Wie weiter nach Knallhart-Verbot?
Jetzt reicht es den Hundehaltern in Oberägeri ZG

In Oberägeri ZG sorgt ein Entscheid der Gemeindeversammlung für Diskussionen: Hunde sollen künftig keine landwirtschaftlichen Flächen mehr betreten dürfen. Nun wehren sich viele Hundebesitzer – darunter sogar der Gemeindepräsident.
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Hunde sollen keine Wiesen mehr betreten dürfen – das hat die Gemeindeversammlung von Oberägeri ZG beschlossen.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Oberägeri hat strenge Regeln für Hunde eingeführt
  • Viele Hundehalter, darunter der Gemeindepräsident, kritisieren den Beschluss
  • Mit einer Motion wollen sie das Verbot kippen
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Patrick GerberRedaktor Politik

Wiesen tabu, Leine immer Pflicht: In Oberägeri ZG tobt ein politischer Hunde-Streit! Ein Bürger hat an der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember ein Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen sowie eine ganzjährige Leinenpflicht für Hunde gefordert – und damit Erfolg gehabt. Die Versammlung stimmte dem Antrag zu, nun steht es so im Reglement. Doch jetzt regt sich Widerstand am Ägerisee: Viele Hundehalter kritisieren den Entscheid im Nachhinein als unüberlegt und wollen mit einer Motion dagegen vorgehen.

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Besonders umstritten ist das Verbot, wonach Hunde die Feldwege nicht mehr verlassen dürfen. Dieses stösst bei den Gegnern auf Unverständnis, wie die «Zuger Zeitung» berichtet. Die Vorgabe sei kaum umsetzbar, sagt auch der Gemeindepräsident von Oberägeri, Marcel Günter (57, FDP). Vielen Hundebesitzern sei die Tragweite des Beschlusses jedoch erst nach der Versammlung bewusst geworden – auch weil der Antrag spontan gestellt worden sei.

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Der Gemeindepräsident engagiert sich

Günter, der selbst einen Australian Shepherd besitzt, betont, wie wichtig Auslauf für Hunde ist – und dass sie einen Ort brauchen, an dem sie ihr Geschäft erledigen können. Die Leinenpflicht sei dagegen das kleinere Problem. Auch den Hundebesitzern liege der Schutz der Wildtiere am Herzen, sagte er der «Zuger Zeitung» weiter.

Für viele Einwohner von Oberägeri – von Blick einst als «Paradies der Superreichen» bezeichnet –, ist klar: Der Auslauf für ihre Hunde ist nicht verhandelbar. Rund 120 Hundehalter aus dem Ägerital trafen sich nach der Gemeindeversammlung zu einer Diskussionsrunde. Gemeinsam habe man beschlossen, im Mai eine Motion gegen das Betretungsverbot einzureichen.

Der Gemeindepräsident ist überzeugt, dass der Vorstoss durchaus Chancen hat. Sollte er scheitern, müssten in der Gemeinde alternative Flächen geschaffen werden, auf denen sich die Hunde frei bewegen können. Das sei jedoch schwierig.

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