British Airways verschlampt Handy von Amanda Moll (18) – trotzdem soll sie blechen
«Ich finde das eine Frechheit, es war nicht mein Fehler»

Ein USA-Aufenthalt wird für Amanda Moll (18) aus Chur zum Albtraum: Am 12. Juli verliert sie ihr Handy im Flieger nach San Diego – es landet im Lüftungsschlitz und geht auf Weltreise.
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Amanda Moll aus Chur hatte auf ihrer USA-Reise grossen Ärger.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Amanda Moll (18) aus Chur verlor ihr Handy im Flugzeug
  • Das Gerät landete in einem Lüftungsschlitz und reiste um die Welt
  • Rücksendung kostet 180 Franken, doch Zustand des Handys bleibt unklar
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Martin MeulReporter News

Diesen USA-Trip mit Sprachaufenthalt hat sich Amanda Moll (18) aus Chur anders vorgestellt. Als sie am 12. Juli in San Diego aus dem Flieger von British Airways aussteigt, tut sie das ohne Handy. «Da merkt man erst einmal, wie abhängig man davon ist», sagt die angehende Bauzeichnerin zu Blick. Keine Uber-App, keine Google-Maps, nichts – und das in einer komplett fremden Stadt.

Das Ärgerliche dabei: Moll ist nicht schuld, dass sie ihr iPhone nicht mehr hat. Sie weiss sogar ganz genau, wo es ist: im Bauch des Flugzeugs, aus dem sie gerade ausgestiegen ist. Nur kommt sie nicht dran.

Im Lüftungsschlitz verschwunden

Während des Flugs von London nach San Diego lässt Amanda Moll ihr Handy auf den Boden fallen. Als sie sich danach bücken will, ist das Gerät jedoch verschwunden. «Ich konnte es nirgends finden, dachte schon, jemand hätte es gestohlen», sagt sie.

Ein anderer Fluggast weist sie aber darauf hin, dass das Gerät in einen nicht abgedeckten Lüftungsschlitz gefallen sein könnte. Eine Vermutung, die sich als richtig herausstellt. «Ich informierte sofort die Crew und dachte, dass sie das Handy nach der Landung herausholen und mir zurückgeben würde», sagt Moll.

Falsch gedacht: Die Crew wimmelt die junge Frau ab. «Ich erklärte ihnen, dass das Handy noch Akku hat, aber auch das war ihnen egal», sagt Moll und fügt an: «Wegen jeder Powerbank wird wegen Brandgefahr ein Riesenaufstand gemacht, aber ein aktives Handy irgendwo im Bauch eines Flugzeugs ist offenbar kein Problem.»

Halbe Weltreise

So kommt es, dass Amanda Moll ohne Handy in San Diego aussteigt. Das Gerät hingegen tritt eine halbe Weltreise an. Über ihr Tablet verfolgt Moll die Route. Zuerst fliegt das Telefon zurück nach London. «Dann ging es nach Singapur und wieder zurück nach London», sagt Moll.

Dort wird das Gerät endlich aus dem Flugzeug geholt, doch bis heute hat Moll ihr Handy nicht zurück. «Die Airline hat es einfach auf dem Fundbüro in London deponiert», so Moll.

Hohe Kosten und keine Hilfe

Für British Airways ist die Sache damit offenbar erledigt. Nicht aber für die junge Frau. «Es würde mich gut 180 Franken kosten, mir das Handy schicken zu lassen», sagt sie. Dieses Geld will sie aber nur zahlen, wenn sie weiss, dass das Handy unbeschädigt ist. «Das Fundbüro aber weigert sich, mir Fotos von meinem Gerät zu schicken», sagt Moll. Der schriftlichen Versicherung, dass alles okay sei, traut sie nicht. «Ich finde das Ganze eine Frechheit, es war nicht mein Fehler!»

Zudem musste sie sich ein Ersatzhandy besorgen, auch das hat viel Geld gekostet – gut 800 Franken. Trotzdem hätte Moll gern ihr altes Gerät zurück, denn darauf befinden sich viele wichtige Daten und Log-ins für die Schule. «Das Verhalten der Airline hat mit Kundenservice nichts zu tun», ärgert sich Moll und fügt an: «Wegen eines Wartungsfehlers hatte ich einen grossen Ärger und hohe Kosten. Das ist inakzeptabel.»

«Richtlinien des Flughafens Heathrow»

British Airways erklärt auf Anfrage von Blick am Freitag: «In Fällen, in denen unsere Teams keinen sicheren Zugang zu einem Gerät haben, kann der Gegenstand nur von Technikern geborgen werden, die die Arbeiten sicher durchführen können.» Dies könne bedeuten, dass die Bergung erst erfolgt, wenn das Flugzeug wieder an seinem Heimatstandort ist – in diesem Fall London Heathrow.

Die Airline schreibt: «Nach der Bergung werden die Gegenstände gemäss den festgelegten Verfahren für Fundsachen behandelt.» So könne garantiert werden, dass sie zuverlässig identifiziert, erfasst und an ihren Besitzer zurückgegeben werden. «In diesem Fall galten die Richtlinien des Flughafens Heathrow.» Die Airline kündigt an, dass sie sich mit Moll in Verbindung setzt, um sich «für die Verzögerung zu entschuldigen und die Kosten für den Versand des Telefons durch die Fundstelle von Heathrow zurück in die Schweiz zu übernehmen.»

Es könnte also sein, dass der unglückliche Handyverlust von Amanda Moll doch noch mit einem Happy End ausgeht.

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