Darum gehts
- Die SVP Zug fordert Parkgebühren für Auswärtige auf städtischen Parkplätzen
- Einheimische sollen gratis oder günstiger parkieren, Auswärtige sollen bis zu 8 Franken zahlen
- Digitale Kennzeichenerfassung soll Parkberechtigungen automatisch kontrollieren und Kosten senken
Die Sommerhitze war für manchen kaum auszuhalten. In Massen strömten die Menschen deshalb dem kühlen Nass entgegen. Der Ansturm war so gross, dass Freibäder landauf, landab sogar Begrenzungen einführen mussten – etwa über unterschiedliche Eintrittspreise für Einheimische und auswärtige Gäste.
Die SVP der Stadt Zug will noch einen Schritt weitergehen: Weil nicht nur das Strandbad, sondern auch die umliegenden Parkflächen «unter erheblichem Park- und Ausweichdruck durch Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Kantonen» stünden, soll der Stadtrat handeln. Konkret: Die SVP fordert für die städtischen Parkflächen «Stierenmarkt» und «Allmend 1 und 2» Parkgebühren für Auswärtige.
Zuger sollen nicht für Fremde blechen
Mit dem Gratisparkieren für alle soll Schluss sein. Die SVP hofft, so nicht nur den Parkdruck senken zu können. Das neue Parkregime soll zudem die einheimische Bevölkerung privilegieren. Sie soll nicht mehr alleine «Infrastruktur und deren Unterhalt auch für den auswärtigen Tagestourismus finanzieren». Auswärtige Besucherinnen und Besucher sollen sich angemessen an den Kosten beteiligen.
Konkret solle das neue Parkregime nach folgenden Grundsätzen gestaltet werden:
1. Privilegierung der einheimischen Bevölkerung: Fahrzeuge mit Zuger Kontrollschild, das heisst von in der Stadt oder im Kanton Zug wohnhaften Personen, parkieren auf ausgewählten städtischen Parkflächen weiterhin kostenlos beziehungsweise zu vergünstigten Konditionen.
2. Verursachergerechte Gebührenpflicht für Auswärtige: Auswärtige Besucherinnen und Besucher entrichten eine angemessene, verursachergerechte Tages- oder Stundengebühr, beispielsweise analog zur heutigen Regelung auf der Allmend von maximal 8 Franken pro Tag.
3. Digitale und schrankenlose Abwicklung: Die Erfassung und Überprüfung der Parkberechtigung erfolgt vollautomatisch über ein digitales Kennzeichen-Erfassungssystem. Ein solches habe sich bereits beim Einkaufszentrum Neudorf in Cham ZG bewährt.
SVP: Faire Lösung mit klaren Anreizen
Dank moderner Lösungen brauche es weder teure Schrankenanlagen noch dauernde Kontrollen, zeigt sich die SVP überzeugt. Die Parkplatz-Bewirtschaftung könne weitgehend automatisiert erfolgen. So liessen sich der Aufwand für die Stadt reduzieren und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen erzielen. Mit dieser Lösung bleibe Zug gastfreundlich, setze aber «klare und faire Anreize».