Darum gehts
- SVP Zürich wirbt mit KI-Bild für Neutralitätsinitiative am 27. November 2026
- Meret Schneider kritisiert bayerische Lederhosen statt Schweizer Tracht im Bild
- Neutralitätsinitiative fordert Verfassungsänderung, Bundesrat und Parlament dagegen
Die künstliche Intelligenz ist mittlerweile auch in der Politik angekommen. Mit allen Stärken und Schwächen. Die SVP des Kantons Zürich wirbt mit einem Bild für die Neutralitätsinitiative, über die am 27. November 2026 abgestimmt wird.
Das Bild zeigt verschiedene Generationen: Vater, Grossvater, Kind, mit einer KI erstellt, in prächtiger Alpenlandschaft. «Frieden ist kein Zufall», heisst es über dem Bild. Die Neutralität habe über Generationen Frieden gebracht.
Grünen-Nationalrätin Meret Schneider (33) ist das Bild auch aufgefallen. «Freunde, wenn ihr schon mit KI eure Älpler bastelt, dann zieht ihnen doch bitte Schweizer Trachten statt bayerische Lederhosen an, ja?», schreibt sie ebenfalls auf X.
Das Bild wurde mit Google-KI Gemini erstellt, wie eine Blick-Analyse ergab. Im Bild ist unsichtbares Wasserzeichen versteckt, das man mit Synth-ID-Tool sichtbar machen kann. Domenik Ledergerber, Parteipräsident der SVP Zürich, sagt es sei «bezeichnend, dass einzelne Kreise lieber über die Kleidung einer Illustration diskutieren als über die eigentliche Botschaft.»
Die Darstellung soll den länderübergreifenden Frieden im Alpenraum symbolisieren. «Die gewählte Kleidung ist deshalb bewusst alpenländisch gehalten und nicht als Abbildung einer bestimmten regionalen oder nationalen Tracht gedacht.».
Die Neutralitätsinitiative von Pro Schweiz und der SVP verlangt, die immerwährende, bewaffnete Neutralität und ein weitgehendes Verbot von Sanktionen gegenüber anderen Staaten in die Bundesverfassung zu schreiben. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab.