«Hitze ist wie eine Macht, die unbesiegbar ist»
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Junge machen sich Sorgen:«Hitze ist wie eine Macht, die unbesiegbar ist»

Meteorologe schlägt Alarm
Die Schweiz trocknet aus – neue Hitzewelle macht alles noch schlimmer

Kein Regen in Sicht, dafür erneut viel Sonne und bis zu 36 Grad: Die Schweiz dörrt aus. Der Meteorologe Roger Perret ist besorgt.
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Die anhaltende Trockenheit in der Schweiz wird zum Problem wie hier bei einem Fussballfeld nahe Thun.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz erwartet neue Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 36 Grad
  • Omega-Lage könnte Hitzewelle verlängern
  • Ganz so schlimm wie im Juni wird es aber nicht
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Marian NadlerRedaktor News

Nach der Juni-Hitzewelle konnten wir in den vergangenen Tagen etwas durchschnaufen. Doch in dieser Woche wird es wieder heiss, wie ein Blick auf die Wetterkarte zeigt. Der Bund warnt in Teilen der Westschweiz, im Tessin und in mehreren Kantonen in der Deutschschweiz vor erheblicher Hitzegefahr. Ab Dienstag sind vielerorts wieder Temperaturen von 30 Grad und mehr möglich, erklärt Roger Perret von Meteo News. Aber: «Es wird nicht ganz so heiss wie im Juni.»

Den Hitze-Höhepunkt markiert der Freitag. Neue Rekorde dürften aber nicht geknackt werden. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 33 und 36 Grad. In der Region Basel dürften wieder die höchsten Werte gemessen werden.

Was eine Omega-Lage bedeutet

Dem Wetterexperten macht die anhaltende Trockenheit Sorgen. Er prognostiziert für den weiteren Sommer: «Die Trockenheit wird uns wohl so ziemlich beschäftigen.» Das liegt auch daran, dass die Schweiz ähnlich wie im Juni wieder in eine Omega-Lage gerät. Bedeutet: Die neue Hitzewelle könnte wie im Juni bis zu zwei Wochen andauern.

Die Omega-Lage entsteht, wenn der Jetstream eine dem griechischen Buchstaben ähnelnde, hufeisenförmige Welle bildet und so ein stabiles Hochdruckgebiet zwischen zwei Tiefs einsperrt. Dadurch bleibt das Wetter wie bei einem Wetterstau lange gleich: unter dem Hoch sonnig und warm, unter den Tiefs regnerisch oder kühl. Die Lage kann so für Tage oder sogar Wochen anhalten. Der Jetstream ist ein schmales Band extrem starker Winde in rund 8 bis 12 Kilometern Höhe, das Wettergebiete lenkt und damit das Wetter in Europa massgeblich beeinflusst.

Von Niederschlägen keine Spur

Die Schweiz wird also noch länger unter Trockenheit leiden. Die Natur hat zu kämpfen. Schon jetzt lasse sich beobachten, dass vereinzelt Bäume ihre Blätter verlieren würden, sagt Perret zu Blick. Kleinere Gewässer erreichten «Badewannentemperatur». Könnte es hier und da zu einem Fischsterben kommen? Perret schliesst das nicht aus.

Auch die Landwirtschaft werde negativ beeinflusst. «Bewässerung ist jetzt dringend nötig, vor allem bei Ackerflächen», betont er.

Kritisch sieht Perret auch die Lage in den Stauseen. «Sie stehen sehr tief.» Bereits Ende Juni lagen sie auf dem zweittiefsten Stand seit zehn Jahren, berichtete die «Berner Zeitung». Die aktuelle Situation sei auch für die Gletscher «eine Katastrophe».

Es braucht also dringend Regen. Doch von Niederschlägen ist weit und breit keine Spur. Zwar gibt es am kommenden Wochenende lokal Gewitter, die sind aber nur ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein. «Ich sehe diese Entwicklung nicht positiv», fasst Perret zusammen.

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