Darum gehts
- Die Schweiz schwitzt: Temperaturen bis 37 Grad bis mindestens Dienstag erwartet
- Städte leiden besonders unter Wärmeinseleffekt
- Auf 1500 Metern Samstag angenehmere 21 bis 25 Grad gemeldet
Die Schweiz glüht weiter: Die aktuelle Hitzewelle legt zum Wochenende keine Pause ein, sondern setzt sogar noch einen drauf. Ab Freitag geraten auch das zentrale Mittelland und die Region Schaffhausen ins Visier der Gluthitze, wie Meteo Schweiz schreibt. Und Entlastung ist nicht in Sicht – die Hitzewelle dauert mindestens bis nächste Woche an.
Zwar sorgt eine leichte Bise vor allem in den zentralen und östlichen Landesteilen zeitweise für etwas weniger heisse Luft als bei der letzten Hitzewelle Ende Juni – von einer echten Abkühlung kann aber keine Rede sein.
Aufgrund des Atlantik-Hochs, das immer mehr Kurs auf West- und Mitteleuropa nimmt, kennt das Thermometer nur eine Richtung. Von Freitag bis Sonntag werden in Regionen Basel, Zürich, der Romandie sowie im Wallis zwischen 30 und 35 Grad erwartet. Dazu ist es sonnig. Am Dienstag liegen bis zu 37 Grad drin – wohl der Höhepunkt der aktuellen Phase.
Abkühlung gesucht? Ab in die Berge!
Wer den hohen Temperaturen etwas entfliehen möchte, sollte einen Ausflug in die Höhe in Betracht ziehen. Auf beispielsweise 1500 Metern misst das Thermometer am Samstag zwischen 21 und 25 Grad.
Erst ab Mittwoch bringen teils kräftige Gewitter in den Alpen etwas Bewegung in die aktuelle Lage – doch es bleibt weiterhin hochsommerlich heiss.
Mit der anhaltenden Hitzewelle spitzt sich auch die Situation der Böden und in der Natur immer weiter zu. Die Trockenheit verschärft sich zusehends, da nennenswerte Niederschläge seit Tagen fehlen. In vielen Regionen der Schweiz steigt damit auch die Waldbrandgefahr. Mittlerweile haben bereits 23 Kantone ein Feuerverbot ausgesprochen.
Ab nächstem Freitag wird die Luftmasse allmählich feuchter, was insbesondere in den Bergen zu Gewittern führt.
Klar ist: Besonders heiss wird es in den kommenden Tagen in leicht erhöhten Lagen und in den Städten, wo sich die Wärme zusätzlich staut. In dicht besiedelten Gebieten wird es bei Hitzewellen oft noch deutlich heisser als auf dem Land. Schuld ist der sogenannte Wärmeinseleffekt, wie Meteo News erklärt. Asphalt, Beton und Gebäude speichern die Wärme und geben sie nachts nur langsam wieder ab. Gleichzeitig fehlen kühlende Grünflächen, und die Luft kann zwischen den Häusern schlechter zirkulieren. Besonders in klaren Sommernächten bleiben die Temperaturen deshalb in Städten oft mehrere Grad höher. Mehr Bäume, Parks, begrünte Dächer und helle Oberflächen könnten die Aufheizung jedoch spürbar reduzieren.