Dieses Video entstand drei Minuten vor den Schüssen
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Party war in vollem Gang:Video entstand drei Minuten vor den Schüssen

Endlich informiert die Polizei
Werden diese vier Widersprüche um die Aarau-Schiesserei heute aufgelöst?

Die Schweiz blickt gespannt auf die Pressekonferenz der Strafverfolger in Schafisheim AG. Zwei Tage nach der Schiesserei am Aarauer Rave bleiben zentrale Fragen zu Täter und Motiv offen.
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Die Anteilnahme nach den Schussabgaben in Aarau ist gross. Blumengestecke und Kerzen gedenken der Opfer des Angriffs.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Heute 14 Uhr PK in Schafisheim zur Schiesserei am Aarauer Rave
  • Zwei Waffen, widersprüchliche Aussagen: Polizei geht von Einzeltäter aus
  • 22-jährige Getötete trug Nachnamen von Roma-Clan, Spekulationen über Motiv
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Sebastian BabicReporter Blick

Seit über 48 Stunden schweigt die Aargauer Polizei zum Angriff am Aarauer Rave in der Nacht auf Sonntag. Wenn die Behörden heute um 14 Uhr in Schafisheim AG vor die versammelte Weltpresse treten, ist der Druck riesig.

Insbesondere stellt sich die Frage nach der Täterschaft und dem Motiv der Schüsse auf eine feiernde und überwiegend junge Menschenmenge, die die Schweiz seit der Nacht auf vergangenen Sonntag in Atem hält.

Blick listet die wichtigsten vier Widersprüche auf, die heute Nachmittag beantwortet werden könnten.

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Zwei Waffen, zwei Tatorte, ein Schütze

Läuft noch ein Komplize frei herum? Die Strafverfolger konnten knapp 24 Stunden nach den Schüssen einen dringend Tatverdächtigen ausserhalb des Kantons Aargau festnehmen. Man gehe von einem Einzeltäter aus, versichert die Polizei.

Einige Zeugenaussagen von Besuchern widersprechen dieser Version allerdings. So ist auch die Rede von Zeugen, die zwei Täter gesehen haben wollen. Dass an zwei Orten Patronenhülsen von zwei unterschiedlichen Waffen gefunden wurden, lässt diesen Verdacht zumindest nicht verschwinden.

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Wieso hörte der Schütze auf zu schiessen?

Für die Polizei standen von Anfang an drei Motive im Vordergrund: Terror, Amok oder eine «Abrechnung im Milieu».

Gegen einen Terroranschlag spricht der Zeitpunkt der Schüsse und dass nicht mehr Munition verwendet wurde. Hätte der Täter grösstmöglichen Schaden anrichten wollen, hätte er dies wohl tun können. Laut eigenen Aussagen fand die Polizei «mehr als ein Dutzend» Patronenhülsen des Gewehrs am Tatort, also deutlich weniger als die 30, die in ein AK-Magazin passen.

Für die italienischen Medien steht aktuell die Amok-Theorie im Zentrum (mehr dazu unter Punkt 4). Diese wollen erfahren haben, dass es sich beim Schützen um einen Schweizer gehandelt habe, der «wütend auf die Welt» war und aus Hass gehandelt haben soll. Sie verweisen dabei auf Aussagen aus Ermittlerkreisen.

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War es eine Abrechnung der Roma-Mafia?

Eine andere Theorie der Polizei zum Motiv war eine «Abrechnung im Milieu». Dafür gibt es zumindest Indizien.

Mittlerweile wurde nämlich bekannt, dass das Todesopfer Maria S.* (†22) einen «problematischen Nachnamen» trug, der ihr «einige Probleme bereitet hatte», wie ihr Freund Christopher D.* gegenüber Medien sagte. Sie habe eine andere Zukunft gesucht.

Die Aussagen des Freundes der Getöteten und die Vorgänge beim Fahrendenplatz unweit des Festivalgeländes lassen Raum für Spekulationen.

So sei das Fahrzeug eines Fahrenden vom Täter beschossen worden, nachdem dieser aus seinem Fahrzeug ausgestiegen sei. Auch eine der mutmasslichen Tatwaffen, eine AK-74, wird bevorzugt von mafiösen Gruppierungen verwendet.

Das Problem an der Theorie: Dieser gezielte Schuss will so gar nicht zum Rest des Vorgehens des Schützen passen. War es eine Zufallsbegegnung oder ein gezielter Angriff?

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Italienische Medien wollen mehr wissen als die Polizei erlaubt

Die offenen Fragen verleiten aktuell vor allem Medien aus Italien zu Mutmassungen. Einige davon wollen nicht zu den Informationen passen, die die Aargauer Kantonspolizei bisher veröffentlicht hat.

So behauptet der «Corriere della Sera» in einer Schlagzeile, der Täter habe aus einem «Sturmgewehr der Schweizer Armee» gefeuert, was allerdings nicht zu den Patronenhülsen passt, die von den Schweizer Ermittlern gefunden wurden. Vielmehr geht man davon aus, dass die Hülsen aus einer Waffe aus der AK-74-Produktionsreihe stammen.

Dieselbe Zeitung beruft sich im gleichen Artikel auf Informationen aus Ermittlerkreisen, wonach der Verhaftete Schweizer und ehemaliger Armeeangehöriger sei und geübt sei im Umgang mit Waffen. Sie erinnern daran, dass in der Schweiz die Sturmgewehre aus der Militärzeit zu Hause gelagert würden.

Ähnliches schreibt die «Repubblica», wobei sie vorsichtiger formuliert. Weitere Informationen sollen darauf hindeuten, dass sich der Täter selbst der Polizei gestellt habe. Wie die Zeitung schreibt.

Medienkonferenz live auf Blick.ch

Welche Gerüchte sich bestätigen werden und welche falsch sind, kann vorerst einzig die heutige Pressekonferenz um 14 Uhr zeigen. Blick überträgt die PK live und tickert aus Schafisheim.

* Namen bekannt

«Ich dachte an meine Kinder»
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Rave-Besucherin hatte Angst:«Ich dachte an meine Kinder»
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