Rehkitz-Attacke erhitzt in Zufikon AG die Gemüter
«Das war sicher ein ‹Er-macht-nüt-Hund›»

Ein frei laufender Hund hat in Zufikon AG am Donnerstag ein Rehkitz unter qualvollen Umständen getötet. Die Jagdaufsicht appelliert an Hundehalter – und im Netz tobt eine Diskussion.
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Diese Mitteilung der Jagdaufsicht hat auf Facebook eine hitzige Diskussion ausgelöst.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Hund riss ein Rehkitz in Zufikon AG am vergangenen Donnerstag
  • Facebook-Post dazu erhielt bis Montagabend fast 100 Kommentare
  • Vize-Jagdaufseher appelliert an Hundehalterinnen und Hundehalter
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Marian NadlerRedaktor News

In der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Zufikon wenn...» sorgt aktuell ein Vorfall vom vergangenen Donnerstag für Aufregung. In der Gruppe wurde ein Schreiben an Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer geteilt. Darin heisst es, dass am vergangenen Donnerstag ein «Rehkitz von einem frei laufenden Hund gerissen und unter grausamen Qualen getötet worden» sein soll. «Anscheinend vor den Augen von mehreren anderen Hundebesitzern...», liest man weiter. 

Die Jagdaufsicht vertritt eine klare Meinung zu dem Angriff. Er sei «vermeidbar, wenn im Wald und angrenzenden Gebieten die Hunde an der Leine geführt würden». Man hoffe auf das Verständnis der Hundebesitzer.

«Ein Hund ist kein Köter»

Bis Montagabend sammelte der entsprechende Post zum Statement fast 100 Kommentare. Es wird intensiv diskutiert. «Wenn euer Hund nicht folgt, dann bitte an die Leine», appelliert eine Nutzerin. 32 Menschen reagierten darauf mit einem Daumen hoch. «Das war sicher ein ‹Er-macht-nüt-Hund›», ärgert sich eine andere Kommentarschreiberin – und bekommt dafür immerhin 19 Likes.

Ein weiterer Kommentar lautet: «Und das nächste Mal beisst der Köter das Kleinkind des Nachbarn.» Er erntet entrüstete Antworten von Hundehaltern. Tenor: «Ein Hund ist kein Köter.»

Viele weitere Nutzer trauern um das Rehkitz. Eine Frau gibt an, die schlimme Szene vor Ort mitangesehen zu haben. Demnach habe das Tier minutenlang qualvoll geschrien, die Besitzerin habe währenddessen gefühlt 200-mal nach ihrem Hund gerufen – ohne dass dieser folgte. Mehrere schaulustige Spaziergänger hätten die Szenerie von weitem beobachtet. «Erst als die Schreie des Rehkitzes und das Gebell verstummten und es totenstill wurde, gingen sie weiter.» 

Sie macht den Beobachtern schwere Vorwürfe. Sie hätten auf Nachfrage des Jägers erklärt, sie hätten weder etwas gesehen noch etwas gehört. «Ein solches Verhalten empfinde ich als massiv beschämend.»

«Nehmt eure Hunde an die Leine»

Der stellvertretende Zufiker Jagdaufseher Ewald Wendel äussert sich am Montag gegenüber dem TV-Sender Tele M1. So soll die Jagd des Hundes nach dem Rehkitz rund zehn Minuten gedauert haben. Nach viel Gebell und Geschrei habe plötzlich Totenstille geherrscht. Das tote Tier habe Wendel erst am nächsten Tag gefunden. 

Eine Anzeige hat er nicht eingereicht, weil sowohl die Hunderasse als auch der Halter oder die Halterin unbekannt sind. An Hundehalterinnen und Hundehalter hat er eine Bitte: «Ob klein oder gross, nehmt eure Hunde an die Leine. Es kann jedem Mal etwas passieren, und wenn etwas passiert, nehmt Kontakt auf mit dem zuständigen Jagdaufseher oder meldet den Fall der Polizei.»

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