir zusammen unterwegs sind», so Anna. Als sie ihren Ehemann endlich wieder sah, erkannte sie ihn fast nicht mehr: «Ich war geschockt.»

Daraufhin ging sie zurück zum Fest und fragte sich durch die Leute, ob jemand das Geschehene aufgezeichnet habe. «Leider bin ich nicht weitergekommen.»

Also postete das Paar am nächsten Tag einen Zeugenaufruf. «Das hat ein bisschen geholfen», sagen sie. Mit den dadurch erhaltenen Aufnahmen gingen sie am Montag zur Polizei und meldeten den Vorfall.

Schwere Verletzungen am Auge

Nach dem Angriff am Fest seien sie zuerst nach Hause gegangen. Erst als sich das verletzte Auge bis am nächsten Tag nicht besserte, seien sie ins Spital gefahren. Sameh N. sagt: «Der Arzt sagte mir, ich hätte Schwein gehabt.» Weil der ganze Knochen kaputt sei, werde er am 7. Juli operiert. «Er bekommt eine Titanplatte als Knochenersatz. Das ist notwendig, sonst verliert er sein Auge», so Anna N.

Das Paar will unbedingt wissen, weshalb jemand so etwas tut. Sameh sagt zu Blick: «Warum? Warum? Warum? Ich bin ein friedlicher Mensch!»

Der Vorfall belastet die beiden Tag und Nacht. «Ich kann nicht mehr schlafen und ich kann nicht mehr richtig essen», so Sameh. «Die Szenen spielen sich immer wieder in meinem Kopf ab. Das macht mich innerlich kaputt.»

Die Polizei ermittelt

Auf Blick-Anfrage bestätigt die Kantonspolizei Solothurn den Vorfall, der sich in der Nacht auf den 27. Juni ereignet hat. «Dabei zogen sich die beiden Personen Verletzungen zu, die eine ärztliche Behandlung in einem Spital erforderlich machten», heisst es in der Mitteilung.

Die Kapo habe weitere Abklärungen eingeleitet. Laut dem Ehepaar ist Mitte Juli eine Einvernahme geplant.

*Namen bekannt 

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