Lurcher-Mischling wird zur Gefahr
Teenager wird vom Familienhund im Schlaf zu Tode gebissen

Ein tödlicher Hundeangriff erschüttert Essex: Jamie-Lea Biscoe (†19) wurde am Freitagabend von einem Lurcher-Mischling im Schlaf gebissen. Es handelt sich um den Familienhund, der als zutraulich galt. Der Fall in England ist nicht der einzige seiner Art.
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Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Familienhund beisst Jamie-Lea Biscoe in Essex tödlich im Bett
  • 37-jähriger mutmasslicher Hundebesitzer bis Juli auf Kaution frei
  • 2001–2021: 69 Todesfälle durch Hundeangriffe laut Universität Liverpool
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Nikolina PanticRedaktorin News

Dass sich Hund und Halter ein Bett teilen, gilt für viele als harmlose Gewohnheit. Für Jamie-Lea Biscoe (†19) aus dem englischen Essex endete dies jedoch tödlich. Wie «The Guardian» berichtet, wurde sie von ihrem Familienhund zu Tode gebissen, als sie mit dem Vierbeiner im selben Bett schlief.

Laut Angaben der Polizei wurde das Opfer am Freitagabend um 22.45 Uhr mit schweren Verletzungen in einem Haus in Leaden Roding aufgefunden. Jede Hilfe kam jedoch zu spät. 

Mutmasslicher Hundebesitzer festgenommen

Laut «Bild» handelt es sich beim Hund um einen eigentlich zutraulichen siebenjährigen Lurcher-Mischling – eine für die Jagd gezüchtete Kreuzung mit Windhund-Anteil. Brisant: Ein 37-jähriger Mann wurde im Zusammenhang mit dem tragischen Vorfall festgenommen. Er steht unter Verdacht, der Halter des ausser Kontrolle geratenen Hundes zu sein, der den Tod der 19-jährigen Biscoe verursacht hat.

Der 37-Jährige ist bis Juli gegen Kaution auf freiem Fuss. Der Hund wurde im Zuge der Untersuchungen beschlagnahmt. 

Ist der Lurcher ein gefährlicher Hund?

Freunde des jungen Opfers berichteten gemäss Bild, dass dies nicht einer der Hunde sei, die man an der Leine führen musste. Hatte der Hund einen Ausreisser oder gilt die Rasse als gefährlich? In der Schweiz sind solche Hunde auch als Listenhunde oder Kampfhunde bekannt. Die Listen sind kantonal geregelt und stufen einen Hund als potenziell gefährlich oder aggressiv ein. 

In der Stadt Zürich stehen 14 Hunde auf der Liste der verbotenen Hunderassen. Der Lurcher ist jedoch nicht darunter.

Tod durch Hundeangriff ist kein Einzelfall

Der tragische Unfall ist kein Einzelfall. Gemäss einer Studie der Universität Liverpool sind im Raum zwischen 2001 und 2021 69 Todesfälle durch Hunde registriert. Dass Hunde zubeissen, ist nicht immer das alleinige Verschulden der Tiere: Laut dem Universitären Tierspital Zürich liegt in 60 Prozent der Fälle eine fehlerhafte Interpretation des Menschen im Verhalten des Tieres vor.

Obwohl in der Schweiz tödliche Hundeangriffe selten sind, häufen sich die Angriffe: Jedes Jahr müssen sich rund 13'000 Personen wegen Hundebissen medizinisch versorgen lassen, berichtet die Universität Zürich. Der Fall aus England zeigt: Solche Tragödien können dennoch jederzeit passieren.

Kindergärtner von drei Pitbulls totgebissen

Der wohl bekannteste Fall, der bis heute nachhallt, ist der Angriff auf den kleinen Süleyman. Der sechsjährige Kindergärtner wurde 2005 auf seinem Weg in den Kindergarten von drei American-Pitbull-Terrier tödlich angegriffen. Der Angriff hatte auch politisch Wellen geschlagen: Mit dem Aufruf «Jetzt machen wir den Behörden Dampf!» lancierte Blick nur zwei Tage nach dem Angriff eine Petition für ein Verbot von Pitbulls.

Malinois tötet Frau in Freiburg

Bereits im Jahr 2020 wurde eine Frau von einem belgischen Malinois zu Tode gebissen. Die damals 45-jährige Frau trainierte den auffällig aggressiven Vierbeiner im Hunde-Dressurpark in Auboranges (FR). Nachdem der Hund sein Frauchen tödlich verletzt hatte, ging er auch auf die anwesende Beamtin los. Diese zog daraufhin ihre Dienstwaffe und erschoss das Tier.

American Bully geht im Wald auf Besitzer los

Rio, ein amerikanischer Bully, hat bei einem Spaziergang im Wald in Deutschland sein Herrchen zu Tode gebissen. Der 35-jährige Bankkaufmann war der dritte Besitzer des Hundes und hatte einen guten Draht zum Tier.

Obwohl Besitzer und Hund sich gut verstanden haben, gab es Anzeichen: Zwei Wochen vor dem tödlichen Angriff, hatte der Hund die Freundin des Hundehalters angegriffen, als sie auf dem Eis ausgerutscht war.

American Staffordshire Elmo greift Joggerin an

Für eine 60-jährige Joggerin endete eine Jogging-Runde im österreichischen Naarn tödlich. Als sie ihre Runde rannte, biss der Kampfhund Elmo zu. Die Joggerin rannte von hinten bei Frauchen und Hund vorbei, als sich dieser losriss und ihr in den Hals gebissen hatte. Beim Versuch zu helfen, verletzte sich die Hundehalterin ebenfalls. Stunden nach dem Angriff wurde der Hund eingeschläfert.

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