500 Menschen gedenken verstorbener Maria S. (†22)
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Trauermarsch in Aarau:500 Menschen gedenken verstorbener Maria S. (†22)

Italien nimmt Abschied von Maria S. (†22), dem Todesopfer von Aarau
«Ohne dich macht nichts mehr Sinn»

Eine Woche nach dem Amoklauf am Aarauer Rave wird das Todesopfer in ihrer Heimat beigesetzt. Ihre Mutter hat für die Trauerfeier einen ungewöhnlichen Wunsch.
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Die Beerdigung von Maria S. findet am Sonntag in Città Sant'Angelo in den Abruzzen statt.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Città Sant'Angelo wird Maria S. (†22) heute beigesetzt
  • Maria starb am 30. August bei Amoklauf in Aarau
  • Täter feuerte 40 Schüsse ab, rund 500 Menschen gedachten Maria in Aarau

Città Sant'Angelo, ein Städtchen in den Abruzzen mit Blick auf die Adria. Hier, in der Collegiata di San Michele Arcangelo, wird am Sonntag um 15 Uhr Abschied genommen von Maria S.* (†22) – jener jungen Frau, die vor einer Woche beim Amoklauf am Aarauer Rave erschossen wurde.

Bereits am Samstag wurde im Bestattungsinstitut an der Via G. D'Annunzio die Aufbahrung eingerichtet. Tagsüber konnten Angehörige, Freundinnen und Bekannte Abschied nehmen.

Die Todesanzeige, die die Familie veröffentlicht hat, ist bewegend. Die Angehörigen schreiben: «Ohne dich macht nichts mehr Sinn, aber unsere Liebe zu dir wird dich über das Unermessliche hinaus erreichen ... Wir stellen uns gern vor, wie du unter den Engeln zu der Musik tanzt, die dein Herz so sehr zum Schlagen gebracht hat ... und nun wird jede Note zur Ewigkeit! Wir lieben dich über alles.»

Die Todesanzeige für Maria S.
Foto: zVg

Den Text ergänzt eine Zeile aus dem Prosagedicht «Desiderata» von Max Ehrmann: Maria sei ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne, und habe ein Recht darauf, hier zu sein.

Unterzeichnet ist die Anzeige von Marias Mutter Gulmira Israilova (47), ihrer Schwester, ihrem Bruder, ihrem Vater sowie von den Grosseltern, Tanten, Onkeln und Cousins.

Die Familie hat Blick einige Fotos aus der Kirche zur Verfügung gestellt. 

«Maria soll so verabschiedet werden, wie sie gefeiert hat»

Maria S. liebte Technomusik. «Es wirkte beruhigend auf sie», hatte ihre Mutter Gulmira Israilova diese Woche gegenüber Blick erzählt – und angekündigt: An der Beerdigung ihrer Tochter werde Technomusik laufen. Maria solle so verabschiedet werden, wie sie auf dieser Welt gefeiert habe.

Die junge Frau hatte in Italien die Hotelfachschule absolviert und war für ein besseres Leben in die Schweiz gekommen, wo sie unter anderem in einem Food-Truck arbeitete. Sie habe sich die Katzenfigur Hello Kitty tätowiert, erzählte ihre Mutter, sei zugleich für ihr Alter erstaunlich reif gewesen und habe sich um alle gekümmert. Am 26. Oktober hätte Maria S. Geburtstag gehabt. Feiern wollte sie ihn in Italien, gemeinsam mit ihrer Mutter.

40 Schüsse in die Menge

In der Nacht auf Sonntag, 30. August, fuhr Julien G. (43) mit seinem Auto zur Schachenstrasse in Aarau, ging ein Stück zu Fuss weiter und feuerte laut Polizei rund 40 Mal mit einem Sturmgewehr in Richtung der Feiernden auf der Pferderennbahn. Auf dem Rückweg schoss er zusätzlich mit einer Pistole auf ein wegfahrendes Fahrzeug. Über 80 Notrufe gingen ein.

Maria S. wurde im Brustbereich getroffen und verblutete innert kürzester Zeit. Sechs weitere Personen wurden verletzt, zwei davon mussten längere Zeit im Spital bleiben. Nach Einschätzung der Behörden handelt es sich um Zufallsopfer.

In der Nacht auf Montag stellte sich der 43-jährige Schweizer aus dem Kanton Jura in Delémont der Polizei. 

Am Freitagabend hatten rund 500 Menschen in Aarau der beim Amoklauf getöteten Maria S. (†22) gedacht.

* Name bekannt 

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