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Schon wieder Ärger in Zug
Auswärtige schnappen Anwohnern von Luxus-Badi Parkplätze weg

Das Strandbad Zug, Europas teuerste Badi, kommt nicht zur Ruhe. Nach dem 13-Millionen-Umbau motzten Gäste übers lausige Gastroangebot, fehlende Toiletten und zu wenig Schatten. Jetzt sind Anwohner hässig, weil ihnen Wassersportler die Parkplätze wegnehmen.
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Das Strandbad Zug hat 13 Millionen Franken gekostet und ist die wohl teuerste Badi Europas.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Strandbad Zug kostet 13 Millionen Fr. und sorgt für Kritik
  • 75'000 Fr. für Sicherheitsdienst wegen Parkplatz-Chaos an Sommerwochenenden
  • Anwohner klagen über fehlende Parkplätze durch Badegäste aus anderen Regionen
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Das Strandbad Zug gilt als «teuerste Badi Europas». Schliesslich hat der Umbau 13 Millionen Franken gekostet. Eine Summe, die selbst im reichen Zug hohe Wellen geschlagen hat. «Für dieses Geld könnte man fast ein Hallenbad bauen», sagte etwa der Zuger Gemeinderat Manfred Pircher. Ihm ist besonders ein geplanter Sandstrand sauer aufgestossen: «Warum braucht es das? Nur weil sich einige Badegäste ein mediterranes Flair wünschen?»

Das Bad wurde im Mai eröffnet. Die Wogen rund um die luxuriöse Zugersee-Badi gehen aber immer noch hoch. Badegäste motzen über ein lausiges und teures Gastroangebot, zu wenig Toiletten und fehlende Schattenplätze auf der Liegewiese und rund ums Planschbecken. Die Stadt und der Caterer geloben Besserung. Sie entschuldigen sich für die Wartezeiten und «Situationen, die nicht in allen Punkten den Erwartungen entsprochen haben». Nach einem «umfassenden Debriefing» wurden verschiedene Anpassungen beschlossen, heisst es gegenüber Blick

75'000 Franken für Sicherheitsdienst

Die kommen offenbar gut an, denn die Zugersee-Badi wird überrannt. Weil immer mehr Badegäste mit dem Auto anreisen, herrscht an schönen Wochenenden rund um das Brüggli und den Hafen regelmässig Parkplatz-Chaos, wie das Onlineportal Zentralplus berichtet. Jetzt greift die Stadt durch. Seit Ende Mai patrouilliert an sonnigen Tagen ein privater Sicherheitsdienst in den Quartieren und geht gegen Falschparkierer vor. Weil die Massnahme Wirkung zeigt, bleibt der Dienst nun bis Ende September im Einsatz. Das kostet die Stadt rund 75'000 Franken.

Die Sicherheitskräfte unterstützen die Zuger Polizei und kontrollieren, dass Autos nicht auf privaten Parkplätzen oder in verbotenen Zonen abgestellt werden. Genau darüber hatten sich zahlreiche Anwohner beschwert. Besonders betroffen sind die Quartiere Riedmatt, Lorzenstrasse, Herti und Letzi. «Das Problem besteht schon länger», sagt Sandro Lang vom Quartierverein Zug Westwind zu Zentralplus. Viele Badegäste würden nicht nur falsch parkieren, sondern auch die öffentlichen Quartierparkplätze belegen. Für die Bewohner bleibe dann oft kein Platz mehr. Das nervt!

An schönen Sommertagen müssten Anwohner teilweise lange nach einem freien Parkplatz suchen. Laut Lang stammen viele Besucher von ausserhalb und reisen mit dem Auto an – angelockt von der frisch renovierten Badi, die keinen Eintritt kostet. Mit den zusätzlichen Kontrollen hofft die Stadt, das Verkehrschaos während der Sommermonate in den Griff zu bekommen. Und die Anwohner, dass sie endlich wieder vor der eigenen Haustür parkieren können.

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